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Super Mario Odyssey (2017)

Super Mario Odyssey (2017) Switch-Review

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All hats are off!

All hats are off!

Marios ewiger Gegenspieler Bowser hat sich einmal mehr Zutritt zum Pilzkönigreich verschafft und Prinzessin Peach entführt. Im entscheidenden Showdown zieht Mario den Kürzeren, Bowser kann fliehen und beginnt in jedem Reich einen wertvollen Gegenstand zu entwenden. Noch etwas benommen erwacht Mario in Bonneton, einem kleinen Reich voller Hüte. Einer davon, Cappy, schliesst sich Mario an, um seine eigene Freundin, Tiara, und Peach zu retten. So verfolgen die beiden die grosse Schildkröte durch Wüsten, Meere und Wälder, um die Hochzeit zu verhindern.

Ständig muss sich Nintendo anhören, dass sie sich nur auf ihre bewährten und etablierten Figuren beschränkten und keine neuen Ideen hätten. Und jedesmal beweisen sie aufs Neue, dass ihnen weder die Innovation noch der Charme abhanden gekommen ist. So auch bei Super Mario Odyssey?


Rating: Nintendo Switch

Story

Scusi, sono signore T-Rex!

Scusi, sono signore T-Rex!

Bei den Mario-Games dreht sich seit jeher alles um die Rivalität zwischen Mario und Bowser sowie Marios bedingungsloser Liebe zu Peach. Aber wie in praktisch allen Vorgängern wird die Geschichte lediglich dazu verwendet, um Mario in lässigen Welten herumspringen zu lassen. Diesmal hat Bowser allerdings noch Verstärkung dabei, die Broodals. Eine Gruppe, bestehend aus vier Hasen, die sich Mario immer wieder in den Weg stellt. Sie dienen vor allem als Mini-Bosses in den Welten und sind einer der schwächsten Punkte von Super Mario Odyssey. Sowohl ihr visuelles als auch ihr Gameplay-Design sind erstaunlich einfallslos. Das ist aber auch grad das einzige Einfallslose an Marios neustem Abenteuer.

Gameplay

Noch selten hat mich ein Spiel in den letzten Monaten derart gefesselt wie Super Mario Odyssey. Doch was fesselt einen so sehr an den Klempner aus Brooklyn? Dies lässt sich auf zwei essenzielle Begriffe reduzieren: Innovation und Belohnung. Zwar rennt Mario seit Jahrzehnten über unsere Bildschirme, doch Nintendo versteht diese beiden Begriffe wie kein anderer.

Eine 8-Bit-Odyssee!

Eine 8-Bit-Odyssee!

In Odyssey markiert die Integration von Cappy die Innovation. Mario kann seine ikonische rote Mütze nun nach Gegnern werfen, um sie entweder zu besiegen oder sich zu "fangen". Heisst, Mario bewirft sie mit der Mütze und schlüft in deren Haut. Damit stellt Nintendo die Mario-Formel komplett auf den Kopf, und Mario spielt sich wie noch nie zuvor - ohne seine Integrität zu verlieren. Sie verlassen sich voll und ganz auf dieses Gameplay-Element und es funktioniert perfekt. Es wirkt nie gimmicky und es ist stets aufregend, eine neue Kreatur zu entdecken, die man fangen kann.

Diese Kreaturen sind geschickt über mehrere Levels verteilt. Dadurch gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Um diese Welten aber wieder verlassen und zur nächsten weiter zu können, muss Mario Power-Monde sammeln. Es gilt stets kleine levelspezifische Rätselchen zu lösen, um an die Monde zu kommen. Diese Rätsel sind nicht wahnsinnig schwierig, aber immer extrem clever und gut in die Levels verwoben. Im ganzen Spiel können fast 900 Monde gesammelt werden. Dies klingt nach einem Haufen Sammelgegenständen, aber Nintendo schafft es, dass sich jeder verdiente Mond wahnsinnig befriedigend anfühlt.

MUAHAHAH-*hust*! Sorry, der Rauch.

MUAHAHAH-*hust*! Sorry, der Rauch.

Auch in kleineren Szenarien wurden Belohnungen geschickt eingearbeitet. Das beste Beispiel dafür sind die kleinen Kaktuskugeln im Sandkönigreich. Sie sind oft so angeordnet, dass vier in einer Reihe sind. Wird Cappy nun im richtigen Winkel geworfen, entsteht ein Dominoeffekt und alle gehen nacheinander kaputt. Aus der letzten springen einige Münzen und ein kurzer Beifall erklingt. Sowas ist so insignifikant und nebensächlich, aber unglaublich befriedigend. Super Mario Odyssey schafft es wortwörtlich, Im-Kreis-Laufen unterhaltsam zu machen!

Technik

Super Mario Odyssey ist wie so gut wie jedes andere Nintendo-Game technisch einwandfrei. Keine Framerate-Drops, keine Freezes. Die Grafik ist knallbunt und herrlich knackig, sowohl im Handheld- als auch im stationären Modus der Switch. Ausserdem ist der Soundtrack einmal mehr stimmig und furchtbar catchy.

Super Mario: Origins

Super Mario: Origins

Dennoch hat das Spiel im technischen Abschnitt einige Problemchen. So mischen sich die realistisch aussehenden Levels nicht nahtlos mit den cartoonartigen, auch wenn ein T-Rex mit Mariohut und -Schnauz zum Schiessen ist. Weiter ist die Steuerung der Bullet Bills eine absolute Katastrophe. Glücklicherweise sind sie nur an wenige Monde und Levels gebunden. Und schliesslich ist die Implementierung der bewegungsempfindlichen Controller sehr unglücklich. Die Motion Controls sind für einige Aktionen notwendig, und im Handheld-Modus sind diese mühsam und unpräzise in der Anwendung.


Fazit

Super Mario Odyssey ist zweifelsohne eines der besten Games des Jahres. Nintendos Innovation mit den bekannten Figuren ist unerreicht, wie sie die Mario-Formel auf den Kopf stellen ist meisterhaft. Ihre Art mit Belohnungen umzugehen, fesselt stundenlang an den Bildschirm, sowohl für kleine wie auch für grössere Zeitintervalle, und dies mit einem unglaublichen Charme. Dazu sieht es toll aus und hört sich toll an. Die Kleinigkeiten im technischen Sektor sollen erwähnt werden, aber nicht mehr als eine Fussnote eines ansonsten einwandfreien und wahnsinnig unterhaltsamen Games bleiben.


OutNow.CH:

Bewertung: 6.0

 

28.11.2017 / nna

Community:

Bewertung: 6.0 (1 Bewertung)

 

 

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