Fury Unleashed (2017)

Fury Unleashed (2017)

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PS4-Review: 2D-Ballerei für Ausdauernde

«Mund auf für meine Raketen!»
«Mund auf für meine Raketen!» © Awesome Games Studio

Bei Fury Unleashed kommen sogleich Erinnerungen an die Spieleautomaten hoch, wie sie früher in jedem Selbstbedienungsrestaurant standen. Der Held prügelt und schiesst sich durch verschiedene Levels, immer ahnungslos was sich hinter der nächsten Verbindungstür befindet. Dabei ist wichtig das Tempo stets hochzuhalten und so möglichst viele Combo-Punkte zu sammeln.

Fury Unleashed ist ein spielbarer Comic, bestehend aus einer Mischung von Beat 'em up und Jump'n'run-Action, mit typischen Rogue-like Elementen. Doch kann ein Game mit solchen Eigenschaften heute noch überzeugen?

Dieser Titel ist eine willkommene Abwechslung zu den sonstigen hochkomplexen und storylastigen Games, die es aktuell auf dem Markt gibt. Das (zu) simple Gameplay und die einfache Steuerung erinnern an längst vergangene Tage in Spielsalons, lassen Fury Unleashed aber keinesfalls verstaubt wirken. Der Koop-Modus sorgt für viele zusätzliche Spielstunden, vollgepackt mit epischen Schlachten. Auf in den Kampf!

Huch, ist die Farbe ausgegangen?
Huch, ist die Farbe ausgegangen? © Awesome Games Studio

Zu Beginn kämpft sich der Held durch den Dschungel. Dabei wird er von riesigen Mücken und allerhand feuerspeienden Geistern verfolgt. Das Ziel ist jeweils den Ausgang zum nächsten Level zu finden und dabei möglichst wenig Schaden zu nehmen. Die Levels sind immer gleich gross und der Ort an dem sich der Ausgang befindet, ist nach einigen Durchläufen offensichtlich. Nur die Anordnung der Räume innerhalb des Levels ändert sich bei jedem Neustart zufälligerweise. Dieser Aspekt sorgt für viel Abwechslung und ermutigt einen dazu nach jedem Tod des Helden, das Level noch einmal zu versuchen. Jeder Comic ist zudem einem anderen Themenbereich gewidmet.

Auch auf dem untersten Schwierigkeitsgrad verlangt Fury Unleashed eine ordentliche Portion Geschicklichkeit. Wer diese nicht besitzt, sollte zumindest anfänglich genügend Ausdauer mitbringen. Denn nach jedem Heldentot startet das Game wieder bei Level 1. Sehr gelegen kommen daher die verschiedenen, in den Levelräumen positionierten Kisten, die Waffen und Ausrüstungen beinhalten. Dank diesen wird unser Held robuster und schlagkräftiger. Zudem können im Spiel Punkte gesammelt werden und gegen Fähigkeitsupgrades, die den Helden permanent verbessern, getauscht werden. Diese Aspekte geben zumindest dem potentiellen Frustfaktor Gegensteuer.

Angriff der Mars-Drachen
Angriff der Mars-Drachen © Awesome Games Studio

Die Steuerung von Fury Unleashed könnte nicht simpler sein. Mit wenigen Tasten bewegt und kämpft sich der Held durch die Scharen von Gegnern. Kombinationen gibt es ausser dem Doppelsprung keine. Zusätzlich können eine Zielhilfe und automatisches Feuern aktiviert werden. Hier wäre etwas mehr Umfang wünschenswert, doch das Ganze funktioniert auch so ganz gut. Die Grafik besticht durch viel Liebe zum Detail und Kreativität. Der Soundtrack und die Spezialeffekte sind eingängig und untermauern die Ambitionen von Fury Unleashed, zu einem echten Game-Highlight zu werden.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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