1-2-Switch (2017)

1-2-Switch (2017) Switch-Review

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Diese Stadt ist nicht gross genug für uns beide...

Diese Stadt ist nicht gross genug für uns beide...

Wolltest du dich schon immer mal mit einem Controller rasieren? Oder mit einem Freund auf Revolverheld machen, ohne ihn umzubringen? Oder hat es dich schon immer interessiert, wieviele nicht-existierende Kugeln in einen Joy-Con passen? Dann ist 1-2-Switch dein Spiel! In 28 Minispielen kannst du mit deinen Freunden und Freundinnen um die Wette rasieren, schwertkämpfen oder würfeln.

Was Nintendo bereits mit der Wii U versuchten, führen sie mit der Nintendo Switch nun konsequent weiter. Die Konsole kann sowohl am Fernseher als auch unterwegs benutzt werden - oder aber in einem dritten Modus, dem Tabletop-Modus. Sowohl diese als auch weitere Funktionen der Switch werden mit 1-2-Switch vorgestellt. Unter anderem die Controllervibration oder die von der Wii bekannten Motion Controls.


Rating: Nintendo Switch

Gameplay

Wanna ping pong?

Wanna ping pong?

Die Idee von 1-2-Switch ist simpel: zwei Spieler, je ein Joy-Con und ein simples Duell, sei dies nun Tresorknacken, Luftgitarre spielen oder Auf-der-Stelle-Rennen. Der Bildschirm der Switch wird auf einer Ablage abgestellt und dient lediglich als eine Art Anzeigetafel. Man wird stets darauf hingewiesen, dass man nicht auf den Bildschirm schauen solle, sondern seinem Gegenüber in die Augen.

Die 28 Minispiele, die 1-2-Switch enthält, reichen von ziemlich clever bis zu einfallslos, also über das gesamte Qualitätsspektrum. In erster Linie steht dabei die Funktionalität der Joy-Cons im Vordergrund. So gilt es in einem Minispiel zu erraten, wie viele Kugeln im Controller sind, indem man ihn hin und her bewegt. Dieser Effekt ist vor allem beim ersten Mal ausprobieren echt eindrucksvoll, auf längere Zeit ist es aber einfach ein Gimmick.

Shake it off!

Shake it off!

Und genau dies trifft eigentlich auf das ganze Spiel zu: Es ist ein grosses, überteuertes Gimmick. Während bei Wii Sports praktisch alle Spiele über längere Zeit unterhielten, ist 1-2-Switch nach kurzer Zeit nicht mehr interessant, ausser die Spieler sind unter zehnjährig - oder betrunken. Auf keinen Fall beides. Diverse der Spiele können relativ einfach ausgetrickst werden, andere sind einfach langweilig. Wäre dieses Potpourri der Switch beigelegen bzw. installiert gewesen, hätte es zumindest ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der leicht reduzierte Preis gegenüber dem Vollpreis ist aber völlig überrissen.

Eines der besten - wenn auch sinnfreisten - Spiele ist das Kühemelken. Der Joy-Con muss von oben nach unten gezogen werden, dabei gilt es, die beiden Schultertasten nacheinander zu betätigen, um das Melken eines Euters zu simulieren. Und es klingt genau so bescheuert, wie es ist - und aussieht. In dieselbe Kategorie gehört das Blindrasieren. Mit dem Controller wie mit einem Rasierapparat über das Kinn fahren, ohne zu wissen, wo man bereits rasiert hat? Wieso nicht. Dazu werden auf dem Bildschirm jeweils Instruktions- und Gewinnervideos angezeigt, die einen eher seltsamen Sinn für Humor beweisen.

Multiplayer

"D'Milch chunt aber usem Migros!"

"D'Milch chunt aber usem Migros!"

1-2-Switch ist auf mehrere Spieler ausgelegt, alleine kann es nicht gespielt werden. In einer entsprechenden Gruppe macht das Spiel aber durchaus Spass. Sich vor anderen zum Affen zu machen beim wilden Controller-Herumwirbeln war schon immer lustig. Davon profitiert auch 1-2-Switch. In kleinen Gruppen für kurze Zeit ist es unterhaltsam, mehr aber nicht.

Technik

Da es sich hier tatsächlich um nicht viel mehr als eine Tech-Demo der Joy-Cons handelt, sollten zumindest diese funktioneren. Und zugegebenermassen tun sie dies in den allermeisten Fällen. Wie erwähnt sind die Kugeln "im" Controller recht cool und die Motion Controls ebenfalls quasi einwandfrei - quasi. Es gibt diverse Instanzen, in denen vor allem schnellere Bewegungen nicht sauber registriert werden. Grafisch gibt es eigentlich nichts zu sagen, da das Game ohne wirkliche Grafik auskommt.


Fazit

Trotz einiger witzigen Minispiele und dem Sich-mit-Freunden-zum-Affen-Machen-Bonus überzeugt 1-2-Switch nicht. Die Sammlung umfasst zwar 28 Spiele, viele davon sind aber langweilig, gimmicky oder schnell ausgetrickst. Letztendlich kann das Spiel zwar für kurze Zeit unterhalten, verleidet aber schnell. Dadurch verkommt es zu einer überteuerten Tech-Demo der Nintendo Switch, welche der Konsole hätte beiliegen sollen.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

04.12.2017 / nna

Community:

Bewertung: 2.5 (1 Bewertung)

 

 

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