Death Stranding (2019)

Death Stranding (2019)

Die Welt liegt in Schutt und Asche; der gestrandete Tod hat alles verändert. Die Überlebenden kämpfen sich in stetiger Angst von GDs, Mule und dem Tod mehr schlecht als recht durch. Die Menschen wollen aber mehr als nur überleben und so bekommt Sam den Auftrag, die USA erneut zu vereinen.

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Kommentare Total: 2

Frank sallerie

Death Stranding ist nichts für jeden, wenn man als Freund von Militärischen Open World Shootern oder RPG Monstern wie Skyrim an dieses Spiel heran geht, dann wird man vermutlich schon aus Prinzip enttäuscht sein.
Das muss ich im Vorfeld eindeutig sagen, da es mir bereits vor dem selber Spielen viel zu häufig passierte, das man mir erklären wollte, das Death Stranding «NUR» ein hübscher Walking Simulator sei. Aussagen wie diese, bewiesen mir besonders ab dem Zeitpunkt als ich es selbst spielte, wie wenig sich Leute mit diesem Game beschäftigt hatten und ihr Wissen lediglich aus ein paar Trailern, abseits der Kämpfe und eher weniger lustigen «LOL! DER DEPP FÄLLT UM» Meme Videos zusammen gesucht haben.

Dieses Spiel macht etwas das viele Spiele in der heutigen Zeit nicht mehr schaffen, es stellt dir eine schier unlösbare Aufgabe die man nicht mit einem Skillsystem und Hunderten Auswahlfunktionen einfach abkürzen kann, weil man Redekunst auf 100 hat und deshalb sogar einem Untoten Skelettpriester, irgendwo hinter Dämmerstern einen Besen verkaufen kann.
Death Stranding ist ein Gewaltmarsch, den du als Spieler durchleben musst und der dich selbst, so wie die Welt um dich herum prägen. Das klingt im ersten Moment abschreckend, doch es ist genau das was dieses Spiel so gut macht, man kämpft sich nicht quer Feld ein für epischen Loot durch die Welt und drückt am ende Npc's samt Story weg, weil man lieber sofort dem millionsten Questmarker hinterher rennen will.

Man entwickelt ein wirkliches Interesse daran, was für Menschen in dieser Welt leben und freut sich über jede form der Anerkennung, die man von diesen zurück bekommt. Es harmoniert überraschend gut mit dem wieder willen der eigenen Spielfigur, sich der grossen Aufgabe eines vereinigten Amerikas und dessen Bewohnern zu widmen, da man einen notorischen Einzelgänger, mit einem Berg an Seelischen Problemen spielt, welcher erst mit der Zeit nach und nach aus sich heraus kommt.

Jede erfolgreiche Lieferung die einen durch Banditen Lager, GD Gebiet oder durch Schneesturm geplagte Gebirgshänge treibt, ist eine Belohnung an sich und mit der Zeit, wird es dank der eigenen Erfahrung und dem gewissenhaften Ausbau des Highway oder eines Netzwerks aus Seilrutschen deutlich einfacher den Job als Lieferant zu erfüllen.
Diese Bequemlichkeiten erfordern jedoch deine Aufmerksame Pflege und Zuwendung, nichts in dieser Welt ist für die Ewigkeit gemacht und muss gewissenhaft zwischen oder während den Lieferungen in stand gehalten werden. An diesem Punkt muss ich besonders den Online Part hervor heben welcher dir mit zunehmenden Fortschritt extrem viel Hilfe von anderen Spielern zu kommen lässt welche man selbst nie zu Gesicht bekommen wird.

Man hilft sich dank dieser Mechaniken gegenseitig mit Ausrüstung, Baumaterial oder dem auffinden verlorener Ausrüstung, was ironischer weise einen höheren Wunsch weckt zu helfen, als es andere Online Games schaffen in denen man die Mitspieler sehen und direkt mit ihnen interagieren kann. Man hilft sich weil man selbst genau weiss wie hart der Weg und wie gut es sich anfühlt wenn man die helfende Hand gereicht bekommt.

Death Stranding ist allem voran eine Geschichte über das zusammen finden von Menschen und der frage was in einer Welt die vom Real gewordenen Tod wirklich noch wichtig ist. Man lernt die unterschiedlichsten Schicksalsschläge von Interessanten Figuren kennen, welche sichtbare eindrücke bei Sam hinterlassen, der bis zum Schluss seine ganz eigene Persönlichkeit besitzt und keine 360 grad Wendung zum Gutmütigen Samariter durchlebt, weil man eine bestimmte Optionale Aufgabe erfüllt hat.

Das sich die gesamte bekannte Welt in Death Stranding nicht voller Freude unter Regenbögen in die Arme fällt und man trotz deiner andauernden Bemühungen, mit den ecken und kanten von Einsiedlern und nicht zu letzt von Sam selbst herum schlagen muss zeichnet ein sehr Realistisches Bild von uns Menschen an sich. Man hilft dir beim Fortschritt im Spiel nicht weil es es Erzählerisch unmotiviert irgendwie Logisch ist oder dem höheren Ziel dient, man hilft DIR, da sie dir im Gegenzug zu deinen Strapazen ebenfalls helfen wollen, ähnlich wie es andere Spieler, beim den bereits erwähnten Online Funktionen tun.

Letzten Endes könnte ich noch Romane schreiben, wieso dieses Spiel auf seine extrem Niesichige Art zu den besten Spielen gehört die ich kenne, aber das würde jedoch jeden Rahmen sprengen und sich vom Hundertste ins Tausendste Verrennen. Alles in allem kann man nur sagen, wer jemals auch nur entfernt mit einem Spiel unter Kojimas Leitung Spass haben konnte, der wird sich hier Pudelwohl fühlen. Und mit Sicherheit wird man auch das ein oder andere mal ein paar Tränen in den Augen haben, was für die Erzähl weise von seinen Projekten bisher immer der sichere Fall gewesen ist. Dramaturgisch wie Story technisch eine Erfahrung, die selbst nach dem Spielen, noch zum Nachdenken anregt und viele einzigartige Momente zurück lässt.
Am Ende kann man nur noch folgendes sagen was in diesem Spiel besser umgesetzt wurde als in vielen anderen zuvor. «Der Weg ist das Ziel»

pan

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