Call of Duty: Infinite Warfare (2016)

Call of Duty: Infinite Warfare (2016)

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PS4-Review: Weltraumgeballere

Walking Dead? Nein, Zombie-Modus!
Walking Dead? Nein, Zombie-Modus! © Entwickler / Publisher

Mit Call of Duty: Infinite Warfare bestreitet die Ego-Shooter-Serie den bekannten Weg der letzten Jahre: Es geht immer weiter in die Zukunft. Wer sich also eine Rückkehr zum Inhalt und Setting von Modern Warfare wünschte, wird leise enttäuscht sein. Eigentlich schade, denn seit daher konnte die Serie nicht mehr auf der ganzen Linie überzeugen. Aber seit dem ersten Trailer war klar: Der neuste Ableger der Serie kommt mit einer geballten, rasanten Portion Action daher.

Leider ist Call of Duty: Infinite Warfare unter dem Strich auch nur eine emotionslose, actiongeladene Fortsetzung des Allzeitklassikers Modern Warfare. Die Story ist so abgedroschen und durchschaubar wie ein Tatort-Krimi. Das Gameplay wirkt vollkommen anspruchslos. Und dennoch kann das Game begeistern. Vielleicht weil die Handlung in Genf startet. Vielleicht aber auch einfach nur, weil es richtig viel Action bietet.

Story

Style muss auch im Krieg sein.
Style muss auch im Krieg sein. © Entwickler / Publisher

Zeitlich ist die Handlung von Call of Duty: Infinite Warfare schwer einzuordnen. Einige hundert Jahre nach unserer Zeit dürften es schon sein. Die Menschheit hat den Planeten Erde ausgelaugt und seine Siedlungen auf andere Planeten ausgeweitet. Zwar haben sich die Waffen weiterentwickelt, häufig werden aber noch immer konventionelle Patronen verwendet. Mit der Ausweitung der Menschheit auf weitere Planeten haben sich auch die Konflikte ausgeweitet. Die United Nations Space Alliance (UNSA) sieht sich nach einem Überraschungsangriff auf Genf mit der Settlement Defense Front (SDF) konfrontiert, welche sich vor Jahren von der UNSA gelöst hat.

Leider erweisen sich die Charaktere, trotz dem Einsatz bekannter Schauspieler, als sehr schwach herausgearbeitet. Der Storyinhalt bietet rein gar keine Überraschungsmomente. Erstmals bietet der Singleplayer optionale Nebenmissionen, die leider nur zu Beginn der Story Entscheidungssituationen aufkommen lassen. Ansonsten basiert die Handlung auf den Elementen: Von der Allianz löst sich eine Splittergruppe ab, und es folgt ein Krieg um die alleinige Herrschaft. Alles schon x-mal gehört.

Gameplay

Frauen in der Armee? Kein Problem!
Frauen in der Armee? Kein Problem! © Entwickler / Publisher

Die einzige Herausforderung bietet in der Call-of-Duty-Serie anscheinend noch das Hochdrehen des Schwierigkeitsgrades. Ansonsten ist das Gameplay recht anspruchslos. Immerhin auf hohem Schwierigkeitsgrad ist die gegnerische KI genügend intelligent und fordert den Spieler zu harten Gefechten. Von der befreundeten KI dürfte aber ruhig mehr Support gefordert werden. Zu häufig stehen die Teammitglieder in der Schussbahn oder bleiben passiv hinter der Deckung stehen. Das haben die Entwickler in der Vergangenheit schon besser hingekriegt.

Multiplayer

Im Grossen und Ganzen bietet der Multiplayermodus keine wesentlichen Neuerungen. Die Spielmodi sind mit Team-Deathmatch, jeder gegen jeden, Capture the Flag, etc. die gleichen wie aus dem vorherigen Ausgaben der Serie.

Natürlich darf der heissgeliebte Zombiemodus nicht fehlen, der schon fast den Höhepunkt des Games darstellt. Dieser handelt in einem Vergnügungspark und orientiert sich in der Machart an Achtzigerjahre-B-Movies. Als Highlight kommt David Hasselhoff vor, der nach Absolvierung einiger Challenges freigeschaltet wird.

Technik

Nein, das ist kein James Bond und auch kein Star-Wars-Film.
Nein, das ist kein James Bond und auch kein Star-Wars-Film. © Entwickler / Publisher

Call of Duty: Infinite Warfare überzeugt vor allem darin, dass es flüssiger und dynamischer daherkommt als seine Vorgänger. Mühsame Ladezeiten wurden mit Videosequenzen gekonnt umgangen und erwecken den Eindruck, als gebe es gar keine Ladezeiten. Bezüglich Grafik und Sound lässt sich auch in dieser Ausgabe keine Schwäche ausmachen. Besonders beeindruckend sind jeweils die Weltraumszenen in der Kampagne.

Tobias Geser [gto]

Tobias schreibt seit 2010 Game-Reviews. Am liebsten spielt er spannende Adventures und actionreiche Shooter Games. Mit FIFA hingegen kann er überhaupt nichts anfangen. In seiner Freizeit trifft man Tobias häufig auf dem Mountainbike an.

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