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Red Dead Redemption 2 (2018)

Red Dead Redemption 2 (2018) PS4-Review

Für ordentlich Feuerkraft ist gesorgt.

Für ordentlich Feuerkraft ist gesorgt.

Amerika befindet sich im Umbruch. Neue Technologien und die aufkommende Rechtsstaatlichkeit läuten die neuzeitliche Ära ein. Die verbleibenden Outlaw-Banden werden von Kopfgeldjägern gnadenlos verfolgt, zur Aufgabe gezwungen oder hingerichtet. Mittendrin befindet sich Arthur Morgan, ein Mitglied der Van-der-Linde-Gang. Nach einem missglückten Raubüberfall in Blackwater kämpft sich die Bande durch den tiefen Winter und kann mit letzter Kraft ein rettendes Lager errichten.


Von nun an reitet Arthur Morgan hauptsächlich alleine, manchmal in Begleitung anderer Gangmitglieder, durch den Wilden Westen. Auf seinem Weg trifft er viele hilfsbedürftige Menschen an, doch verliert er sein Ziel, die Van-der-Linde-Gang zu alter Stärke zu führen, nie aus den Augen. Seine Loyalität wird aber noch auf die Probe gestellt.


Rating: Sony PlayStation 4

Die Story von Red Dead Redemption 2 beginnt actionreich mitten im Geschehen. Die Bande wollte ihren letzten grossen Coup landen und dann von der Bildfläche verschwinden. In den Anfangsminuten und Stunden lernt ihr den Protagonisten Arthur Morgan und seine Geschichte kennen. Leider entwickelt sich die Geschichte zu Beginn nur sehr langsam, denn die weiten Wege zwischen den einzelnen Missionen sind recht mühsam. Die Handlung nimmt erfreulicherweise im weiteren Spielverlauf rasant an Fahrt auf.

Die Party kann beginnen!

Die Party kann beginnen!

Für Auflockerung sorgen vor allem die vielen Menschen in Not, die während den Ritten auftauchen und die Arthurs Hilfe benötigen. Man verstrickt sich dabei häufig in Nebenmissionen, als Belohnung winken aber Karmaverbesserungen oder auch Schatzkarten. Überhaupt bietet Red Dead Redemption 2 eine Vielzahl von abwechslungsreichen Missionen. Zudem lauern stets Gefahren in Form von Wildtieren oder Bundesagenten, die gerne zum freien Spielen einladen. Bei der grossen Vielzahl an Nebenmissionen besteht jedoch die Gefahr sich in diesen zu verstricken, ohne die Story voranzutreiben, was dem Spannungsaufbau schaden kann.

Ein Mann und sein Pferd; was braucht es mehr?

Ein Mann und sein Pferd; was braucht es mehr?

Wer hat ihn nicht vermisst, den Dead Eye Modus? Er ist wieder da! Und es macht immer noch Spass, in Slow-Motion mehrere Gegner anzuvisieren und dann innert Sekundenbruchteilen auszuschalten. Doch wie im Vorgänger benötigt die Steuerung anfänglich etwas Übung. Die Einblender der Hilfstexte sind nur bedingt nützlich, da sie eher klein sind und schnell wieder verschwinden.

Es ist zudem nicht immer ganz einfach, in Gefechten Deckung zu finden und rechtzeitig die richtigen Waffen zu ziehen. Ansonsten ist das Gameplay sehr flüssig, wobei das Pferd dazu neigt, bei Anbindmöglichkeiten abrupt anzuhalten. Auch Arthur wirkt in seiner Motorik manchmal leicht unbeholfen. Im Gameplay wird spürbar, worauf bei der Entwicklung von Red Dead Redemption 2 das Hauptaugenmerk gelegt wurde: auf Realismus! So braucht Arthur regelmässig Essen und Schlaf, ansonsten leiden seine Ausdauer und Gesundheit. Ebenfalls sollte er stets mit der für die Jahreszeit passenden Kleidung ausgestattet sein, da er ansonsten ebenfalls schneller ermüdet. Auch das Pferd benötigt hin und wieder eine Karotte oder muss gestriegelt werden.

Flossen hoch oder es knallt!

Flossen hoch oder es knallt!

Die wahre Stärke von Red Dead Redemption 2 liegt in der Wiedergabe der Stimmung und Atmosphäre in der Wildnis. Das Zusammenspiel von Licht, Geräuschen und Soundtrack lässt viel Wild-West-Romantik aufkommen und lädt zum Träumen ein. Besonders gelungen sind die harmonischen Übergänge zwischen Gameplay und Storytelling. Ebenso zeigt sich Red Dead Redemption 2 detailverliebt. So hinterlassen Wagen, Pferde und Menschen auf jeglichem Untergrund ihre Spuren. Selbst die Kleidung von Arthur wird nass oder schmutzig. Red Dead Redemption 2 präsentiert eine abwechslungsreiche und lebendige Welt. Insbesondere die Tierwelt ist sehr umfassend. Wobei jedes Tier gejagt, in für Verbesserungen nützliche Bestandteile zerlegt und verspeist werden kann. Ausserdem lässt Red Dead Redemption 2 Interaktionen mit anderen Menschen in der fiktiven Welt zu, die je nach Verhalten zu einem freundlichen Smalltalk oder der Anwendung von Gewalt führen können.


Fazit

Das lange Warten auf Red Dead Redemption 2 hat sich definitiv gelohnt. Auch wenn die Missionen wenig zusammenhängend wirken, ist für viele Stunden Unterhaltung gesorgt. Anfänglich wird zwar etwas viel Zeit benötigt, um die Umgebung kennen zu lernen, doch sobald sich die Story rund um Arthur Morgan entwickelt, steigt der Spielspass rasant an. Die Welt von Red Dead Redemption 2 scheint dabei beinahe unendlich gross zu sein und bietet viel zu entdecken. Die vielen Details und der Fokus auf Realismus lassen die Grenzen zwischen Film und Game hervorragend verschmelzen.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.0

 

24.11.2018 / gto

Community:

Bewertung: 5.7 (6 Bewertungen)

 

 

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