Forza Horizon 3 (2016)

Forza Horizon 3 (2016)

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Xbox One-Review: Das Festival der schnellen Kängurus

Nur Fliegen ist schöner!
Nur Fliegen ist schöner! © Entwickler / Publisher

Nachdem das letzte Festival am Mittelmeer zu Ende gegangen ist, zieht es die Liebhaber von schnellen und schönen Autos nach Australien. Waren die Bedingungen in Europa bereits ziemlich herausfordernd, warten nun noch spektakulärere Landschaften auf die Horizon-Fahrer. Dabei gilt es nicht nur auf dem heissen Asphalt von Down Under den besten Grip zu finden, sondern eben auch in der Wüste, am Strand sowie im feuchten Dschungel.

Mit noch mehr Fahrzeugen, noch unterschiedlicherer Musik und einer noch grösseren Landschaft wollen die nun bekannten Damen und Herren von Playground Studios erneut das Herz aller Auto-Fans erobern. Passt es allerdings tatsächlich, mit über 200 Sachen an Kängurus vorbeizudonnern?

Kaum zu glauben, aber die Macher hinter dieser Serie übertreffen sich wieder aufs Neue. Forza Horizon 3 setzt die Messlatte abermals extrem hoch und verbessert sich in vielerlei Hinsicht. Die grandiose Grafik, gepaart mit dem sehr abwechslungsreichen Soundtrack, sorgt alleine schon für eine tolle Atmosphäre. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Rennen, Stunts und Show-Einlagen, welche lang anhaltenden Spass bescheren und für einen tollen Mix aus Arcade und Simulation sorgen. Keine Zweifel, dieses Game lässt das Benzin im Blut noch schneller fliessen.

Story

Welcher soll es bitte schön sein?
Welcher soll es bitte schön sein? © Entwickler / Publisher

Der Plot ist eigentlich ganz simpel: Man kommt als erfahrener Fahrer an den dritten Austragungsort des Horizon-Festivals und muss sich wiederum gegen andere talentierte Fahrer beweisen. Dies nicht nur in einfachen Rennen, sondern auch in halsbrecherischen Stunts sowie mit krassen Show-Einlagen. Mit neuen Fans und Geldern kann man das Festival nach Belieben erweitern und bis ins schier unendliche Vollgas geben. Grundsätzlich kommt somit etwas mehr Umfang ins Spiel, wobei sich das Ganze natürlich immer noch aufs Autofahren konzentriert.

Gameplay

Es wird immer mehr nach dem Extremen gesucht. Und scheinbar hat man dies in Australien gefunden: Man rast durch feuchten Dschungel, trockene Wüsten sowie über heisse Stadt-Strassen. Dazu gesellen sich auch ab und zu einige heftige Regengüsse. War die zweite Ausgabe schon herausfordernd, haben es die Entwickler dieses Mal geschafft, nochmals eine Schippe draufzulegen. Es macht tatsächlich Spass, sich auch am Meer mit viel Speed gegen schwere Gegner durchzusetzen. Man konnte das bestehende, erfolgreiche Prinzip also nochmals ausbauen.

Wenn da mal nicht Sand reinkommt...
Wenn da mal nicht Sand reinkommt... © Entwickler / Publisher

Dazu kommen auch die ganzen Eigenschaften, mit denen das Geschehen personalisiert werden kann. Sei es bei der Auswahl des Charakters (weibliche Fahrer sind nun endlich auch dabei), des Nummern-Schildes, der Rennen oder aber der Hupe: Es lässt sich ganz schön viel anpassen. Der Fuhrpark wurde ebenso erweitert und mit mehr als 350 Autos wird wohl jeder seinen Traum-Boliden finden. Neulinge sollen aber keine Angst haben, alles wird gut erklärt und es lassen sich einige Fahrhilfen einschalten. Diese wiederum haben dann aber einen Einfluss auf die Punkte, die man nach gewonnenen Rennen abkassiert.

Ah, und sollte sich jemand wundern, warum man sich in vielen Frontal-Kollisionen wiederfindet: In Australien herrscht Links-Verkehr.

Multiplayer

Um bei den Erweiterungen gegenüber dem Vorgänger zu bleiben: Es wurde ein neuer Kooperationsmodus eingebaut, bei dem man bis zu viert an Herausforderungen teilnehmen kann. Weiterhin kann man aber auch gewohnt gegen andere Fahrer aus aller Welt antreten. Dies sorgt vor allem bei all jenen für weitere Abwechslung, die den Computer irgendwann mal fest im Griff haben.

Bitte Höhenangabe beachten.
Bitte Höhenangabe beachten. © Entwickler / Publisher

Das Game bietet Unterstützung für die neue Cross-Play-Plattform "Xbox Play Anywhere". Damit kann man einerseits dasselbe erworbene Game auch am PC bzw. an der Xbox One spielen, andererseits misst man sich auch mit Spielern einer anderen Plattform. Sieht man sich aber dabei benachteiligt, kann man das Cross-Play ganz einfach im Menü deaktivieren. Alles in allem eine gute Sache.

Technik

Ja, es dauert nach wie vor eine Weile, bis man nach dem Starten des Spiels endlich Gas geben kann. Doch das Warten lohnt sich alleine schone wegen der farbenfrohen und kontrastreichen Optik, welche Forza Horizon 3 zum wohl bisher bestaussehenden Rennspiel macht. Dazu gesellt sich ein abwechslungsreicher, passender Soundtrack, der das Game technisch hervorragend dastehen lässt. Zwar rücken die Motorengeräusche etwas in den Hintergrund, doch Fans werden sich durch ihr Home-Cinema trotzdem wie im Auto fühlen.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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