Sonic Forces (2017)

Sonic Forces (2017) PS4-Review

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Sonic ist zurück und hat einen neuen Freund mitgebracht.

Sonic ist zurück und hat einen neuen Freund mitgebracht.

Segas berühmtes blaues Maskottchen kennen wohl alle. Seit 26 Jahren schon sprintet, rutscht und hüpft Sonic durch rasante Levels, sammelt Ringe ein und rettet die Welt vor dem Untergang. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr neue Freunde, Zeichentrickserien und diverse Gastauftritte hinzu. Nebst Remakes und Portierungen sind aber neue Titel eher rar geworden. Damit ist vorerst endlich Schluss, denn das Team hinter Sonic Generations liefert mit Forces endlich ein brandneues Kapitel.

Der Bösewicht Dr. Eggmans ist endlich am Ziel seiner Träume angelangt: Die Welt gehört ihm, und sein Widersacher Sonic ist gefangen. Natürlich hat er nicht mit dem Widerstand gerechnet und dessen neuem und ebenfalls rasantem Rekrut.


Rating: Sony PlayStation 4

Story

Gewappnet für alle Fälle.

Gewappnet für alle Fälle.

Die im Prinzip gute Erzählung fängt mit einem Knall an und endet mit einem Gähnen. Dazwischen gibt es zwar ein gute Anzahl an Levels sowie die eine oder andere gelungene Zwischensequenz, leider aber auch enorm viel uninspiriertes Blabla. Die gute Ausgangslage mit dem Widerstand à la Star Wars wird nicht mal im Ansatz ausgeschöpft, genauso wenig wie die bekannten Helfer und Freunde, welche so gut wie nie zum Einsatz kommen.

Gameplay

Klassische Elemente dürfen natürlich nicht fehlen.

Klassische Elemente dürfen natürlich nicht fehlen.

Erstmals können die Levels oder zumindest eine Auswahl davon mit einem eigenen anpassbaren Charakter absolviert werden. Zur Individualisierung stehen nebst diversen Tierarten (u.a. Igel, Hund oder Hase) und rudimentären Anpassungsmöglichkeiten (beispielsweise Haaren oder Ohren) auch eine riesige Anzahl an Kleidungsstücken und Wispons-Waffen zur Auswahl. Obwohl die Idee durchaus interessant ist, wurde sie nur suboptimal umgesetzt.

Der eigene Charakter muss oftmals zugunsten der beiden Sonics weichen, und auch die Individualisierungsoptionen verlieren schnell ihren Reiz, weil man regelrecht mit Kleidungsstücken überschüttet wird. Der inkonsequente Gebrauch ist wirklich bedauerlich, denn der Ansatz wäre durchaus willkommen.

Booskämpfe haben es in sich.

Booskämpfe haben es in sich.

Sieht man davon ab, wartet ein klassisches Sonic-Spiel mit über 30 mehr oder weniger gelungenen Levels, die gekonnt oder eben weniger gekonnt mit 2D- und 3D-Umgebungen, Rätsel-, Hüpf- und Gleitpassagen sowie Kämpfen umgehen. Die Bosskämpfe sind knackig, sofern man realisiert, was das Spiel von einem erwartet.

Insgesamt wird zwar sehr vieles geboten, das meiste davon dürfte jedoch nur hartgesottenen Fans zusagen. Dazu kommt noch, dass die kurzen Levels trotz Münzen und alternativen Wegen kaum Wiederspielwert haben, viele Charaktere nicht spielbar sind und man mit roten Ausrufezeichen nach jedem Level überflutet und genervt wird.

Multiplayer

Abgesehen von vereinzelten Netzwerkfunktionen wie Leaderboards und dem möglichen Ausleihen von fremden Alter-Egos sucht man einen Mehrspielermodus vergebens. Ein lokales Koop-Spiel wäre zwar durchaus spannend und unterhaltsam gewesen, letztendlich geht das aber auch so, indem man den Controller aus der Hand gibt.

Technik

Das Picknick hatte ich mir anders forgestellt.

Das Picknick hatte ich mir anders forgestellt.

Die Levels sind abwechslungsreich, sehen hübsch aus und werden gut mit Musik unterlegt. Es gibt viele tolle Effekte, der Geist der Sonic-Spiele wurde gut eingefangen, und auch die Individualisierungen sorgen für ein witziges optisches Flair. Die Steuerung dagegen hätte besser ausfallen müssen, sowohl in Sachen Reaktivität als auch bei den Optionen. Durch die ständige Rotation der Charaktere wird man oftmals überfordert, da die drei Charaktere nicht die gleichen Fähigkeiten besitzen und dementsprechend anders gesteuert werden müssen


Fazit

Sonic Forces ist eine derart massive Mischung an unterschiedlichen Inhalten, dass es zwangsläufig zu enormen qualitativen Schwankungen kommt. Die Idee ist zwar interessant, die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Gründe dafür gibt es viele: Die Prämisse wird zu schnell über Bord geworfen, der individualisierbare Held wird mit massenweise Belohnungen überflutet, kommt letzten Endes aber zu wenig zum Einsatz, die Levels sind kurz und überschaubar. Und auch sonst fühlt sich das Abenteuer nicht wirklich rund an. Am Ende der Reise hätte Forces so vieles sein können, rast aber am Ziel deutlich vorbei. Sicher: Im Endeffekt bleibt es ein kurzweiliges Spiel, das Fans zufriedenstellen wird. An die ganz grossen Sonic-Titel kommt es nicht mal ansatzweise ran.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

11.01.2018 / pan

Community:

Bewertung: 4.5 (1 Bewertung)

 

 

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