Agents of Mayhem (2017)

Agents of Mayhem (2017) PS4-Review

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Team Franchise Force bricht auf

Team Franchise Force bricht auf

Der Videospielentwickler Volition hat sich mit Red Faction und Saint's Row einen Namen gemacht, auch deshalb schon, weil fast ausnahmslos an diesen beiden Reihen gearbeitet wurde. Jetzt erscheint mit Agents of Mayhem endlich eine neue IP, die zwar als Spin-off des Hits Saint's Row angepriesen wird, aber ein komplett anderes Spielerlebnis bieten soll. Mit zahlreichen unterschiedlichen Helden, allesamt mit eigenen Waffen und Fähigkeiten, muss jetzt nämlich die Welt gerettet werden.

Nachdem die Schurkenorganisation Legion mit Hilfe ihrer kriminellen Supergenies und Gössenwahnsinnigen, allen voran Doktor Babylon, die Weltherrschaft an sich gerissen hatte, begann Persephone Brimstone, überall auf der Welt neue Agenten für ihre Rebellenorganisation Mayhem zu rekrutieren. Die zusammengewürfelte Truppe aus Hooligans, Yakuzas, Soldaten und Söldnern versucht mit allen Mitteln Legion Einhalt zu gebieten und die Welt zu befreien.


Rating: Sony PlayStation 4

Story

Madden spielt sich dieses Jahr leicht anders.

Madden spielt sich dieses Jahr leicht anders.

Mayhem kommt im Gegensatz zu Saint's Row 4 deutlich bodenständiger und braver daher. Die Geschichte ist eher banal. Die Charaktere mitsamt ihrer einzigartigen Art sowie den witzigen Hintergrundgeschichten wissen aber zu gefallen und lenken so auch von der mageren Geschichte ab. Die Dialoge fallen ebenfalls humorvoll aus, und auch die Präsentation mit Trickfilm-Sequenzen fühlt sich erfrischend anders an.

Obwohl die Mischung letztendlich gelungen ist, wird man das Gefühl nicht los, dass Volition deutlich stärker auf die etablierte Saint's-Vorlage hätte setzen und mit Mayhem mehr in Richtung moderner Warriors-Spinoffs (z.B. Dragon Quest oder Zelda) hätte gehen können.

Gameplay

Schnell und frech.

Schnell und frech.

Mayhem ist ein Mischmasch unterschiedlicher Inhalte und Konzepte. Mit Seoul wartet eine relativ grosse, offene Stadt, die zudem versteckte Schätze und Kristallsplitter, wiederkehrende Aktivitäten (u.a. Verstecke und Rennen) sowie natürlich alle relevanten Kampagnen- oder Charakter-Missionen beinhaltet. In der ARK-Basis können übergreifende und charakterbezogene Updates gekauft und verwaltet, VR-Aufgaben absolviert sowie Charaktere angepasst und Teams zusammengestellt werden.

So gut Inhalt und Umfang auch sind, so holprig ist die spielerische Umsetzung. Auf den ersten Blick scheint alles zu stimmen: Die Charaktere mit all ihren Eigenheiten sorgen für tolle Action, das Leveln und die Suche nach besseren Gadgets sind ebenfalls motivierend, und es wird sonst einiges geboten. Schon nach kurzer Zeit muss man aber feststellen, dass die Action trotz allem auf einem eher oberflächlichem Niveau bleibt und die Aufgaben zu repetitiv sind, insbesondere die immer gleich verlaufenden Legion-Verstecke.

Durch diese ständige Wiederholung sowie zahlreiche kleinere und grössere Mankos (u.a. Fahrgefühl, Missionsdesign, unnötige Fahrten), welche ebenfalls nicht förderlich sind, dürfte bei vielen die Luft schnell draussen sein

Technik

Diese neuartigen Discokugeln lassen zu wünschen übrig.

Diese neuartigen Discokugeln lassen zu wünschen übrig.

Seoul sieht ganz hübsch aus, genauso wie die Charakter- und Automodelle, wobei auch der typische Saint's-Effekt nicht von der Hand zu weisen ist. Die Sprachausgabe mit den unterschiedlichen Akzenten und Dialekten ist gelungen, das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten. Die Musik ist kaum nennenswert, Bugs und Glitches gehören zur Tagesordnung, und auch sonst beeindruckt das Spiel nur bedingt. Volition veröffentlicht zumindest fleissig Patches, die Technik dürfte also besser werden.


Fazit

Agents of Mayhem hat gute, grossartige aber auch schlechte und miserable Momente. Die Mischung aus Overwatch und Battleborn im Saint's-Universum punktet mit solidem Konzept, gutem Aufbau sowie massivem Umfang, schwächelt aber beim Gameplay, und das, obwohl alle Helden und Fähigkeiten sowie die eigentliche Spielidee sehr unterhaltsam sind. Das Fehlen von Koop- und Online-Modus ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, womit deutliche Abzüge in der Gesamtwertung verbunden sind. Trotzdem: Wer mal was anderes als die übliche Online-Mehrspieler-Kost haben möchte, sollte - ohne allzu grosse Erwartungen - einen Blick riskieren.

12.10.2017 / pan


Community:

Bewertung: 3.5 (1 Bewertung)

 

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1 Kommentar

OutNow.CH:

Bewertung: 3.5

Spielspass:

Bewertung: 4.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 3.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 3.0

(25%)