Quantum Break (2016)

Quantum Break (2016)

  1. ,

Xbox One-Review: Jetzt wart doch schnäll...

Ist denn schon Sommerzeit?
Ist denn schon Sommerzeit? © Entwickler / Publisher

Das finnische Entwicklerstudio Remedy Entertainment hat in der Vergangenheit nicht mit vielen, aber sehr intensiven und storygeladenen Spielen auftrumpfen können. Auch wenn die Verkaufszahlen des letzten Games Alan Wake etwas hinter den Erwartungen zurücklag, wurde es von den Kritikern sehr positiv aufgenommen. Und auch das schon ältere Max Payne und dessen Nachfolger werden heute noch gerne gespielt. Ihr neuestes Werk Quantum Break wurde zwar schon lange angekündigt, und man hatte es eigentlich bereits letztes Jahr erwartet. Doch die Fans haben geduldig auf den letzten Wurf hinter dem Spieldesigner Sam Lake gewartet. Und sein neuestes Werk soll nämlich, wenig überraschend, sein bisher bestes sein.

Jack Joyce wird urplötzlich von seinem alten Freund Paul Serene aus Thailand in seine Heimatstadt herberufen. Noch unwissend, was ihn erwarten wird, setzt sich Jack sofort ins Flugzeug. Auf dem Campus seiner alten Universität erklärt ihm Paul, dass Jacks Bruder bei einem gemeinsamen Physik-Experiment die Investoren erschreckt habe und Jack dies doch bitte nun wieder richten solle. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Experiment um eine Zeitmaschine handelt. Beim Versuch, diese zu bedienen schlägt einiges fehl. Jack und Paul nehmen ab sofort einiges anders wahr, was sie sich aber noch nicht erklären können. Plötzlich werden Jack und sein aufgetauchter Bruder vom skrupellosen Unternehmen Monarch Solutions gejagt. Als sie allerdings sehen, wer an dessen Spitze steht, können die beiden ihren Augen kaum trauen...

Wir müssen nicht lange um den heissen Brei reden: Quantum Break ist ein Muss für alle, die es spielen können! Die spannende Story, das geniale Motion Capture und das gute Spielprinzip machen dieses Game zu einem genialen Titel. Ab und zu hätte etwas mehr Game und weniger "Fernsehen" sicher gut getan, und die Entscheidungen, welche der Spieler trifft, dürften ebenfalls gerne mehr Einfluss haben. Unterm Strich werden aber doch viele Quantum Break mehr als nur einmal durchspielen - und das ist heutzutage ja wirklich selten. Also bitte zugreifen.

Story

Zeitlupenblutspritzer
Zeitlupenblutspritzer © Entwickler / Publisher

Während neun von zehn Spielen einen spannenden Plot beiseite lassen, ist Quantum Break eben genau dieses zehnte Game. Der Hauptfokus liegt ganz klar bei der Story, die sehr gut ins Spiel integriert wurde und mit einer Mini-Serie von echten Schauspielern komplettiert wird.

Filmliebhaber werden dann wohl auch sofort Shawn Ashmore (X-Men, The Following) als Jack Joyce oder Dominic Monaghan (The Lord of the Rings, Lost) als dessen Bruder William wiedererkennen. So gut und spannend die Geschichte aber auch ist, genau dieser Fokus wirkt sich dann etwas negativ auf das Spielen selbst aus. Alles in allem kriegen wir aber mit diesem Spiel mal wieder so richtig gute Unterhaltung.

Gameplay

Die Farbe der Zeit ist also blau?
Die Farbe der Zeit ist also blau? © Entwickler / Publisher

Wie bei Alan Wake steht auch in diesem Spiel hauptsächlich nur ein Charakter im Fokus. Dieser versucht mit vielen Waffen ans Ziel zu kommen. Unterstützt wird er dabei von speziellen Kräften, die, richtig eingesetzt, mehr als nur eine Hilfe und in vielen Fällen unumgänglich sind. So kann Jack für einen kurzen Moment die Zeit anhalten oder sich blitzartig zu seinen Gegnern beamen. Während diese Fähgikeiten gut ins Spiel passen und logisch umgesetzt wurden, ist das Schiessen mit Waffen etwas gewöhnungsbedürftig. Das wurde bei Max Payne 3 (nicht von Remedy Entertainment entwickelt) doch besser gelöst.

Was immer gut bei Spielern ankommt, ist die Möglichkeit, den Lauf der Geschichte selber zu verändern. Auch in Quantum Break kann man gewisse Entscheidungen selber treffen. Grundsätzlich ist dies ein tolles Feature, hier ist man aber weit von Heavy Rain oder ähnlichen Spielen entfernt. Diesen Part hätte man gut und gerne ausbauen können. Doch auch so kriegen wir eine tolle Geschichte geboten.

Technik

Wenn Kugeln zu Blitzen werden
Wenn Kugeln zu Blitzen werden © Entwickler / Publisher

Es ist ab der ersten Minute beeindruckend, wie die Charaktere mittels Motion Capture ins Spiel integriert wurden. Alles sieht sehr echt aus, und der Wechsel von Zwischensequenz zum eigentlichen Spiel funktioniert tadellos. Was bisher bei Uncharted viele zum Staunen brachte, schafft nun auch Quantum Break. Ganz selten sind dann kleine Grafikfehler zu sehen, aber das Erscheinungsbild ist einfach nur grossartig.

Zur genialen Optik gesellt sich dann auch noch ein toller Soundtrack, der zusammen mit den akkustischen Effekten sehr gut passt. Hier werden Heimkino-Besitzer endlich mal wieder ihre hinteren Lautsprecher wahrnehmen können. Wer die Original-Stimmen der Schauspieler geniessen möchte, kann dies in den Einstellungen ganz einfach anpassen oder wahlweise auch die Synchronisation wählen.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Instagram

Kommentare Total: 2

th

tolle story, tolle grafik - miserables gameplay.

das ganze spiel ist extrem gradlienig - die einzelnen segmente bestehen wiederum aus vielen kleinen subsektionen, welche man von A nach B durchqueren muss, und dabei a) alle gegner bodigt b) alle collectibles findet und sammelt. doch von A nach B gibt es immer genau nur DEN EINEN weg. alle tritte der spielfigur sind vorgegeben, sodass der spielspass nicht mal an dumbe shooters reicht. die wenigen wichtige "enscheidungen" während des verlaufes entpuppen sich als weitgehend irrelevant. immerhin bleibt sich so das spiel seiner hauptaussage, die es zu vermitteln versucht, selber treu.

dabei hätte das ganze durchaus potential - selten hat ein spiel eine so durchdachte geschichte gehabt, mit innovativer verknüpfung von realfilm-teilen und hübscher gameplay-grafik. schade.

daw

Xbox One-Review: Jetzt wart doch schnäll...

Kommentar schreiben