The Legend of Zelda: Link's Awakening (2019)

The Legend of Zelda: Link's Awakening (2019)

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Switch-Review: Links Rückkehr nach Cocolint

Was haben wir den da?
Was haben wir den da?

Es ist mehr als 25 Jahre her, seit Link zu seinem ersten Abenteuer auf dem Gameboy aufbrach. Obwohl weitere Titel für Advance und eine Neuauflage für den Gameboy Color folgten, bleibt «Links Erwachen» ein Meilenstein der Zelda-Saga. Im Zuge aller HD-Remasters und -Remakes, die aktuell den Markt zurecht oder zu Unrecht überfluten, erscheint es nur allzu logisch, dass Nintendo seinem The Legend of Zelda: Link's Awakening ebenfalls eine Neuauflage spendiert.

Als Link nach einem Schiffbruch erwacht, findet er sich auf der geheimnisvollen Insel Cocolint wieder. Schnell erfährt er, dass er die Insel nur verlassen kann, wenn er den sagenumwobenen Windfisch aufweckt. Die Suche nach den dafür benötigten acht magischen Instrumenten entpuppt sich jedoch alles andere als trivial. Und so beginnt für den tapferen Link ein weiteres episches Abenteuer.

Egal ob Nostalgiker oder nicht, The Legend of Zelda: Link's Awakening ist eine überaus willkommene Neuauflage. Die Geschichte und Figuren haben in all dieser Zeit nichts an ihrer Faszination eingebüsst, das Gameplay macht noch immer Spass und die neue Inszenierung fängt die Atmosphäre und Essenz des ursprünglichen Titels super ein. In diesem Sinne ist das Abenteuer, ungeachtet der eher kindlichen Optik, dem nicht zündenden Dungeon-Editor und der überschaubaren Spielzeit, allen wärmstens zu empfehlen.

Die Zeit war mit The Legend of Zelda: Link's Awakening sehr gnädig. Die Erzählung rund um Links Schiffbruch, die Suche nach den Instrumenten sowie die Erkundung der mysteriösen Insel vermag nämlich noch genauso in ihren Bann zu ziehen, wie noch vor gut 26 Jahren - und das soll was heissen! Die frische Inszenierung verleiht dem Spiel eine moderne Note, ohne es zu verunstalten. Die Optik wirkt auf den ersten Blick fast zu kindlich und niedlich, passt jedoch letztens perfekt zum Spiel und der Geschichte. Links Reise wird musikalisch ebenfalls gekonnt begleitet und obwohl man sich eine Sprachausgabe wünschen würde, kommt man auch ohne ganz gut zurecht.

Die niedliche Optik soll nicht täuschen, das ist ein echtes Zelda-Abenteuer!
Die niedliche Optik soll nicht täuschen, das ist ein echtes Zelda-Abenteuer!

Das Gameplay selbst erscheint überaus modern und funktioniert extrem gut. Mit Link durch die Welt zu streifen und dabei Gegner mit Schwert, Pfeil und Bogen oder Bomben zur Strecke zu bringen, ist unterhaltsam und packend zugleich. Die Erkundung ist und war schon immer eine Stärke der Zelda-Reihe und übernimmt in diesem Sinne hier ebenfalls eine tragende Rolle. Man ist stets motiviert, die zahlreichen Geheimpassagen und Schätze zu suchen, da diese den Verlauf des Abenteuers deutlich mitprägen.

Link nimmt es wiedermal mit allen auf...
Link nimmt es wiedermal mit allen auf...

Jede neue gewonnene Fähigkeit und jeder neue Gegenstand erweitert weiter die erkundbare Welt und hilft neue Dungeons zu erschliessen. Diese sind gewohnt abwechslungsreich und fordernd. Dabei wird die Genugtuung beim Lösen der Rätsel in den Dungeons lediglich durch das Besiegen der zumeist fordernden Bosse getoppt. Und auch wenn bei letzterem die Steuerung manchmal ihre Grenzen zeigt, fühlt man sich als Spieler nie betrogen oder unfair behandelt. Das dürfte auch daran liegen, dass Kämpfe nicht allzu schwierig sind, sofern man weiss, was man zu tun hat.

Der Dungeon-Editor fällt leider trotz guten Ideen eher fad aus.
Der Dungeon-Editor fällt leider trotz guten Ideen eher fad aus.

Der Dungeon-Editor ist eine ganz nette Idee, zündet jedoch nicht wie gewünscht. Das liegt daran, dass man nicht im Stile eines Mario Makers neue Dungeons erstellen kann, sondern mehrheitlich bereits erkundete Elemente frei kombiniert. Der Anreiz, sich gewisse Bosse erneut anzutun, ist zwar da, auf die Dauer reicht das aber bei weitem nicht. Nichtsdestotrotz: Als zusätzliche Spieloption schadet es zumindest nicht.

/ pan

Kommentare Total: 2

th

alles in allem zwar ein hübsches game, aber ich hätte mir etwas mehr challenges und schwerere rätsel und dungeons gewünscht. die einzige schwierigkeit war rauszufinden, wohin man als nächstes wandern muss...

pan

Switch-Review: Links Rückkehr nach Cocolint

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