Injustice 2 (2017)

Injustice 2 (2017)

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PS4-Review: Das gute "Batman v Superman"

Nimm die Rechte, Blondie!
Nimm die Rechte, Blondie! © Entwickler / Publisher

Wenn es jemand versteht, Prüglern eine Story zu geben, dann ist das NetherRealm. Bereits mit Mortal Kombat zeigten sie ihre Fähigkeiten, doch das Highlight in Sachen Storytelling erreichte das Studio mit Injustice: Gods among us. Bis jetzt.

Injustice 2 setzt noch eine Schippe drauf, und zwar quantitativ wie auch qualitativ. Schön vorbereitet vom ersten Teil, geht der Konflikt um Superman gegen Batman, Multiversen und die Justice League in die nächste Phase.

Hut ab, NetherRealm! Injustice 2 bietet ein volles Paket für Fans des Genres: Eine umfangreiche Story, zahlreiche Modi, Modifikatoren und eine stabile Online-Komponente sorgen für Langzeitmotivation. Nicht nur das: Auch qualitativ kann das Spiel mit den besten der Klasse mithalten. Die Kämpfe sind spektakulär und abwechslungsreich und bieten viel Spielraum, um eure Skills zu verbessern. "Leicht zu erlernen, schwer zu meistern", ist hier die Devise, und ein guter Einstieg bietet der Story-Modus. Der ist jedoch so viel mehr als nur ein Tutorial, sondern im Grunde das Herz des Spiels. Mit einer spannenden Geschichte und ansprechender Spieldauer haben so auch Solisten gute Argumente für Injustice 2.

Story

Du hast mein Bier verschüttet!
Du hast mein Bier verschüttet! © Entwickler / Publisher

Mit über acht Stunden ist der Story-Modus ungewöhnlich lang. Doch nicht nur quantitativ spielt er in der höchsten Liga. Präsentation, Inszenierung und Mimik, aber auch das Voice-Acting mit Kevin Conroy als Batman ist auf höchstem Niveau. Die Erzählung beschränkt sich nicht wie sonst üblich auf wenige Sekunden dauernde Einspieler vor einem Kampf. Die Sequenzen gehen teilweise über mehrere Minuten und bieten spannende Wendungen bis hin zu einem explosiven Finale samt alternativem Ende.

Gameplay

Spielerisch bietet Injustice 2 fast schon gewöhnliche Kost. Bitte nicht falsch verstehen: Das Game ist ein mehr als solides Beat 'em up, aber es verlässt sich sehr stark auf das System des Vorgängers. Hier habt ihr nun drei Knöpfe für schwache, mittlere und starke Angriffe, die ihr mit verschiedenen Variationen zu Kombos verbinden könnt.

Wieder mit an Bord sind die Super-Angriffe, die den Lebensbalken des Gegners drastisch reduzieren. Zwar können sie einfach geblockt werden, aber ihre Inszenierung ist bombastisch. Zudem findet ihr auch das Wettsystem aus Gods Among Us, wo ihr den Super-Balken aufs Spiel setzen könnt, um dem Gegner Lebensenergie abzuringen.

Ich kriege den Sitzplatz!
Ich kriege den Sitzplatz! © Entwickler / Publisher

Neben dem Story-Modus glänzt der Multiverse mit täglichen Aufgaben und Modifikatoren. So entstehen laufend neue Herausforderungen gegen eine gute KI, die auch mal selber austeilen kann. Mit jeder Aufgabe verdient ihr Erfahrungspunkte und Loot-Kisten. Letztere enthalten Ausrüstungsgegenstände, die an euer Level gebunden sind und die ihr daher am besten sofort nutzt.

Negativ fällt das undurchsichtige Währungssystem mit mehreren Währungen auf. Eine davon kann gegen Echtgeld hinzugekauft werden und bietet euch die Möglichkeit, alternative Skins freizuschalten oder Figuren auf Level 20 zu bringen. Kein Pay-to-win, aber ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

Multiplayer

Wie bei allen Spielen dieses Genres macht Injustice 2 auf der Couch mit Freunden immer noch am meisten Spass. Für die Stunden alleine bietet der Online-Modus zahlreiche Möglichkeiten, um sich auszutoben. Neben Ranked/Unranked Matches könnt ihr Lobbys erstellen, um euch gegen andere zu messen.

Technik

Probier's nur!
Probier's nur! © Entwickler / Publisher

Injustice 2 sieht grossartig aus. Besonders in den Videosequenzen kann man die Leistung der Unreal Engine 4 bewundern, doch auch im Spiel kann sich die Technik sehen lassen. Zwar gibt es bei den Super-Angriffen kurze Stürze der Bildrate, ansonsten läuft das Game jedoch in flüssigen 60 Bildern pro Sekunde.

Musikalisch gibt sich der Prügler keine Blösse, doch die wahren Stars im sonorischen Bereich sind die hochprofessionellen Sprecher, die auch auf Deutsch eine solide Performance abgeben.

Alejandro Garcia [ale]

Alejandro schreibt und redigiert im Games-Bereich seit 2009 für OutNow. Sein Einflussbereich ist die Konsole, wo er Militär-Shooter und Racer mit Erfolg vermeidet. Dafür verschlingt er alles, was FromSoftware ihm vorsetzt.

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