Metroid: Samus Returns (2017)

Metroid: Samus Returns (2017) 3DS-Review

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Darf ich vorstellen: Samus Aran. Kopfgeldjägerin.

Darf ich vorstellen: Samus Aran. Kopfgeldjägerin.

Ach, was waren das für Zeiten, die Neunziger. Nintendo bescherte uns den Game Boy, versorgte uns mit absoluten Klassikern und machte unser aller Lieblingshobby mobil. Zu dieser Zeit erschien auch der zweite Teil der Metroid-Saga Return of Samus. Nach über 25 Jahren haben es sich die Jungs von Mercury Steam zur Aufgabe gemacht, den alten Teil zu erneuern und einer neuen Generation von Gamern zugänglich zu machen.

Die Kopfgeldjägerin Samus Aran hat sich kaum von ihrem ersten Auftrag im Kampf gegen Motherbrain und die Weltraumpiraten erholt, schon wird ihr von der Galaktischen Föderation ein neuer Auftrag zugeteilt. Die Plage durch die insektenartigen Metroids breitet sich im Universum aus, und zu allem Überfluss beginnen die Schädlinge zu mutieren. Schafft es der Klassiker von damals auch heute noch, die Fangemeinde zu begeistern oder bleibt es doch nur eine weitere Neuauflage, die versucht, an die Erfolge vergangener Tage anzuknüpfen?


Rating: Nintendo 3DS

Story

Das neue Metroid-Spiel ist der heisse Scheiss für den 3DS.

Das neue Metroid-Spiel ist der heisse Scheiss für den 3DS.

Da das Original noch ein 8-Bit-Game Boy-Spiel ist, bleibt nicht viel Platz für grosse Erzählungen. Daher wird uns bereits zu Beginn alles mitgeteilt, was wir wissen müssen. Das reicht bereits vollkommen, um für ein paar spannende Stunden zu sorgen.

Nach den Ereignissen des ersten Teils schienen die Metroids vernichtet, doch die Galaktische Föderation hat sich geirrt. Gewaltig sogar. Die Metroids verbreiten sich im Universum, beginnen zu mutieren und saugen den Lebewesen, denen sie begegnen, sämtliche Lebenskraft aus. Ein Elitetrupp mit der Aufgabe, dieser Plage Einhalt zu gebieten, wird zum Planeten SR-388 geschickt. Kurz nach der Landung verliert die Föderation jedoch den Kontakt zum Trupp und muss vom Schlimmsten ausgehen. Zeit für Plan B und die letzte Hoffnung des Universums. Als Samus Aran werden wir ausgesandt, alle Metroids auf den Planeten zu vernichten. Nur kurz nach dieser Sequenz beginnt unsere Mission auf dem geheimnisvollen Planeten.

Gameplay

Huuuuiiii!

Huuuuiiii!

Spielerisch orientiert sich Metroid: Samus Returns an seinem Original und bietet uns das klassische Metroidvania-Erlebnis. Wir erkunden weitläufige 2D-Levels, rüsten unseren Charakter auf und finden nützliche Gadgets. Aber statt das alte Spiel einfach zu kopieren, hat Mercury Steam das Grundgerüst genommen und sinnvoll modernisiert.

Anstatt mit neuen Gadgets in fremde Gebiete vorzudringen, müssen wir in jedem Bereich eine gewisse Anzahl Metroids erlegen, was viel unterhaltsamer ist, als es sich nun anhört. Der Kampf gegen jeden Metroid bildet einen kleinen Bosskampf. Alle Metroids besitzten ein anderes Leveldesign, und andauernd stossen wir auf neue Variationen dieser kleinen Plagegeister.

Poow!

Poow!

Zu den alten Fähigkeiten von Samus wie dem Morph-Ball, der Missile oder den Charge-Beam gesellen sich diverse Super-Varianten, welche erst in späteren Teilen vorkamen, sowie die komplett neuen Aeion-Fähigkeiten. Bei diesen handelt es sich um Spezialfähigkeiten, welche besonders stark und nützlich sind, wie zum Beispiel ein Scanner, der für uns die Map aufdeckt. Das beste im neuen Arsenal von Samus bildet jedoch ihr Nahkampfangriff. Mit diesem lassen sich angreifende Gegner zurückschlagen und stunnen, damit wir gezielt draufballern können.

Trotz all dieser Neuerungen legt das Spiel viel Wert auf Erkundungstouren. Da wir ausser der Introsequenz kaum weitere Informationen erhalten, bleibt uns kaum eine andere Wahl, als alle Ecken der Map zu erkunden. Mit jeder neuen Fähigkeit lassen sich neue, bisher verschlossene Wege beschreiten, wo wir allerhand neue Dinge entdecken können. Ein kleines Manko hat sich dennoch eingeschlichen, und zwar die Steuerung mit dem 360-Grad-Zielsystem. Da wir mit dem Schiebepad auf unsere Gegner zielen und diese einfach nicht stillstehen wollen, geht oft mal ein Schuss daneben. Zum Glück haben wir hier noch unsere Nahkampfattacke, nach welcher Samus den Gegner automatisch anvisiert und uns so eine präzise, tödliche Salve abfeuern lässt.

Technik

Je grösser das Metroid, desto grösser die Explosionen.

Je grösser das Metroid, desto grösser die Explosionen.

Wie schon auf der spielerischen Seite ist Metroid: Samus Returns auch technisch eine absolute Wucht auf dem 3DS. Für 3DS-Verhältnisse schaut das Spiel wunderschön und detailiert aus, so dass man sich glatt einen Port auf der Switch wünscht.

Alle Modelle wurden als 3D-Elemente gerendert und lassen sich dadurch visuell absolut top in Szene setzen. Die einzelnen Gebiete wurden abwechslungsreich designt und laden förmlich zum Erkunden jedes Raumes ein. Der Soundtrack wurde atmosphärisch und dezent komponiert, so dass er selbst nach langen Erkundungstouren dem Spieler nicht auf die Nerven geht, sondern die drückende Stimmung des Höhlenkomplexes perfekt unterstreicht.


Fazit

Hat es Metroid: Samus Returns geschafft, den Charme seines Originales einzufangen? Nein. Es hat die Vorlage in jeder Hinsicht übertroffen und renoviert, so dass sich uns hier nicht eine blosse Neuauflage bietet, sondern eine komplett neue Spielerfahrung. Durch das flüssige Gameplay und die kleinen Neuerungen an den richtigen Stellen hat es Mercury Steam geschafft, den Game-Boy-Klassiker für den 3DS zu perfektionieren. Ausser der manchmal etwas hackeligen Steuerung gibt es an dem Spiel gar nichts auszusetzten. Es ist etwas vom Stärksten, das der Handheld-Markt gerade zu bieten hat. Jedem, der einen 3DS sein eigen nennt, sei der neuste Metroid-Ableger nicht nur empfohlen, sondern als ein Must-Buy ans Herz gelegt. Selten ist es einer Neuauflage so gelungen, ein eigenes kleines Meisterwerk zu schaffen.

28.10.2017 / fum


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Bewertung: 4.5 (1 Bewertung)

 

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1 Kommentar

OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

Spielspass:

Bewertung: 5.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 4.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 4.0

(25%)