Splatoon 2 (2017)

Splatoon 2 (2017) Switch-Review

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Nicht nur spritzig, sondern auch glitschig.

Nicht nur spritzig, sondern auch glitschig.

Nach dem Erfolg des ersten Teils auf der Wii U hofft Nintendo nun, mit dem spritzigem Shooter einen noch grösseren Erfolg einzufahren. Spielerisch hat sich seit dem Vorgänger nicht viel geändert: Man schnappt sich eine der vielen und abwechslungsreichen Waffen, wird mit drei anderen Leuten in ein Team geworfen und die Farbschlacht beginnt.

Wie schon der Vorgänger bringt uns der neue Teil wieder nach Inkopolis, die Metropole der Inklinge, wo das Kämpfen den beliebtesten Freizeitvertreib darstellt.


Rating: Nintendo Switch

Story

Jeder Shooter braucht einen Schirm als Waffe. JEDER!!!

Jeder Shooter braucht einen Schirm als Waffe. JEDER!!!

Der Storymodus entführt uns in den Okto-Canyon, wo es gilt, die Oktarianer zu bekämpfen und den abermals entführten Riesen-Goldwels zurückzuholen. Instruiert werden wir diesmal von Limone, welche uns auch gleich den tollen Namen "Nr. 4" gibt. Mehr hat die Singleplayer-Kampange nicht zu bieten und kann daher nur als kleiner Snack für zwischendurch betrachtet werden. Langzeitmotivation kann da nicht aufkommen.

Gameplay

Zu Beginn schiessen wir noch mit einer üblichen Wasserpistole, gefüllt mit Farbe, durch die Gegend und erhalten mit jedem Level-up Zugang zu neuen und ausgefalleneren Waffen. Neben den üblichen Schusswaffen können wir auch einen Farbroller, Pinsel oder Eimer nehmen und damit unsere Gegner mit Farbe zuschütten. Jede neue Waffe kommt im Set mit einer Sekundär- und Spezialwaffe daher. Neben einer Vielzahl an Gadgets gibt es haufenweise Kleidungsstücke zu kaufen, welche unterschiedlichste Boni bereithalten. Eine besondere Fähigkeit der Inklinge ist der Wechsel zur Tintenfisch-Form. Diese ermöglicht uns das Abtauchen in die eigene Farbe, um schneller in der Arena voranzukommen, und füllt gleichzeitig unseren Farbbehälter wieder auf.

Multiplayer

Allzeit bereit für das etwas andere Holy-Festival.

Allzeit bereit für das etwas andere Holy-Festival.

Der eigentliche Grund, einen Shooter zu spielen, ist natürlich immer der Multiplayer, was auch für Splatoon 2 gilt. In der Lobby können wir aus verschiedenen Spielmodi auswählen, wobei uns bis Level 10 nur der standardmässige Revierkampf zur Verfügung steht. Ziel dieses Modus ist es, möglichst viel Fläche in der eigenen Farbe zu schmücken und die Farbe des Gegners zu übermalen. Am Ende jeder Runde winken dann Erfahrungspunkte und Münzen für unseren Inkling.

Haben wir nach einer Weile Level 10 erreicht, schalten wir den Rangkampf frei. Hier wird etwas mehr Abwechslung geboten. In einem Capture-the-Flag-ähnlichem Modus streiten wir uns mit dem gegnerischen Team um die Goldfischkanone. Bei Herrschaft geht es darum, eines oder mehrere Gebiete der Arena in der eigenen Farbe zu bepinseln und verteidigen. Und der Turmkampf bildet einen kleinen Mix aus diesen zwei Modi. Zuletzt gibt es noch die Ligakämpfe, welche ab einem bestimmten Rang freigeschaltet werden und aus den gleichen drei Modi bestehen.

Die grösste Neuerung zum Vorgänger bildet der sogenannte Salmonrun. Hier gehen wir mit Freunden oder Fremden auf die Jagd nach goldenen Fischeiern, kämpfen uns durch Wellen von Gegnern und können so besondere Ausrüstungsgegenstände erhalten. Leider ist dieser Modus an Events gekoppelt, weshalb er nicht immer zur Verfügung steht. Ähnlich verhält es sich mit den Arenen und Spielmodi. Diese wechseln sich im Zweistundentakt ab und werden uns so durch Nintendo vorgegeben.

Technik

In jeder kleinen Ecke gibt es etwas zu entdecken.

In jeder kleinen Ecke gibt es etwas zu entdecken.

Technisch kann Splatoon 2 zwar nicht mit den grossen Platzhirschen im Shooter-Genre mithalten, muss sich aber nicht verstecken. Die Arenen und Inklinge sind sehr detailliert und die bunte Optik ist eine gewollte Abwechslung zu den üblichen Schlachtfeldern. Die Auflösung innerhalb der Matches ist adaptiv, das heisst, sie wechselt je nach Situation zwischen ca. 930p und 1080p hin und her, was durch die kurzen, intensiven Matches kaum auffällt. Dafür laufen die Kämpfe beinahe immer in flüssigen 60FPS ab.

Das Matchmaking an sich funktioniert, ist aber sehr sperrig gehalten. Wollen wir mit einem Freund spielen, werden wir zufällig den Teams zugeteilt. Über den Teamspeak mittels der Nintendo-Switch-App wollen wir gar nicht erst anfangen zu sprechen. Hier greift man dann doch lieber auf alternative Kommunikationsmittel zurück. Als Trost für die technischen Mängel spendiert Nintendo dafür immer wieder gratis Inhalte in Form von neuen Waffensets und Arenen.


Fazit

Alles in allem ist Splatoon 2 ein gelungener Nachfolger, der leider weiterhin die Schwächen des Vorgängers mit sich trägt. Das bezieht sich vor allem auf die magere Singleplayer-Kampange und das Matchmaking. Ebenfalls ein grosses Minus, wofür das Spiel nichts kann, sondern eher die Switch selbst, ist der fehlende Teamspeak. Sieht man über diese Dinge hinweg, ist das Spiel aber ein solider und spassiger Shooter, der durchaus Langzeitmotivation bietet und sich durch das aussergewöhnliche Gameplay eindeutig von der Konkurrenz abhebt.

27.10.2017 / fum


Community:

Bewertung: 4.5 (1 Bewertung)

 

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Kommentare:

1 Kommentar

OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

Spielspass:

Bewertung: 5.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 5.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 3.0

(25%)