Pro Evolution Soccer 2017 (2016)

Pro Evolution Soccer 2017 (2016)

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PS4-Review: Dieses Jahr ja, oder?

Kroosser Pass!
Kroosser Pass! © Entwickler / Publisher

Die neue Saison ist schon im Gange, da lassen sich die virtuellen Kicker nicht lange bitten: Sowohl FIFA als auch der einzig ernstzunehmende Konkurrent, Pro Evolution Soccer (PES) stehen mit den aktuellsten Ableger der Fussball-Simulatoren bereit. PES hatte in den letzten Jahren arg zu kämpfen. Der Wechsel auf den neuen Grafikmotor verursachte viele Bugs und andere Probleme.

Mittlerweile scheint man das in den Griff bekommen zu haben, und bereits PES 2016 bot eine gute Performance. PES 2017 setzt die Marschrichtung konsequent fort.

Dort, wo es draufan kommt, wo es kein Pardon gibt, zeigt PES 2017 seine Klasse. Auf dem Spielfeld kann ihm auch ein FIFA 17 nicht das Wasser reichen. Spannungsgeladene, dynamische Spiele mit umfangreichen taktischen Finessen sorgen für grossartigen Spielspass. Insbesondere mit Freunden im gleichen Raum glänzt PES wie schon lange nicht mehr. Abseits vom Spielfeld und auch online sieht es schon düsterer aus. Das Lizenzen-Problem kann man mit einer schnellen Internetrecherche noch schnell beheben. Doch nichts hilft gegen die langweiligen sekundären Spielmodi oder gegen unzuverlässig funktionierende Lobbys. Nun jetzt: FIFA oder PES? Wem der reine Fussball wichtig ist, der greift zu PES. Das komplettere Rundum-Sorglos-Paket liefert wohl auch dieses Jahr FIFA.

Gameplay

Giroud, der französische Higuaín.
Giroud, der französische Higuaín. © Entwickler / Publisher

Wenn es um das Geschehen auf dem Spielfeld geht, steht PES 2017 unangefochten an der Spitze. Präzise Zuspiele und eine gute K.I. werden ergänzt von der besten Ballphysik, die es in einem Fussball-Videospiel je gab. Die Schüsse kommen wuchtig und die Flanken fliegen, als hätte sie Beckham geschlagen (den kennt man noch, oder?).

Unterstützt werden die Bewegungen auf dem Platz von geschmeidigen, vielfältigen Animationen. Auch nach mehreren Stunden entdeckt man neue Bewegungsabläufe, die das Spiel unberechenbar machen. Speziell erwähnenswert sind die taktischen Optionen, die euch das Spiel zur Verfügung stellt. Eurem Team könnt ihr nicht nur einen groben Spielplan geben. Selbst kleine taktische Anweisungen werden minutiös umgesetzt.

Von Barça-Fans für Barça-Fans.
Von Barça-Fans für Barça-Fans. © Entwickler / Publisher

Abseits vom Platz zeigt PES 2017 sein hässliches Gesicht. Das beginnt bereits bei den sperrigen Menüs, die wichtige Punkte hinter einer umständlichen Menüführung verstecken. Fast schon selbstredend fehlen auch dieses Jahr viele Lizenzen, wodurch sich auch grosse Mannschaften hinter verwirrenden Namen verstecken. Glücklicherweise bietet der mächtige Editor die Möglichkeit an, Option-Files vom USB-Stick zu importieren. Das heisst, ihr könnt mit einer schnellen Suche im Internet die echten Namen und offiziellen Logos einfach und bequem ins Spiel laden.

Ebenfalls bedauerlich ist die Tatsache, dass die weiteren Modi uninspiriert daherkommen. Die Meisterliga ist nach wie vor nur offline spielbar, und die Karriere wirkt im Vergleich zum Gegenstück aus FIFA 17 nur steril und langweilig.

Multiplayer

London Red, oder so.
London Red, oder so. © Entwickler / Publisher

Am schönsten ist es immer noch, gegen Freunde auf der Couch zu spielen, und das ist eindeutig die grosse Stärke von PES 2017. Die Partien sind oft knapp und spannend. Online sieht es schon wieder anders aus. Mit Glück könnt ihr auch hier gute Partien absolvieren. Allerdings ist der Netzcode nach wie vor nicht über jeden Zweifel erhaben. Stockende Spiele und Eingabeverzögerungen müsst ihr öfter hinnehmen, als euch lieb ist.

Technik

Zwar steckt die Präsentation in den frühen 2000ern fest, doch rein grafisch sehen die Fussballer sehr, sehr gut aus. In Nahaufnahmen sieht man ihre detailgetreuen Gesichter. Der Realismus ist geradezu erschreckend. Verbesserungswürdig sind sowohl die Soundkulisse als auch die Kommentatoren, wobei dies bereits ein alter Hut ist. Die eigene Musik ist immer noch der beste Begleiter für die Spiele.

Alejandro Garcia [ale]

Alejandro schreibt und redigiert im Games-Bereich seit 2009 für OutNow. Sein Einflussbereich ist die Konsole, wo er Militär-Shooter und Racer mit Erfolg vermeidet. Dafür verschlingt er alles, was FromSoftware ihm vorsetzt.

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Trailer: Chile Englisch, 01:21