One Piece: Pirate Warriors 3 (2015)

One Piece: Pirate Warriors 3 (2015)

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Xbox One-Review: Setzt den Segel ihr absurden Piraten.

Die One-Piece-Strohhut-Piraten melden sich zurück.
Die One-Piece-Strohhut-Piraten melden sich zurück. © Entwickler / Publisher

Das Anime «One Piece» erfreut sich einer stetig wachsender Beliebtheit. Dies nicht zuletzt dank der ständig wachsenden Anzahl an Videospieladaptationen, welche die Geschichten der Strohhut-Piraten aus erster Hand erleben lassen. Einer dieser Adaptationen ist die von Omega Force entwickelte Pirate-Warriors-Serie, welche nach dem ersten und zweiten Teil nach zweijähriger Absenz auch einen dritten Ableger an den Start schickt.

Basierend auf der Vorlage des beliebten Animes, wird mit One Piece: Pirate Warriors 3 in 22 Episoden die gesamte Geschichte rund um Monkey D. Ruffy und seine Crew zum Nacherleben geboten. In bekannter Dynasty-Warriors-Manier kann man so von den blutigen Anfängen bis hin zu den aktuellsten Geschehnissen tatkräftig mitmischen. Dabei trifft die skurrilste Piraten-Crew aller Zeiten auf ebenso schräge und abgedrehte Freunde und Feinde sowie die berüchtigte Marine.

Wer die beiden anderen Pirate-Warriors-Spiele gespielt hat, weiss genau, was bei dem dritten Ableger zu erwarten ist. Die zahlreichen Verbesserungen sind zwar willkommen, haben aber kaum Einfluss auf das Kernerlebnis, weshalb die Schlachten, die erneut überaus dynamisch und unterhaltsam sind, mittlerweile etwas festgefahren erscheinen. Obwohl man also inhaltlich und spielerisch das sicherlich umfangreichste und sauberste Abenteuer der Reihe geliefert bekommt, sind die Abnutzungserscheinungen nicht zu übersehen. Es wäre wohl an der Zeit, dieses bewährtes Pirate-Warriors-Rezept aufzugeben. In dieser Hinsicht hat bereits letztes Jahr das von Ganbar!on entwickelte Unlimited World Red wunderbar gezeigt, dass das One-Piece-Universum spielerisch einiges mehr bieten kann als sich ständig wiederholenden 1-gegen-1000-Massenschlachten.

Story

Ruffy teilt erneut mächtig aus...
Ruffy teilt erneut mächtig aus... © Entwickler / Publisher

Es ist überaus erfreulich, dass erstmals die gesamte Geschichte des Animes nachgespielt werden kann. Mit gut umgesetzten 2D- und 3D-Zwischensequenzen werden der Humor sowie die Ereignisse gut eingefangen und ebenso gut vermittelt.

Was jedoch weitaus weniger erfreulich ist, ist die Tatsache, dass das Ganze enorm sprunghaft und lückenhaft erzählt wird. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn trotz allem bekommt man eine irrsinnige Fahrt durch die Anfänge der Crew, ihre Kämpfe und ihre Probleme geboten, welche durchaus ihren Zweck erfüllt und zu unterhalten weiss.

Gameplay

...seine Mitstreiter halten sich aber auch nicht zurück.
...seine Mitstreiter halten sich aber auch nicht zurück. © Entwickler / Publisher

Omega Force erfindet mit Pirate Warriors 3 das Rad nicht neu und setzt weiterhin auf seine berühmte Dynasty-Warriors-Formel und das daraus bekannte Mosou-Prinzip. Dabei kämpft man sich als Held mit irrsinnigen Combos durch Horden und Aberhorden an Gegnern, zerstört Kisten, sammelt Boni ein und bekommt hin und wieder einen herausfordernden Bosskampf geboten.

Während der Schlacht können die Figuren zwar nicht wie bei anderen Spielen gewechselt werden, zumindest kann man jedoch auf tatkräftige Unterstützung von bis zu zwei Figuren zählen. Hat man es geschafft, die Power-Leiste aufzuladen, kann man schliesslich mit deren Hilfe einen mächtigen Angriff starten, bei dem die Gegner reihenweise umfallen.

Für ein wenig Abwechslung sorgen erneut die sammelbaren Münzen, mit denen man zusäzliche Boni freischalten kann, sowie spezielle Schatzquests, welche erst aktiviert werden müssen. Obwohl sich diese unter dem Strich spielerisch kaum bemerkbar machen, sorgen sie für reichlich Motivation, da es im Spiel einiges zu entdecken und freizuschalten gibt.

Nebst der Möglichkeit, jede Episode im freien Spiel erneut zu erleben, wartet mit dem Traum-Log ein weiterer Spielmodus, der es wirklich in sich hat. In diesem geht es darum, einzelne Inseln zu erobern, wobei man endlich auch alle bekannten Bösewichte in den Kampf schicken kann. Dabei können zudem Figuren aufgelevelt, Boni und Münzen gesammelt oder sogar weitere Charaktere freigeschaltet werden. Zwar wird hier unter dem Strich dieselbe Mosou-Kost geboten, durch die kürzeren Missionen und den besseren Belohnungen wirkt dieser Modus jedoch weitaus erfrischender und spassiger.

Multiplayer

Wie hast du mich genannt?
Wie hast du mich genannt? © Entwickler / Publisher

Das Abenteuer überzeugt technisch auf der gesamten Linie mit toller Optik, gutem Sound und sogar Originalton. Die für solche Spiele enorm wichtige Steuerung macht ebenfalls eine überaus gute Figur, da sie reaktiv und nicht überladen ist.

Negativ fällt jedoch einmal mehr auf, dass während der Kämpfe zu viel geredet wird, weshalb man sich ständig entscheiden muss, ob man kämpfen oder doch lieber die Untertitel lesen möchte. Letzten Endes fällt dies jedoch weniger negativ ins Gewicht als bei den Vorgängern, immerhin.

Technik

Wer hat noch nicht und möchte noch?
Wer hat noch nicht und möchte noch? © Entwickler / Publisher

Alle Missionen können sowohl lokal als auch im im Netz im Koop-Modus absolviert werden. Dabei macht es online deutlich mehr Spass, da auf geteiltem Bildschirm die Schlachten schlichtweg zu chaotisch und unübersichtlich werden.

Weiter können im Netz Hilferufe bzw. Hilfeaufforderungen verbreitet werden, wodurch man sich auch mit unbekannten Spielern verbinden kann. Das funktioniert recht gut, wenn man von gelegentlichen Aussetzern absieht. Um den Mehrspieler zu fordern, hat man sich schliesslich auch etwas einfallen lassen, da bei Hilferufen mehr Belohnungen und Münzen winken.

/ Antonio Prosperati [pan]