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PlayerUnknown's Battlegrounds (2017)

PlayerUnknown's Battlegrounds (2017) Xbox One-Review

Feuer frei!

Feuer frei!

Bis zu einhundert Spieler springen auf einer Insel ab und nach der Landung gilt es, erst einmal Ausrüstung zu finden. Rüstungen, Waffen, Bratpfannen - was man eben so zum Überleben braucht. Je länger der Überlebenskampf dauert, desto kleiner wird die Spielfläche. Ist man zu lange ausserhalb, hat man verloren. Gewinnen kann nur einer: der letzte Überlebende.

Brendan Greene, besser bekannt unter seinem Pseudonym "PlayerUnknown", ist kein unbeschriebenes Blatt in der Gamingszene. Der "Vater des Battle-Royale-Genres" arbeitete am ArmA2-Mod DayZ sowie am Survival-Game H1Z1, die in der PC-Community grossen Anklang fanden. Mit seinem ersten eigenen Spiel, PlayerUnknown's Battlegrounds - oder kurz und bündig PUBG - hat er den Nerv der Zeit getroffen. Das Spiel verkaufte sich wie warme Semmeln, und bald klopfte Microsoft wegen eines Konsolenports an die Tür des gebürtigen Irländers. Nach einer langen und holprigen Early-Access-Phase ist das Spiel nun offiziell in der 1.0-Version angekommen.


Rating: Microsoft Xbox One

Töfflibuebe!

Töfflibuebe!

PUBG hat mit seinem Battle-Royale-Modus einen Trend losgetreten. Auf diesen einen Modus verlässt sich das Spiel komplett. Aufgrund seiner Einsteigerfreundlichkeit braucht man keine lange Eingewöhnungszeit. Man springt nach Belieben aus dem Flugzeug, landet irgendwo auf der Insel und versucht irgendwie, bis zum Schluss zu überleben.

So simpel, so clever ist das Spielprinzip. Die Levels sind riesig. Um die Spieler zur Bewegung zu zwingen, wird ein blauer Kreis auf der Karte immer kleiner. Ist man zu lange ausserhalb, ist Ende. Und je kleiner dieser Kreis wird, desto intensiver wird PUBG. Genau da liegen seine Stärken. Jedes Treffen mit einem anderen Spieler ist ein riesiges Ereignis. Allerdings ist dieses Gameplay Fluch und Segen gleichzeitig. Der Moment ist jeweils nervenaufreibend, aber alles bis dahin ist in der Regel unheimlich langweilig. Es lässt dem Spieler aber auch viel Freiraum, ob man nun vorsichtig schleichen oder "Guns blazing" in einen belebten Ort rauscht. Alleine spielen lohnt sich allerdings selten, denn dann sind die Spieler noch mehr verteilt. Mit einem guten Squad macht's aber durchaus Spass.

Ich ha nöd gern, wenns chlöpft...

Ich ha nöd gern, wenns chlöpft...

Was PUBG aber zurückhält, ist die unterirdische Technik. Mal abgesehen davon, dass der Artstyle abgrundtief hässlich ist mit seinen verwaschenen Texturen und dem platten Lighting, funktioniert das Spiel nur selten so, wie es sollte. Die Weitsicht ist eine Katastrophe, denn es kümmert sich einen Dreck, die Karte in einer angemessenen Zeit zu laden. Die Kollisionsabfrage der Schüsse ist ebenfalls mies. Stellenweise trifft man die Gegner super, dann ballert man ein ganzes Magazin in sie. Allerdings ist es da fair, denn es geht in der Regel beiden Spielern gleich.

Die Framerate ist nicht einmal auf einer Xbox One X stabil, schon gar nicht beim Autofahren. Da röchelt die Kiste unter dem Fernseher schlimmer als bei einem grafisch anspruchsvollen Game. Zielen lässt sich schon, aber nur unheimlich träge, was auf die mangelhafte Framerate zurückzuführen ist. Und Apropos Xbox: Der Konsolenport ist nicht gut. Navigieren im Menü ist fummelig und die Tastenbelegung seltsam. Keine Ahnung, wer sowas für eine gute Idee hielt.

Drinnen ist's halt doch schöner.

Drinnen ist's halt doch schöner.

Und trotz all diesen verheerenden technischen Kritikpunkten begeistert es die Massen. Das simple, jedoch unheimlich clevere Spielprinzip packt. Wäre PUBG nun technisch kein totaler Reinfall, wäre es ein richtig tolles Spiel. In diesem Zustand können wir's zumindest auf der Konsole aber nicht empfehlen.


Fazit

PUBG überzeugt mit einem zwar simplen, doch cleveren Spielprinzip und vor allem gegen Ende der Runde jeweils mit nervenaufreibenden Gameplay. Allerdings ist es unheimlich hässlich und funktioniert alles andere als gut. Der Konsolenport ist misslungen, die Framerate holpert und die Ladezeiten sind eine Frechheit. Ist PUBG einmal in einem spielbaren Zustand, macht es mit einer guten Gruppe durchaus Spass.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

26.11.2018 / nna

Community:

Bewertung: 3.2 (3 Bewertungen)

 

 

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