HITMAN (2016)

HITMAN (2016)

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PS4-Review: 47 Arten jemanden zu erledigen

Mr. Inkognito
Mr. Inkognito © Entwickler / Publisher

Obschon wir Hitman: Absolution für die Playstation 3 sehr gut fanden, hinterliess es unter Spielern gespaltene Meinungen. Square Enix erlaubte zwar viele Möglichkeiten, um die Auftragsmorde auszuführen, doch das Leveldesign war einengend und das Missionsdesign führte den Spieler an der Hand. Fans von Blood Money, das nach wie vor als das beste Hitman-Spiel überhaupt gilt, wurden vor den Kopf gestossen. Mit dem neuen Ableger will der Publisher zurück zu den Wurzeln - und ist damit erfolgreich! Warum das Game trotz dubiosem Veröffentlichungsmodell seine Zeit wert ist, erfahrt ihr im Review.

Hitman macht im neuesten Teil vieles richtig, aber leider nicht alles. Am schwerwiegendsten ist das Episodenformat, das euch nur eine geringe Anzahl an Missionen und Schauplätze zum Austoben gibt. Neben den technischen Unzulänglichkeiten muss man auch das Gameplay kritisieren, denn viel zu oft warten die Schlüsselpersonen bestimmte Aktionen eurerseits ab, um ihr Verhalten fortzusetzen. Das wirkt geskriptet und unorganisch.

Davon abgesehen glänzt das Spiel durch die vielfältigen Herangehensweisen, die Auftragsmorde auszuführen. Es fühlt sich sehr befriedigend an, wenn ein Plan genauso ausgeht, wie ihr euch das erhofft habt. Unentdeckt zu bleiben, wie ein Geist das Gebäude zu betreten und nach erfüllter Mission wieder zu verlassen, hat durchaus etwas für sich. Hitman ist kein zweites Blood Money, aber es ist verdammt nah dran!

Story

Bissel Gossip darf's doch sein!
Bissel Gossip darf's doch sein! © Entwickler / Publisher

Adrett gekleidet zu seinem Vorstellungsgespräch steigt Agent 47 aus einem Helikopter und findet sich in der geheimen Basis der International Contract Agency inmitten schroffer Bergketten wieder. Dort muss er in ein paar Trainingsübungen sein Können unter Beweis stellen, bevor er einen richtigen Auftrag annehmen kann. Viel mehr Geschichte gibt es nicht. Stattdessen beschränkt sich das Spiel auf einzelne Erzählungen im Episodenformat.

Gameplay

Episodisch ist auch das gesamte Game: Zu Beginn stehen euch nur die Tutorial-Missionen sowie ein Auftrag in Paris zur Verfügung, die ihr bis zum Umfallen wiederholen könnt. Dabei könnt ihr eine Unzahl an verschiedenen Möglichkeiten ausprobieren, wie ihr die Zielpersonen ausschalten wollt. Lenkt die Wachen ab, posiert als Geschäftspartner, knackt Schlösser - Agent 47 ist ein echtes Multitalent.

Leider nicht das Bellagio.
Leider nicht das Bellagio. © Entwickler / Publisher

Dafür steht euch ein ganzes Repertoire an Werkzeugen und Herangehensweisen zur Verfügung. Mit dabei sind natürlich viele Verkleidungsmöglichkeiten für Agent 47, womit er Gebäude und gesperrte Areale unbemerkt betreten kann. Flexibilität ist euer oberstes Gebot, denn Wachen merken sich, welche Kleidung ihr anhabt. Werdet ihr also entdeckt, schlüpft schnellstmöglich in eine andere Rolle.

Der Spiel- und Kartenumfang ist leider etwas bescheiden. Nach Abschluss der circa zwei Stunden umfassenden ersten Episode könnt ihr die Missionen wiederholen und dabei immer ausgefallenere Arten entdecken, die Zielpersonen auszuschalten. Für die Motivation sorgen sogenannte Challenges, die als optionale Aufgaben eure Spielweise bereichern und erweitern. Es bleibt dennoch ein fader Beigeschmack, denn nur den wenigsten Spielern reicht dies als Motivation.

Technik

Wie in der S-Bahn
Wie in der S-Bahn © Entwickler / Publisher

Hitman sieht auch als Download-Episode fabelhaft aus. Die verschiedenen Areale sind hübsch und detailliert gestaltet und mit hunderten von NPCs gespickt, die auf eure Aktionen mal glaubwürdiger, mal weniger glaubwürdig reagieren. Allerdings wurden im Spielverlauf diverse Bugs entdeckt. Manchmal kann man bei gewissen Gegnern nicht alle Aktionen ausführen, weil die Knopfeingaben nicht erscheinen. Einmal stürzte das Spiel während einer Mission gar ganz ab. Unschön, aber nicht schwerwiegend, denn es wird oft zwischengespeichert.

Alejandro Garcia [ale]

Alejandro schreibt und redigiert im Games-Bereich seit 2009 für OutNow. Sein Einflussbereich ist die Konsole, wo er Militär-Shooter und Racer mit Erfolg vermeidet. Dafür verschlingt er alles, was FromSoftware ihm vorsetzt.

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