Ys VIII: Lacrimosa of Dana (2017)

Ys VIII: Lacrimosa of Dana (2017) PS4-Review

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Adol Christin ist zurück!

Adol Christin ist zurück!

Die Ys-Serie mag, trotz ihrer 30-jährigen Geschichte, nicht zu den ganz grossen Namen im JPRG-Genre gehören, kann aber mit Adol Christin sicherlich einer der langlebigsten Hauptfiguren vorweisen. Der rothaarige Schwertkämpfer war der Held von zahlreichen Haupttiteln, Spin-offs und Neu-Interpretationen. Nun kehrt er nach längerer Abwesenheit zurück für sein nächsten Abenteuer, Ys VIII Lacrimosa of Dana.

Als die «Lombardia» von einem riesigen Meerungeheuer angegriffen wird, erleiden die Crew und Passagiere Schiffbruch. Gestrandet auf einer mysteriösen und sagenumwobenen Insel, müssen sie erst ihr Überleben gegen Monster und wilde Tiere sichern, ohne natürlich ihre Flucht zu vernachlässigen. Schon bald beginnt jedoch Adol von seltsamen Geschehnissen und einem Mädchen mit blauen Haaren zu träumen.


Rating: Sony PlayStation 4

Story

Jurassic Park war gestern.

Jurassic Park war gestern.

Das gesamte Szenario ist äusserst glaubwürdig, intensiv präsentiert und fühlt sich enorm erfrischend an. Der Alltag, die ständige Bedrohung sowie die geheimnisvolle Insel gepaart mit den bunten Charakteren, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Ängste und Stärken, tragen allesamt dazu bei, dass man sich von der Geschichte gerne mitreissen lässt.

Als nach guten 10 bis 15 Stunden erstmals Dana ins Spiel kommt, gewinnt die Erzählung deutlich an Fahrt. Zugegeben, gegen Ende wirkt das Ganze unnötig in die Länge gezogen, dennoch ist man stets motiviert, weiterzuspielen, einfach um zu erfahren, was es mit der Insel, Dana und vor allem der Lacrimosa auf sich hat.

Gameplay

Der offizielle achte Teil der Saga folgt der spielerischen Entwicklung von jüngeren Titeln. In Dreierteams muss die Karte aufgedeckt, in actiongeladenen Kämpfen eine gute Auswahl an Monstern und Biestern erledigt und auch hin und wieder ein Rätsel gelöst werden.

Die Kämpfe funktionieren nach einem simplen, aber effektiven Schere-Stein-Papier-Schema, womit man stets gezwungen wird, die unterschiedlichen Charaktere und ihre Fähigkeiten gezielt einzusetzen. Nebst der gewöhnlichen und eher langweiligen normalen Attacken gibt es zahlreiche Sonderfähigkeiten, welche freigeschaltet und weiterentwickelt werden können, wegen ihrer SP-Kosten aber auch mit Bedacht eingesetzt werden müssen.

Der Transporter Hummel macht eine gute Figur.

Der Transporter Hummel macht eine gute Figur.

Geld spielt keine Rolle, also müssen Tränke, Rüstungen und Waffen mit Hilfe von Ressourcen hergestellt oder gehandelt werden. Das Prinzip fügt sich gut ins Szenario ein und funktioniert ausgezeichnet. Überall können Ressourcen gesammelt werden, was natürlich dazu motiviert, die Insel zu erkunden, Monster zu bekämpfen oder bereits besuchte Gebiete erneut zu durchforsten, weil dank neuen Ausrüstungsgegenständen möglicherweise neue Wege erschlossen werden können.

Die Dungeons sind spassig, die Bosskämpfe fordernd, und auch sonst winken einige interessante Ansätze wie das actiongeladene Abfangen der Monstern vor den Stadttoren, die Rückeroberung von Gebieten, vereinzelte nächtliche Ausflüge oder die wirklich gut in die Geschichte eingeflochtenen Nebenmissionen. Der Spass kommt in den gut 40 bis 50 Stunden nie zu kurz, und aufgrund der drei unterschiedlichen Enden sowie den Endgame-Aktivitäten gibt es nach dem Abschluss einiges zu tun.

Technik

Die zierliche Dana aber auch.

Die zierliche Dana aber auch.

Adols neustes Abenteuer ist technisch ganz ordentlich gelungen, mit viel Licht, aber auch Schatten. Die Optik setzt zwar keine neuen Massstäbe, weiss jedoch mit gutem Artdesign und toller Umsetzung zu gefallen.

Die Akustik dagegen hätte deutlich besser sein können, denn es sind bei weitem nicht alle Gespräche vertont, und auch die Musik hätte mehr Abwechslung vertragen. Nichtsdestotrotz überwiegen die positiven Aspekte bei weitem.


Fazit

Wo Adol Christin auftaucht, ist das Abenteuer nicht weit entfernt. Lacrimosa of Dana stellt hier keine Ausnahme dar. Die Spieler werden eingeladen, vollends in einer tollen und packenden Geschichte einzutauchen, die von einem frischen Szenario, einer glaubwürdigen Ausgangslage sowie vielen tollen Wendungen getragen wird. Natürlich ist dies nur die halbe Miete. Unterstützt wird das Ganze von einem überaus unterhaltsamen Spielprinzip mit vielen unterschiedlichen Aspekten, die allesamt gelungen ineinandergreifen. Ganz klar: Wer auf actionreiche JRPGs steht, wird hier fündig, alle anderen sollten aber zumindest der Demo eine Chance geben, es lohnt sich!

29.10.2017 / pan


Community:

Bewertung: 5.2 (1 Bewertung)

 

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Kommentare:

1 Kommentar

OutNow.CH:

Bewertung: 5.2

Spielspass:

Bewertung: 6.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 5.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 4.0

(25%)