Shadow of the Tomb Raider (2018)

Shadow of the Tomb Raider (2018)

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Xbox One-Review: Inka oder Maya, Hauptsache Action!

Wo gibt's denn jetzt Fajitas?
Wo gibt's denn jetzt Fajitas?

Vor etwas mehr als fünf Jahren kam der erste "Reboot" der Tomb-Raider-Serie auf den Markt, der sofort zu begeistern wusste und viele Fans glücklich machte. Damals wurde eine junge, schüchterne, aber starke Lara Croft inszeniert, die auf den Spuren ihres Vaters archäologische Geheimnisse lüften möchte. Im Nachfolger war bereits eine gewisse Entwicklung der Protagonistin festzustellen, die auch aufgrund der Geschehnisse des ersten Teils Sinn machten. Dadurch, und auch aufgrund der technischen Möglichkeiten der neusten Konsolengeneration, machte die Serie nochmals einen Sprung nach vorne. Auf so einer Erfolgswelle will man dann auch bleiben, und so kommt der bereits dritte Teil der neuen Serie auf den Markt. Mal schauen ob und wie sich unsere geliebte Lara weiter entwickelt hat...

Zwei Monate nach den Abenteuern von Rise of the Tomb Raider versucht Lara Croft, zusammen mit ihrem Freund Jonah Maiava, nach wie vor die Organisation Trinity zu jagen und zur Strecke zu bringen. Natürlich auch immer im Hinblick darauf, die verborgensten Schätze der Welt vor den bösen Jungs zu finden. Durch neue Informationen stossen sie in Mexiko auf Pedro Dominguez, welcher der Anführer von Trinity sein soll. Dort versucht Trinity soeben, einen mächtigen Schatz zu finden, der die komplette Welt verändern könnte. Doch Lara kommt der bösen Organisation zuvor und findet den speziellen Dolch noch, bevor die ganze Armada ausrückt. Obwohl Lara einige Hinweise findet, den Dolch nicht zu entwenden, tut sie es trotzdem. Allerdings merkt Lara sofort, dass dies ein Fehler war und wird urplötzlich von einem Tsunami überrascht. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, reisst Dominguez den Dolch an sich. Lara und Jonah haben nur noch wenig Zeit, die Welt vor dem grossen Untergang zu bewahren.

Ohne mit der Wimper zu zucken kann bei Shadow of the Tomb Raider zugegriffen werden. Das Spiel bietet mit allen Haupt- und Nebenmissionen einen hohen Umfang, viel Abwechslung und sorgt mit seiner genialen Optik für ein fast schon perfektes Abenteuer. Etwas mehr Tiefe und kürzere Sequenzen bei der Story hätten aber nicht geschadet. Auch das Hin und Her in der riesigen Welt müsste nicht sein, doch kommt es der Vielfalt wieder zugute. Der dritte Teil ist somit ein sehr guter Abschluss der neuen Reihe um die nach wie vor junge Lara Croft. Wir sind jetzt schon sehr gespannt, wie es mit der starken Frau weitergeht.

Story

Lara kann fliegen?
Lara kann fliegen?

Endlich kriegen wir auch etwas mehr Einblicke in die Kindheit von Lara und in die Geschichte, wie es überhaupt zu der Sucht nach Tempeln, Artefakten und Abenteuern gekommen ist. Man kann Shadow of the Tomb Raider eigentlich schon fast als Abschluss einer ganzen Handlung ansehen und kriegt in den vielen Zwischensequenzen einiges an Informationen geboten. Hier liegt aber auch ein kleiner Störfaktor, nämlich die Menge an den unzähligen Dialogen. Einige davon sind nicht immer relevant und zögern das komplette Spiel etwas künstlich in die Länge. Grundsätzlich gefällt die Geschichte der noch jungen Lara, doch wirklich befriedigen tut sie am Ende nicht ganz. Vielleicht wäre es besser gewesen, etwas mehr Zeit zwischen dem Vorgänger und diesem Spiel verstreichen zu lassen, um auch mehr Entwicklung bei den Charakteren zu zeigen.

Gameplay

Wer bereits eines der Vorgängerspiele gezockt hat, wird sich auch im dritten Teil der neuen Serie schnell und gut zurechtfinden. Es ist von der Steuerung, vom Menü und vom Ablauf her alles beim Alten geblieben. So startet das Spiel bereits mit einer starken Szene in Mexiko, die zugleich auch schon alle Elemente von Tomb Raider beinhaltet: Schleichen, klettern, Rätsel lösen und natürlich Gegner beseitigen. Letzteres geschieht entweder leise und schnell oder aber laut und mit ein wenig Geduld. Ja, die Schiesserein sind nach wie vor nicht die Stärken in diesem Spiel, auch wenn das Deckungssystem für ein Abenteuerspiel ganz ok ist.

Miez Miez Miez
Miez Miez Miez

Ist man einmal im südamerikanischen Urwald angekommen, geht es dann richtig zur Sache. Mit dem Erledigen von Haupt- und Nebenmissionen können im Verlauf des Spiels neue Fähigkeiten dazugelernt oder "gekauft" werden. Etwas unverständlich ist es dann, wenn das eigentlich lineare Game nicht so gespielt werden kann. Es gibt zu Beginn gleich einige Ecken, die man nur mit einer bestimmten Ausrüstung oder Fähigkeit erkunden kann. Möchte also jemand Shadow of the Tomb Raider zu 100 Prozent durchspielen, muss man hin und wieder über die Schnellreisefunktion wieder zurück zu bereits bekannten Orten. Dies wäre ja gar nicht schlimm, wenn das Game auch eine richtige "Open World" bieten würde. Dies tut es allerdings nicht, da man trotz des Auskundschaftens der grossen Welt beschränkt ist.

Dies soll aber das tolle Bild des neuesten Abenteuers von Lara Croft auf keinen Fall trüben. Denn da wären einerseits die unzähligen Möglichkeiten im ganzen Spiel, die für grossartige Abwechslung sorgen. Andererseits wird uns mit der jungen Archäologin abermals ein interessanter und gutaussehender Charakter geboten. Die Entwickler haben es abermals geschafft, die Protagonistin so darzustellen, dass man ihr bei der Suche und der Jagd um jeden Preis helfen will. Dies gepaart mit einer düsteren Weltuntergangsstimmung sorgt schliesslich für anhaltenden Spielspass. Auch wenn das Erledigen der fiesen Jaguar-Raubkatzen mit Pfeil und Bogen nicht ganz so einfach ist.

Technik

Jetzt schieb endlich!
Jetzt schieb endlich!

Mit der richtigen Hardware kommt man auch nach einigen gespielten Stunden nicht aus dem Staunen raus. Die Welt sieht superb aus, bietet eine riesige Menge an Details und eine Schärfe, die für Abenteuerspiele ihresgleichen sucht. In den Video-Einstellungen kann man zwischen Qualität (höhere Auflösung, mehr Glätte) und Leistung (mehr Bilder pro Sekunde) auswählen. Da Shadow of the Tomb Raider sowohl Actionszenen als auch langsamere Rätselpassagen bietet, kann keine abschliessende Aussage gemacht werden, welche Einstellung nun die bessere ist. Fakt ist aber, dass eine solche Möglichkeit für ein Konsolenspiel genial ist. Übrigens wird für die Umstellung der Optionen kein Neustart des Games benötigt - einfach nur klasse.

Auch für die Ohren gibt es einiges zu bieten. Die dezente, aber passende Hintergrundmusik ist stets bemerkbar, und ist man einmal im Dschungel gelandet, kommen etliche Effekte über die Seitenlautsprecher zur Geltung. Technisch bewegen wir uns mit diesem Game also auf dem aktuell höchsten Niveau.

/ daw

Kommentare Total: 2

daw

Game-Kritik: Inka oder Maya, Hauptsache Action!

db

Naja, irgendwie hat mich die Kiste nicht gepackt. Nach Unsterblichkeit ist nun die Apokalypse dran und man jagd ständig irgendwelchen Gegenständen nach für die man sich kaum interessiert. Sie hätten sich lieber auf die Story Lara vs. Trinity konzentriert, als den Spieler kreuz und quer von einem Tempel zum nächsten zu jagen.

Auch sonst gibt es immer wieder Momente währen der Geschichte welche schlichtweg keinen Sinn machen und schon bald hat man komplett das interesse an der Handlung verloren.

An sich schade, denn die Rückblicke in Laras Kindheit und wie sich der Bogen nun schliesst wären gut, einfach der ganze Apokalypse Handlungsfaden macht das ganze äusserst öde und mässig interessant.

Bleibt zu hoffen, dass sie fürs nächste Kapitel das ganze Gameplay und die Progression etwas auffrischen, denn hier wirkt es vom ganzen Ablauf her, als ob sie sich zu fest auf dem etablierten Ausgeruht haben.

Anyway - wem das gameplay von den bisherigen Titeln gefallen hat, dem wird auch dieses Game zusagen, denn die Stärken haben sie da klar behalten - doch Story und Handlung geben hier relativ wenig her. Ich hatte jedenfalls deutlich mehr Freude an den Challenge Tombs als an der eigentlichen Story, den die waren wenigstens noch kreativ.

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