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Xenoblade Chronicles 2 (2017)

Xenoblade Chronicles 2 (2017) Switch-Review

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Selbst Rex kann das Fazit nicht erwarten.

Selbst Rex kann das Fazit nicht erwarten.

Xenoblade Chronicles ist mittlerweile schon acht Jahre alt. Doch der Erfolg des damaligen Wii-RPGs aus dem Hause Monolith Software lässt sich nicht bestreiten, denn auch heute ist das Spiel noch grossartig. Ob Story, Kampfsystem oder auch die Grafik, mit diesem Titel haben die Entwickler das volle Potenzial der ansonst eher schwachen Wii vollkommen ausgenutzt und damit ein wunderbares Franchise entwickelt, das sich jeder JRPG-Fan zumindest einmal angesehen haben soll.

Nun befindet sich Monolith in einer ähnlichen Situation mit der Nintendo Switch. Eine technisch eher schwache Konsole, die aber bereits nach kurzer Zeit eine enorme Reichweite aufbauen konnte. Und da kommt Xenoblade Chronicles 2 ins Spiel. Das JRPG mit seinem Anime-Look ist gerade wohl der grösste Titel eines Third-Party-Herstellers für die Switch und hat aufgrund seiner Vorgänger hohe Erwartungen, bei den Fans und bei Nintendo, zu erfüllen. Die spannenden Fragen, die wir uns hierbei stellen müssen: Schafft es der neuste Werk, seinen Vorgängern gerecht zu werden? Und wie kommt Xenoblade 2 mit der Hardware einer kleineren Konsole zurecht?


Rating: Nintendo Switch

Story

Für Action ist garantiert!

Für Action ist garantiert!

Die Story beginnt, typisch japanisch, sehr gemächlich. Das ist aber durchaus kein schlechter Punkt, denn das sorgt für die richtige Atmosphäre und lässt uns die Zeit, etwas in die neue Welt reinzukommen. In der mysteriösen Welt von Altrest spielen wir den Tauchungsberger Rex, der auf seinem «kleinen» Titanen lebt, den er immer wieder Opa oder auf englisch Gramps nennt. Hört sich seltsam an, macht aber durchaus Sinn, denn er funktioniert als unser ständiger Begleiter und Ratgeber. Nach den ersten Tutorial-Missionen und kleineren Nebenaufträgen werden wir für einen grösseren Bergungsauftrag angeheuert, bei dem für Rex ein ordentliches Sümmchen herausspringt. Doch schon schnell wird uns klar, dass mehr dahinter steckt.

Einfach gigantisch, das Design der Titanen.

Einfach gigantisch, das Design der Titanen.

Auf der Suche nach einer uralten «Klinge», Lebewesen die gleichzeitig als Energiequelle für besondere Waffen fungieren, finden wir die schlafende Pyra. Doch als wir uns nähern, werden wir von einem unserer Begleiter erstochen und finden uns in einer Traumwelt von Pyra wieder. Dort werden wir einander vorgestellt und es stellt sich heraus, dass Pyra auf der Suche nach dem verwunschnem Elysium ist, an das Rex ebenfalls glaubt. So verspricht er ihr, sich ihr anzuschliessen um dieses mysteriöse Land zu finden. Mithilfe ihrer Kraft belebt sie uns wieder und es beginnt eine der emotionalsten, bestinszenierten und atmosphärischsten Storys der letzten Jahre.

JRPGs stechen so oder so durch ihre meist abgefahrenen Storys heraus, doch Xenoblade Chronicles 2 leistet auch hier wieder einen tollen Job und erzählt uns eine Geschichte, für die es sich lohnt, weiterzuspielen und für die jede Hauptmission etwas Besonderes ist.

Gameplay

Gesäumt von saftigen Grün, gibt es viel zu entdecken.

Gesäumt von saftigen Grün, gibt es viel zu entdecken.

Beim Gameplay ist es ähnlich wie bei der Story, es braucht seine Zeit, um etwas in Fahrt zu kommen. Zu Beginn stehen uns nur ein paar Special-Moves zur Verfügung, die normalen Angriffe führen unsere Charaktere automatisch aus. Doch mit der Zeit schalten wir weitere spielbare Charaktere, Fähigkeiten, Kampfmöglichkeiten und Klingen frei, die uns immer komplexere Taktiken ermöglichen. Dabei ist den Charakteren keine feste Rolle zugewiesen, denn die Rolle im Team wird durch die jeweilige Klinge bestimmt. Hier stehen uns Angreifer, Tanks und Supporter zur Verfügung. Da wir jedem Charakter beliebig mit Klingen ausrüsten können, lässt sich unser Lieblingscharakter so spielen, wie es uns gefällt.

Na, immer noch nicht überzeugt?

Na, immer noch nicht überzeugt?

Abseits des Schlachtengetümmels befinden wir uns in der offenen Welt und lösen meist eher langweiligere Hol-und-Bring-Nebenquests. Diese geben uns immerhin, neben Erfahrungspunkten, machmal sehr starke Gegner und Boni für unsere Charaktere. Doch darunter befinden sich auch durchaus gut geschriebene Nebenquests, die eine, im Vergleich zur Hauptstory, nette Geschichte erzählen. Den Rest der Zeit verbringen wir in diversten Menüs und versuchen, das Bestmögliche aus unseren Charakteren und Klingen herauszuholen. Denn Xenoblade Chronicles 2 hat seeeehr viele Menüs. Jeder Charakter (bis auf eine Ausnahme) kann ein Haufen Klingen kontrollieren. Dazu besitzt jeder Charakter und jede Klinge über eine eigene Ausrüstung und einen Fähigkeitenbaum.

Alles in allem verhält es sich mit dem Gameplay ähnlich wie mit der Story und der Open-World: Alles ist gigantisch. Und so lässt sich durchaus mehr Zeit im Spiel verbringen, als einem eigentlich lieb ist. Doch wer gerne noch das letzte Bisschen aus seinem Charakter herauskitzeln möchte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Technik

Dann hilft vielleicht der wunderebare Anblick von Kirschblüten.

Dann hilft vielleicht der wunderebare Anblick von Kirschblüten.

Die Grafik ist in einem Anime-ähnlichen Look gehalten, was die Story zwar wunderbar unterstreicht, doch wird es stellenweise bei der Übersexualisierung schon fast lächerlich. Man schaue sich nur das Charakterdesign von Pyra an... Dennoch fügt sich hier alles perfekt ineinander. Allem voran ist der Soundtrack von Xenoblade Chronicles 2 zu loben. Dieser ist so wunderbar inszeniert und dürfte wohl das musikalische Highlight des letzten Gaming-Jahres sein. Doch auch die Welten sind mit vielen kleinen Details gespickt und bestehen durch die hervorragende Weitsicht und ihr Design.

Oder das Versprechen auf ein grossartiges Abenteuer!

Oder das Versprechen auf ein grossartiges Abenteuer!

Bei den technischen Aspekten ist das Spiel ein Musterbeispiel davon, was man alles aus der Switch herausholen kann. Zumindest im TV-Mode. Doch bei der Fülle an Quests und dem detaillierten Design ist es keine Überraschung, dass im Handheld-Mode Abstriche gemacht werden müssen. Dennoch lässt sich das Spiel auch wunderbar unterwegs zocken. Durch den integrierten Kino-Modus lassen sich alle Zwischensequenzen nochmals zuhause auf dem Fernseher in feinster HD-Qualität nachholen.


Fazit

Xenoblade Chronicles 2 ist ein weiteres Meisterwerk aus dem Hause Monolith. Die Story, das Gameplay, die Grafik und der Soundtrack - einfach alles fügt sich wunderbar ineinander. Umso erstaunlicher wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass das Spiel exklusiv für die eher schwächere Switch erschienen ist. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, dürfte eine Reise erleben, die auf ihre eigene Weise einzigartig ist. Die einzige Kritik dürfte die Übersexualisierung des wichtigsten Charakters des Spiels sein, was besonders heraussticht, da es nur auf Pyra zutrifft. Jedoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn ansonsten würde man ein grossartig inszeniertes Abenteuer, mit einer wunderbaren Story verpassen.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

06.02.2018 / fum

Community:

Bewertung: 5.5 (1 Bewertung)

 

 

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