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Monster Hunter Stories (2016)

Monster Hunter Stories (2016) 3DS-Review

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Die Zucht kann beginnen!

Die Zucht kann beginnen!

2004 lancierte Capcom mit Monster Hunter ein Action-Rollenspiel der etwas anderen Art. Wie es der Name bereits andeutet, lag der Fokus des Spiels auf der Jagd von kleineren und grösseren Tieren und Monstern. Das Spielprinzip war simpel, aber einschlägig und definierte somit auch ein eigenes Sub-Genre. Aufgrund des Erfolgs folgten eine ganze Reihe an weiteren Titeln und Spin-offs. Heute, stolze 13 Jahre später, wagt Capcom mit einem weiteren Titel, erneut einen neuen Weg einzuschlagen.

In Monster Hunter Stories verfolgt man die Geschichte eines frisch gebackenen Riders, sprich eines Monsterzähmers, der sein Dorf vor der drohenden Verderbnis durch die schwarze Pest beschützen will. Begleitet von einem skurrilen und redeseeligen Kater, bewaffnet bis auf die Zähne und tatkräftig unterstützt von vielen Monsterfreunden, bricht er auf, um die Welt zu erkunden und der Gefahr ein Ende zu setzen.


Rating: Nintendo 3DS

Story

Von einer Katze zur anderen: Hier die Pfote!

Von einer Katze zur anderen: Hier die Pfote!

Zugegeben, seit jeher ist bei Monster Hunter die Geschichte mehr Beilage als Hauptgang. In diesem Sinne ist Stories zwar erfrischend anders, nicht zuletzt, weil man die Ryders in dem Monster-Hunter-Setting gut einzugliedern vermag. Die Charaktere sind ganz schön niedlich, die Monster spannend und die Gefahr wird auch gut vermittelt. Das war es dann aber auch schon.

Wenn man schon einen neuen Weg eingeht, um das ansonsten sehr fordernde und zähe Monster Hunter einem neueren und eher jüngeren Publikum näherzubringen, hätte man das auch konsequenter und packender inszenieren können.

Gameplay

I believe I can fly...

I believe I can fly...

Was bei der Geschichte fehlt, macht das Gameplay mehr als wett. Als Ausgangslage wurden viele Aspekte von der Hauptserie übernommen, womit sich sehr schnell ein typisches Monster-Hunter-Feeling einstellt. Zu diesen Elementen gehören das Sammeln von Materialien und Hilfsmitteln, mit deren Hilfe man Tränke brauen sowie Ausrüstungen und Waffen herstellen oder verbessern kann, aber auch zahlreiche Areale mit unterschiedlichen klimatischen Begebenheiten und Monstern.

Während das gesamte Drumherum vielfach übernommen wurde, wagt man spielerisch einen Wechsel von Echtzeit-Kämpfen zu rundenbasiertem Schlagabtausch mit einer dezenten Anlehnung an moderne Pokemon-Titel. Erstaunlicherweise funktioniert das Ganze nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut. Das Suchen und das Ausbrüten von Monster-Eiern macht nicht nur Laune, sondern motiviert auch immer wieder, die Welt erneut zu erkunden.

I believe I can swim?

I believe I can swim?

Die Kämpfe hinterlassen ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Das einfache System, wonach Kraft die Schnelligkeit schlägt, Schnelligkeit die Technik und Technik wiederum die Kraft, ist zwar überaus simpel. Doch aufgrund der unterschiedlichen Monster, Verhaltensmuster sowie Stärken und Schwächen ist jeder Kampf einzigartig und überaus herausfordernd. Dank zusätzlichen Fähigkeiten und speziellen Aktionen sind insbesondere die Bosskämpfe knackig, ohne jemals unfair zu werden.

Multiplayer

Wer sich wie bei klassischen Monster-Hunter-Spielen auf die gemeinsame Jagd gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Mehrspieler gibt es nur fernab der Geschichte und in Form von einer Arena, wobei nicht mal Download-Spiele möglich sind. Das ist insofern schade, als man sich von der Reihe Besseres gewohnt ist. Letzten Endes fällt es aber wenig ins Gewicht, da ein Mehrspieler zu diesem Spielprinzip sowieso nicht wirklich zu passen scheint.

Technik

Welches Ei darf's denn sein?

Welches Ei darf's denn sein?

Die Musik ist eher eintönig, und die Gespräche sind bei Weitem nicht alle vertont. Trotzdem machen Technik und Umsetzung eine gute Figur. Stories zielt eher auf ein jüngeres Publikum (PEGI 7), und das spürt man bei Schritt und Tritt: Niedliche Figuren, farbenfrohe Monster und viele knallige Farben zieren den Bildschirm. Der 3D-Effekt ist sauber, die Steuerung reaktiv und Schiebepad Pro wird auch unterstützt, was bei einem Monster-Hunter-Spiel nie schaden kann.


Fazit

Das neue Werk von Capcom haucht gleich zwei Genres neues Leben ein. Auf der einen Seite sorgt die an Pokemon angelehnte Monsterzucht für frischen Wind, macht Spass und ist enorm motivierend. Auf der anderen Seite bietet die Jagd mit rundenbasierten Kämpfen einen komplettten Perspektivenwechsel. Mit Stories hat Capcom einige Risiken auf sich genommen, und obwohl die Geschichte eher flach ausfällt, hat sich dieses Spin-off eindeutig gelohnt.

Oftmals kann der berühmte Beiname sowohl Segen als auch Fluch sein. Für die einen dürfte es zu wenig und für die anderen wahrscheinlich doch wieder zu viel Monster Hunter sein. Wer sich selbst überzeugen möchte, greift zur Demo. Empfehlenswert ist das Spiel allemal.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.0

 

12.12.2017 / pan

Community:

Bewertung: 5.0 (1 Bewertung)

 

 

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