L.A. Noire (2017)

L.A. Noire (2017) Xbox One-Review

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Nette Karre!

Nette Karre!

Das Open-World-Game L.A. Noire ist eine überarbeitete Neuauflage des 2011 erschienenen Third-Person-Actioners L.A. Noire. Publisher Rockstar Games, vor allem bekannt für die GTA-Reihe, hatte das Game zusammen mit Team Bondi entwickelt.

Wie der Titel schon verrät, ist Hauptschauplatz die kalifornische Stadt Los Angeles, und zwar im Jahr 1947, direkt in der Nachkriegszeit. Der Gamer übernimmt die Rolle eines Detektivs im Los Angeles Police Department, der eine Mordserie untersuchen soll. Beim Release vor sechs Jahren wurde das Spiel gefeiert und überzeugte Kritiker und Publikum. Was bietet Rockstar Games in der Neuauflage?


Rating: Microsoft Xbox One

Story

Hände hoch!

Hände hoch!

Die Story ist im Wesentlichen die gleiche geblieben. Die Erzählung ist episodisch, der junge Polizist Cole Phelps will die von Kriminalität, aber auch von Wohlstand gezeichnete Stadt zusammenhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, untersucht er Kriminalfälle und befragt Verdächtige, und je nachdem, wie erfolgreich er ist, beeinflusst er damit, wie viel ans Licht kommt.

Die Episoden sind unter anderem vom Film noir und von berichteten Kriminalfällen in Los Angeles von 1947 inspiriert. Die Charaktere wirken verbittert, befremdend und hinterhältig, was sie insgesamt sehr glaubhaft erscheinen lässt. Wer diese Storytelling-Elemente des Film noir liebt, ist hier genau richtig.

Gameplay

Es war der Koch!

Es war der Koch!

Das Label Rockstar Games trügt hier ein wenig. Ein GTA-ähnliches Spiel darf nicht erwartet werden. Zwar wird L.A. Noire als Action-Adventure-Game bezeichnet, allerdings ist es um Action eher dürftig bestellt. Die meiste Zeit ist Cole Phelps mit Investigativarbeiten beschäftigt. Der Tagesablauf scheint aus einem Krimi zu sein: Zum Tatort gehen, Leiche untersuchen und Hinweise abchecken. Dann beginnt die Fragerei. Aussagen und Körperreaktionen wollen genau beobachtet sein. Diese muss Cole Phelps analysieren und interpretieren. Wahrheit? Lüge? Zweifel? Motive? Behauptungen müssen Beweise folgen. Darin ist L.A. Noire nach wie vor eine Klasse für sich und in seiner Art einzigartig. Doch die Problemstellungen sind monoton, und es erfordert meistens nicht viel Kreativität, die Lösungen zu erkennen.

Für das Vorankommen in der Story wird der Spieler mit dem Freischalten von Spezialfähigkeiten und neuen Anzügen belohnt. Nebenher können versteckte Romane oder goldene Schallplatten gesammelt werden. Das ist aber nicht wirklich ein neues Feature, das den Inhalt zum ursprünglichen L.A. Noire entscheidend verbreitert oder vertieft.

Technik

Nachts in L.A.

Nachts in L.A.

Die technisch überarbeitete Version ist der aktuellen Konsolen-Generation angepasst worden. Die bessere Auflösung ist deutlich erkennbar, was Beleuchtungs- oder Wettereffekte noch detailreicher ausgestaltet. Die düstere Bildsprache, die salonartige Musik - all das sind komplettierende Elemente einer stimmigen Atmosphäre eines Film-noir-Games. Das Spiel läuft rund und ohne Ruckler.

Vor sechs Jahren wurde L.A. Noire dem Hype um die damals neuartige MotionScan-Technologie gerecht. Die Lippen bewegten sich synchron zu den Stimmen, und die Gesichter lassen echte Emotionen ablesen. Dies hat sich in der Neuauflage nicht geändert - die Synchronisation überzeugt nach wie vor. Auch die Option, das Game in Hommage an den Film noir in Schwarzweiss zu spielen, ist erhalten geblieben.


Fazit

Das aufgehübschte L.A. Noire ist ganz nett anzusehen. Da werden sechs Jahre technische Veränderungen sichtbar. Aber dabei ist es mehrheitlich geblieben. Ansonsten ist das Spiel zum grössten Teil wie das Original. Wer auf den Film-noir Stil-steht, wird L.A. Noire lieben.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

05.02.2018 / sar

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Bewertung: 4.5 (1 Bewertung)

 

 

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