Rugby 18 (2017)

Rugby 18 (2017) PS4-Review

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Willkommen in der wunderbaren Welt des Rugbys.

Willkommen in der wunderbaren Welt des Rugbys.

FIFA, NHL, NBA und so weiter und so fort. Sportspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Rugby 18 fristet aber wie im echten Leben eher ein Nischendasein. Doch mit der aufkommenden Football-Leidenschaft rückt auch Rugby immer mehr ins Rampenlicht. Sogar im Fernsehen kann man mittlerweile hin und wieder ein Match bestaunen.

Doch was ist Rugby überhaupt? Nun, es ist viel rauer als sein amerikanisches Pendant, und das gesamte Spiel läuft schneller und flüssiger ab. Ein Spiel besteht aus zwei Halbzeiten, welche jeweils 40 Minuten dauern. Der grösste Unterschied neben den Regeln dürfte aber die Ausrüstung der Spieler sein, denn typisch britisch rempeln sich die Jungs auf dem Platz noch ohne grosse Polster über den Haufen. Doch schafft es der Sport, als Spiel zu überzeugen oder wird es eher ein Nischenprodukt bleiben? Zeit für uns, das herauszufinden!


Rating: Sony PlayStation 4

Story

Hau rein Junge!

Hau rein Junge!

Eine wirkliche Story hat das Spiel nicht zu bieten. Neben dem mittlerweile obligatorischen Liga-Matches, in denen wir eine bestimmte Liga durchspielen, um den Pokal abzusahnen, gibt es noch den Karriere-Modus, der ein spannendes Prinzip bietet. Anstatt eine vorgegebene Mannschaft auszuwählen, wird uns ein Budget zur Verfügung gestellt, aus welchem wir unsere Traum-Mannschaft zusammenstellen dürfen. Steht die Mannschaft, gilt es wie bereits im Liga-Modus, die Tabellenspitze zu erklimmen und unseren Kontostand in den grünen Zahlen zu halten.

Gameplay

Rugby 18 ist eine typische Sportsimulation, und die Matches spielen sich durchaus angenehm, bieten aber kaum grosse Abwechslung. Für Neulinge dürfte es jedoch erst ein harter Schritt sein, ins Spiel einzusteigen. In einem Probematch werden die Grundregeln zwar erklärt, allerdings reicht ein Match kaum aus, um die gesamte Materie und taktische Tiefe des Sports zu verstehen. Praktischerweise lassen sich die Regeln in einem separaten Menüpunkt nochmals nachlesen, aber es bleibt dort bei der Theorie. Ein paar praktische Spielsituationen zum Üben wären sehr willkommen gewesen.

Etwas schwach fällt die Mannschaftsauswahl aus. Mit seinen vier verfügbaren Ligen und den paar Nationalmannschaften bietet das Spiel keine grosse Vielfalt an möglichen Begegnungen, was Fans des Sports sehr enttäuschen dürfte.

Multiplayer

Nimm du, ich hab kein Bock mehr.

Nimm du, ich hab kein Bock mehr.

Der lokale und der Online-Multiplayer unterscheiden sich nicht wirklich voneinander und bieten uns dieselbe Spielerfahrung. In einzelnen Matches können wir gegen andere beim Kampf ums Leder antreten. Entweder mit den offiziellen Mannschaften der verfügbaren Ligen oder mit unserer «My Squad»-Mannschaft. Die «My Squad»-Funktion erlaubt uns mit der erspielten Ingame-Währung, eine Mannschaft nach unseren Wünschen zusammenstellen, ähnlich wie im im Karrieremodus. Das Ganze hört sich nicht nur wie das «Ultimate Team» aus Fifa an, sondern dürfte stark davon inspiriert sein. Der grosse Vorteil von Rugby 18 aber ist, dass es keine Mikrotransaktionen gibt und wir unsere Spieler aus dem verfügbaren Pool völlig frei wählen dürfen, vorausgesetzt, wir verfügen über das nötige Kleingeld, von dem wir nach jedem Match ein gutes Stück erhalten.

Technik

Die Stimmung im Stadion und die Kommentatoren können durchaus überzeugen, bieten allerdings kaum das Niveau, wie wir es aus anderen Sportspielen kennen. Die Stadionbesucher sind komplett in ihrem Element und vermitteln eine klasse Stimmung, was man von der Moderation leider nicht behaupten kann. Zu oft hört man dieselben Standardsprüche, so dass man schnell ein Gefühl dafür bekommt, wann diese getriggert werden. Die Spielermodelle wirken leider auch sehr altbacken. Wären diese nicht beschriftet, könnte man kaum einen Unterschied erkennen. Für Rugby-Einsteiger ist das sicher keine grosse Sache, für Fans, die ihre virtuellen Idole gern gesehen hätten, aber eine herbe Enttäuschung.


Fazit

Rugby 18 bietet grundlegend das, was man von einer Sportsimulation erwarten würde. Leider wird der solide Ersteindruck des Gesamtbildes immer wieder von Fehlern und Problemen getrübt. Der Auswahl der Modi und die verfügbaren Mannschaften fallen beide eher etwas seicht aus. Die Matches an sich laufen flüssig, aber oft wiederholen sich die selben Spielsituationen, dass es schnell mal an Abwechslung mangelt. Technisch ist das Spiel nun keine Augenweide, läuft aber grundlegend solide und steuert sich recht angenehm. Dafür ist die Stimmung genauso, wie man es in einem britischen Stadion erwarten würde.

Insgesamt wäre sicher mehr möglich gewesen, aber eventuell wird mit Patches noch nachgebessert. Doch zum jetzigen Zeitpunkt, ist und bleibt es eher ein mittelmässiges Spiel. Es kann durchaus Spass machen, bietet aber kaum den Suchtfaktor wie andere Sportsimulationen. Spielt man es jedoch mit Freunden, ist Spielspass für ein paar Stunden garantiert.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

24.11.2017 / fum

Community:

Bewertung: 3.0 (1 Bewertung)

 

 

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