Dark Souls III (2016)

Dark Souls III (2016)

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PS4-Review: Wir woll'n nur deine Seele

In Finnland haben sie die besseren Saunas.
In Finnland haben sie die besseren Saunas. © Entwickler / Publisher

Mit leisen Tönen begann es 2010 mit einem kleinen, feinen PS3-Spiel namens Demon's Souls. From Software lieferte einen fabelhaften, wenn auch technisch unausgewogenen Titel, der bockschwer war und Spielern alles abverlangte. Als Belohnung dafür gelangten sie in eine Spielwelt, die vor Lore und Geheimnissen nur so strotzte. Der federführende Kopf hinter der ganzen Geschichte: Hidetaka Miyazaki.

Der Erfolg schlug 2011 mit Dark Souls richtig ein. Frei von der Playstation-Exklusivität eroberte Miyazakis Formel die Spielerwelt im Sturm. Haufenweise Foren und Wikis im Internet sinnierten über die wahre Bedeutung der Geschichte und seiner Charaktere, welche Geheimnisse es noch zu entdecken gab und welche obskure Questline man wohl verpasst hatte. Nicht der Schwierigkeitsgrad ist das hervorstechende Merkmal der Souls-Reihe, sondern die absolut fesselnde Spielwelt. Dark Souls III stellt nun das Ende einer Reihe dar, die die Games-Landschaft veränderte.

Jeder Fan von From Software mag andere Präferenzen haben, was das beste Spiel der Reihe (inkl. Bloodborne) ist. Unbestreitbar ist jedoch, dass auch Dark Souls III ein weiterer, grossartiger Wurf dieses japanischen Entwicklerstudios ist, dessen Qualitätslevel schon beinahe beängstigend ist. Vielleicht serviert euch das Spiel etwas zu viel Fanservice mit dem Vorschlaghammer. Vielleicht sieht man irgendwo im Gameplay Abnutzungserscheinungen - wobei man das auch mit "Erfahrung" umschreiben könnte. Trotzdem: Die Reihe Dark Souls konnte keinen würdigeren Endpunkt setzen als mit seinem dritten Ableger. Gespannt freuen wir uns jetzt schon auf das nächste Spiel aus der japanischen Spieleschmiede.

Story

Mit so viel Nebel könnte das Zürich sein.
Mit so viel Nebel könnte das Zürich sein. © Entwickler / Publisher

Es wäre kein Dark Souls, wenn sich die Geschichte offen präsentieren würde. Stattdessen wühlt ihr in der gesamten Spielwelt, um Schnipsel mit Hintergrundwissen aufzulesen und mit Charakteren zu sprechen. Im Wesentlichen geht es um den ewigen Kampf zwischen dem Licht und der Dunkelheit. Eure Rolle dreht sich darum, die einstmaligen Retter, jene, die einst die Flamme entfachten und dabei die Dunkelheit zurückstiessen, zurück auf ihren Thron zu bringen.

Gameplay

Es ist davon auszugehen, dass ein dritter Ableger einer Serie keine allzu grossen Änderungen im Gameplay erfährt. Auch Dark Souls III ändert nichts Fundamentales an seiner Formel. Ihr kämpft euch erneut durch eine Spielwelt voller Gefahren, voller Fallen und fieser Gegner. From Software lässt dabei die Erfahrung aus früheren Spielen gekonnt einfliessen.

Hatten die auch den Schildkrötenmeister als Trainer?
Hatten die auch den Schildkrötenmeister als Trainer? © Entwickler / Publisher

Da wäre zum Beispiel das tolle Leveldesign aus Bloodborne mit seiner verwinkelten Spielwelt voller atemberaubender Abkürzungen. Ebenso wurde das flottere Kampfsystem übernommen. Ihr seid nun etwas leichtfüssiger unterwegs als bis anhin, ohne dabei das Gewicht eurer Rüstung aus den Augen zu verlieren. Auch toll: Bosse haben mehrere Phasen und überraschen euch mit furchterregenden Verwandlungen.

Dark Souls III ist das anfängerfreundlichste Spiel der Reihe. Das bedeutet, dass die Lernkurve etwas flacher ist als bei den Vorgängern. Ihr werdet sachte und bedacht an die Spielerfahrung herangeführt. Sobald ihr die Grundmechaniken versteht, dreht der Schwierigkeitsgrad auf und ihr habt die gewohnte, zum Sterben schöne Souls-Erfahrung.

Multiplayer

Wie schon in den Vorgängern könnt ihr in Dark Souls III Freunde herbeirufen, die euch helfen, Bosse oder sonstige schwierige Passagen zu bewältigen. Ebenfalls besteht die Gefahr, dass ihr von fremden Spielern invadiert werdet. Seid also stets auf der Hut!

Technik

Jemand hat die Blenden nicht zugezogen.
Jemand hat die Blenden nicht zugezogen. © Entwickler / Publisher

Dark Souls III profitiert von From Softwares Zusammenarbeit mit Sony bei Bloodborne. Mit wenigen Ausnahmen bekommt ihr somit eine flüssige Spielerfahrung mit einem wunderschön morbiden Artstyle. Hier stimmt einfach fast alles: Bossdesign, Spielwelt und Sound-Untermalung schaffen eine audiovisuelle Erfahrung, die ihresgleichen sucht.

Alejandro Garcia [ale]

Alejandro schreibt und redigiert im Games-Bereich seit 2009 für OutNow. Sein Einflussbereich ist die Konsole, wo er Militär-Shooter und Racer mit Erfolg vermeidet. Dafür verschlingt er alles, was FromSoftware ihm vorsetzt.

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Teaser: Announcement Englisch, 02:28