Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 - Road to Boruto (2017)

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 - Road to Boruto (2017 / Addon)

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PS4-Review: Das Ende einer Ära

Wie der Vater, so der Sohn?
Wie der Vater, so der Sohn? © Bandai Namco Entertainment

Noch bevor die Remakes der kompletten Sammlung angekündigt wurden, durften sich Naruto-Fans über ein letztes Highlight der Ninja-Stom-Reihe freuen. Die Rede ist von Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 - Road to Boruto, das mit zusätzlichen Inhalten sowie einer Boruto-Episode daherkommt, in der - angelehnt an den Film - die Geschichte von Narutos Sprössling erzählt wird.

Enttäuscht von seinem alten Herrn, weil dieser aufgrund seiner Tätigkeit als Ho-Kage (endlich hat es Naruto also doch geschafft) kaum Zeit für ihn und seine Schwester findet, bittet Boruto von Frust und Unzufriedenheit getrieben ausgerechnet Sasuke um Hilfe. Sein Ziel ist es, stärker zu werden, um endlich von seinem Vater beachtet zu werden.

CyberConnect2 ist es gelungen, jedem Spiel der Reihe einen eigenen Touch zu geben. Dabei konnte man sich spielerisch ständig verbessern und die emotionale und packende Erzählung perfekt einfangen. Ninja Storm 4 inklusive der umfangreichen Boruto-Erweiterung repräsentiert den krönenden Abschluss dieses Prozesses. Mit diesem Spiel geht eine der besten spielerischen Lizenz-Umsetzungen überhaupt zu Ende. Boruto hat aber einiges an Potenzial und es werden sicher weitere Spiele folgen - wir freuen uns darauf!

Auch ich werde Ho-Kage, oder sowas Ähnliches.
Auch ich werde Ho-Kage, oder sowas Ähnliches. © Bandai Namco Entertainment

Borutos Geschichte verbindet den Abenteuer-Modus von Teil 4 mit einer Geschichte ganz im Stile des ersten Ninja-Storm-Titels. Boruto kann dabei Haupt- und Nebenmissionen erfüllen, Gegenstände sammeln und natürlich zahlreiche Kämpfe bestreiten. Der Abschluss der Serie fühlt sich gut an, weil sich damit endlich der Kreis schliesst und Fans des Animes und der Spielreihe einen Einblick bekommen, was aus ihren liebsten Charakteren geworden ist. Es macht Spass, mit neuen Charakteren das Dorf sowie die Ninja-Welt erneut zu besuchen oder besser, einander melancholisch zu begegnen. In diesem Sinne stört es letztendlich kaum, dass die Geschichte selbst eher mager ist und zudem die typische emotionale Bindung vermisst wird.

Spielerisch bietet die Erweiterung nebst neuen spielbaren Figuren und Schauplätzen auch alle anderen DLC-Abenteuer, welche gut und gerne einige Stunden in Anspruch nehmen. Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche Versus-Modi (z.B. Survival, Turnier usw.), Individualisierungsmöglichkeiten sowie die unterhaltsamen und fordernden Kämpfe.

Hier komme ich!
Hier komme ich! © Bandai Namco Entertainment

Nebst dem lokalen Gekloppe an einem Fernseher steht natürlich auch ein Online-Modus bereit. Die Verbindungsprobleme oder Unterbrüche während der Kämpfe wurden deutlich minimiert, die nervigen Gegner dagegen, welche nur Moves spammen und so den Spielspass trüben, sind noch immer vorhanden. Glücklicherweise gibt es auch online einen Singleplayer-Modus, bei dem man gegen den CPU antreten kann und zwar in Form von zeitlich begrenzten Events. Diese sind relativ abwechslungsreich (z.B. in Form von Turnieren, Survival usw.) und bieten mit speziellen Belohnungen einiges an Motivation, was ebenfalls nicht schaden kann.

Das Spiel wird der Anime-Serie optisch überaus gerecht, mit tollen Charakterdesign, gut umgesetzten Schauplätzen und einem stimmigen Gesamtbild. Zudem punktet das Spiel mit Originalton, wobei auch die englische Sprachausgabe, auch wenn Tonspur und Lippenbewegungen oftmals nicht synchron sind, einen überzeugenden Eindruck hinterlässt. Die Steuerung macht ebenfalls einen guten Eindruck, weil die Tastenbelegung, welche glücklicherweise nicht überladen ist, und die Reaktionszeit gelungen sind.

/ Antonio Prosperati [pan]