Super Smash Bros. Ultimate (2018)

Super Smash Bros. Ultimate (2018)

Switch-Review: Komische Figuren geben sich eins auf die Mütze, Teil 5!

Yaaaay, endlich!!!
Yaaaay, endlich!!!

Bapapapaaa, Bapapapaaa. Wer erinnert sich nicht an die epischen Zeiten auf der Nintendo Wii? Für viele war das vermutlich der erste Kontakt mit Super Smash Bros. Unter den eingefleischten Fans seit dem GameCube (N64 ist unspielbar, sorry guys ;-) ) war der Wii-Teil wohl für viele der Grund, weshalb die Serie in ihren besten Elementen nachgelassen hat. Nichtsdestotrotz blieb «Smash Bros.» immer in aller Munde, denn dem Spielspass konnten die Einbussen im Gameplay nicht schaden.

Nach einer langen Abstinenz und dem Nicht-Erreichen eines Massenmarktes mit der Konsole Wii U kommt mit Super Smash Bros. Ultimate laut den Entwicklern nun der ultimative Ableger der gefeierten Nintendo-Prügelei. Zeit für uns, um mal zu schauen, wie das Ganze reinhaut!

Mit Super Smash Bros. Ultimate hat Nintendo definitiv nicht zu wenig versprochen. Der Umfang, das Tempo, die Inszenierung sowie die technische Umsetzung, einfach alles erscheint perfektioniert. Zwar muss man hier und da kleine Abstriche machen, jedoch ist es nichts Dramatisches und vor allem handelt es sich meist um eher persönliche Vorlieben. Ob mit Freunden oder alleine, für Umfang und Inhalt wurde gesorgt, alles präsentiert in einer aktuellen Grafik mit ansprechenden Effekten. Kurzum, das perfekte Super Smash Bros.!

Und in jeder Generation kommen neue Publisher hinzu.
Und in jeder Generation kommen neue Publisher hinzu.

Da ist es endlich, das von Nintendo und HAL versprochene ultimative Smash Bros. Das Marketing überzeugte, allerdings ist die übliche AAA-Spielelandschaft nicht sehr spektakulär. Ebenso der Name des endgültigen ultimativen Smash Bros.: Super Smash Bros. Ultimate scheint nicht gerade der kreativste Name zu sein. Was bedeutet dies nun für das endgültige Spiel? Da kann man allen Skeptikern gleich alle Sorgen nehmen, denn dies ist einer der wenigen Fälle, in denen die Entwickler lieber nicht zu kreativ werden und sich auf die vorhandenen Elemente berufen. Lasst uns mit einer Anekdote beginnen: Leider wurde seit dem Wii-Teil das Fanlager in zwei Gruppen gespalten. Auf der einen Seite waren die Fans des schnellen Gameplays des GameCube-Teils und auf der anderen Seite die Liebhaber des Wii-Titels, der sich durch seine Einsteigerfreundlichkeit und Inszenierung auszeichnete. Doch beide waren sich in einer Sache einig. Sie lieben den Sh*t!

Aufgrund dieser Basis beginnen wir gleich mit dem Wichtigsten von Super Smash Bros. Ultimate: dem Gameplay! Gerade dieser Punkt dürfte auch der spannendste sein, da Nintendo mit der Switch viele Leute erreicht, denen die meisten Teile - ausser dem Wii-Teil - wohl unbekannt sind. Und da gibt es die Fans, welche Smash Bros. schon seit langer Zeit auch gerne unterwegs zocken würden. Ein harter Spagat, den es zu meistern gilt. Und Nintendo und HAL ist dieser Move einfach nur gelungen!

Auch die Neuzugänge lassen sich sehen.
Auch die Neuzugänge lassen sich sehen.

Es ist schwer, dieses Spiel nicht aus einer emotionalen Lage zu beurteilen, doch als GameCube-Fan fühlt man sich sofort wohl. Das Tempo in den Kämpfen war genau dies, was einen die vielen Stunden in der Kindheit lieber drinnen als draussen verbringen liess. Doch trotz der langjährigen Abstinenz seit dem Release des Wii-U-Teils, fühlt man sich hier dennoch sofort wohl. Aufgrund der so oder so bereits sehr simplen Steuerung des Spiels ist man als Neueinsteiger auch schnell drin. Klar, um das Spiel zu meistern, gehört noch weit mehr. Doch genau die komplexen Steuerungen schrecken auch viele Leute von «Beat 'em ups» ab, und da ist Smash Bros. nach wie vor der beste Einstieg in dieses seltsame Genre.

Auch viele neue Gastauftritte gibt es zu bewundern.
Auch viele neue Gastauftritte gibt es zu bewundern.

Denn ein weiter Aspekt, in dem Super Smash Bros. Ultimate einen grossartigen Job macht, ist der Multiplayer! Lokal lässt sich bis zu acht (!) an einer Konsole spielen. Ebenso besteht die Möglichkeit, mit einem Freund online die Arenen aufzumischen. Wer gerne online spielen möchte, sollte sich auf einiges gefasst machen. Natürlich gibt es auch die Bereiche, in denen Neueinsteiger in Ruhe zusammen üben können. Doch leider ist das Match-Making-System nicht das sauberste. Da trifft man als Neueinsteiger auch hin und wieder auf die wahren Meister.

Nochmals Ridley? Ach nee, der ist ja aus Monster Hunter!
Nochmals Ridley? Ach nee, der ist ja aus Monster Hunter!

Storytechnisch gehen wir nicht allzu weit in die Materie, aber ja, es gibt wieder einen Story-Modus, wenn dieser auch nicht so ausgefeilt ist wie der allseits geliebte Subraum-Emissär. Doch neben dem Story-Modus haben es beinahe alle Modi wieder zurück ins Spiel geschafft. Der Klassik-Modus orientiert sich wieder eher an den älteren Teilen, zur Freude vieler Spieler. Und der Turniermodus, in welchen man Turniere nach eigenen Regeln gestaltet, hat es nach langer Zeit auch wieder ins Spiel geschafft. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen, den man einstecken muss: Der Allstar-Modus, in welchem man gegen jeden Kämpfer einmal antritt, wurde zu einem Endlos-Smash degradiert, wodurch dieser gehörig an Reiz verliert.

Komm schon, Dracula. Das wird lustig!
Komm schon, Dracula. Das wird lustig!

Grafisch reiht sich Super Smash Bros. Ultimate in eine bereits sehr lange Reihe technisch ausgereifter Switch-Spiele ein. Ohne gross ins Detail gehen zu müssen, haben die Entwickler das Spiel bis zum Gehtnichtmehr optimiert, was uns ein absolut flüssiges und rasantes Spielerlebnis ermöglicht. Wer das Spiel an seine Grenzen bringen möchte, muss es wirklich drauf anlegen. Abgerundet wird dieses technisch ausgereifte Produkt mit einem klassisch epischen Soundtrack. Seien es die Fanfaren und Chöre oder die Remixes altbekannter 16-Bit-Ära-Hits, hier ist für jeden was dabei!

/ fum