Dragon Quest XI: Echoes of an Elusive Age (2017)

Dragon Quest XI: Echoes of an Elusive Age (2017)

Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals
  1. , ,

Switch-Review: Die Rückkehr einer jungen Legende

Es werde Licht!
Es werde Licht! © Entwickler / Publisher

Mit dem Release von Dragon Quest XI: Echoes of an Elusive Age (2017) kehren der Lichtbringer und seine Gang zurück auf ein «Handheld». Das JRPG, das ursprünglich für 3DS und PS4 in Japan lanciert wurde, schaffte es letztes Jahr nämlich lediglich mit einer Sony-Version in unsere Breitengrade. Mit der «Definitive Edition», welche alle 3DS-Inhalte sowie weitere Neuerungen und zusätzliche Geschichten beinhaltet, schliesst sich nun der Kreis.

Der Held der Geschichte wächst unwissend und wohlbehütet in einem kleinen Bergdorf auf. Seine Bestimmung ist jedoch eine andere ,und als eines Tages seine Kräfte erstmals erwachen, bricht er auf, dieser Bestimmung zu folgen. Das Abenteuer, das folgt, bringt ihn kreuz und quer durchs Land, von sandigen Wüsten über Unterwasserstädte bis hin zum Ursprung aller Leben, dem Weltenbaum selbst. Schicksalsschläge, böse Überraschungen und Verrat warten hinter jeder Ecke.

Lohnt sich die «Definitive Edition» überhaupt, wenn man die PS4-Fassung bereits beendet hat? Die klare und deutliche Antwort: absolut. Die neue Version nimmt die tolle Geschichte und Inszenierung, die liebenswerten Charaktere sowie das unterhaltsame Gameplay von Dragon Quest XI und erweitert diese mit einem alternativen 2D-Modus sowie weiteren Ereignissen und neuer Musik gekonnt weiter - und das sogar für unterwegs. Für Fans der Reihe oder von JRPG im Allgemeinen führt kein Weg an diesem Meisterwerk vorbei. Wer sich an das Genre schon immer mal wagen wollte, wird hier ebenfalls bestens bedient.

Auf ins Abenteuer!
Auf ins Abenteuer! © Entwickler / Publisher

Die Geschichte des Lichtbringers ist trotz der abgedroschenen Prämisse «Held rettet die Welt» noch immer eine der besten Erzählungen, welche die Dragon-Quest-Reihe hervorgebracht hat. Die abenteuerliche Reise zieht mit vielen Höhen und Tiefen sämtliche Register und unterhält auf höchstem Niveau. Unterstützung erhält sie zudem durch die faszinierende Welt voller Mysterien, lebhafter Figuren und entdeckenswerter Überraschungen. Die ohnehin schon sehr liebenswürdigen Begleiter kommen in dieser definitiven Version mit weiteren Geschichten und Missionen sogar noch mehr zur Geltung, womit das ohnehin schon umfangreiche und packende Rollenspiel nur noch mehr zu bieten hat.

Der massive Umfang würde jedoch kaum was bringen, wenn das Gameplay oder die Technik nicht mithalten würden. Glücklicherweise ist die Technik einwandfrei. Nicht nur sieht das Spiel super aus, es läuft auch sehr flüssig, und zwar sowohl im Handheld als auch im Dock-Modus. Die Sprachausgabe, egal ob Japanisch oder Englisch, sowie die Orchestermusik sind nicht nur äusserst gelungen, sondern hauchen dem Erlebnis Leben ein und sorgen so für eine tolle Atmosphäre.

Allzeit bereit, die Gefahren lauern überall.
Allzeit bereit, die Gefahren lauern überall. © Entwickler / Publisher

So gelungen die Umsetzung auch ist: Dass die Namen der Charaktere in den deutschen Bildschirmtexten noch immer nicht kongruent zu den englischen der Sprachausgabe sind, ist äusserst bedauerlich. Wieso man so etwas Banales, aber Nervendes nicht korrigiert hat, ist schleierhaft und kaum nachzuvollziehen. Darunter leiden nicht nur die sonst guten Zwischensequenzen, sondern auch die Immersion als Ganzes. Die Hinzunahme des nostalgischen 2D-Designs tröstet nur teilweise darüber hinweg, weil die Handhabung enorm umständlich ist.

Zurück in die Retro-Zeit!
Zurück in die Retro-Zeit! © Entwickler / Publisher

Im Gegensatz zur technischen Umsetzung überzeugt das Gameplay auf der gesamten Linie. Trotz der äusserst langen Spielzeit gibt es so gut wie nie Ermüdungserscheinungen. Das liegt daran, dass die Welt zum Erkunden einlädt, die Gegner vielseitig und die rundenbasierten Kämpfe kurzweilig sind. Die Figuren und ihre jeweiligen Waffen und Fähigkeiten tragen einiges dazu bei, dass man stets motiviert ist, sich weiterzuentwickeln, neue Rüstungen zu schmieden oder sein hart verdientes Geld auszugeben.

Natürlich warten zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen, welche aber zu keiner Zeit sich als lästig oder sinnlos anfühlen. Alles in allem hält die spielerische Komponente mit der Erzählung mit und rundet somit das JRPG erfolgreich ab.

/ pan