EA Sports UFC (2014)

EA Sports UFC (2014) Xbox One-Review

Sei Wasser, mein Freund

Sei Wasser, mein Freund

Ein wuchtiger Faustschlag gegen die Rippen, gefolgt von einem Tritt gegen das Schienbein und abgeschlossen mit einem Roundhouse-Kick gegen die Schläfe: Das ist UFC. Die besten Mixed-Martial-Arts-Kämpfer treffen sich in einem achteckigen Käfig, um ihre Kräfte zu messen. In EA Sports UFC erlebt man den Werdegang seines eigenen Kämpfers, vom Newcomer bis zum Titelgewinner.

Nach dem Konkurs von THQ stand die Zukunft der UFC-Games in den Sternen. Die UFC Undisputed-Spiele kamen stets gut an und hatten eine grosse Fangemeinde. Nun hat sich EA Sports die Marke unter den Nagel gerissen und dieses Jahr zum ersten Mal ein Spiel darunter veröffentlicht. Aufgebaut auf der hauseigenen Ignite-Engine will EA Sports UFC mit knackiger Grafik, realistischen Animationen und Bruce Lee neue Fans gewinnen.


Rating: Microsoft Xbox One

Gameplay

Der amtierende Champion: Jon Jones.

Der amtierende Champion: Jon Jones.

Bevor es ans Eingemachte geht, gibt's ein ausführliches Tutorial. Dieses ist aber so ausführlich und detailliert, dass die Lust aufs Prügeln etwas getrübt wird. Das Hauptproblem hierbei liegt bei der Steuerung. Sie ist furchtbar unzugänglich und vor allem für Anfänger kaum nachvollziehbar. Für einen bestimmten Tritt oder eine Abwehr bis zu vier Tasten gleichzeitig gedrückt halten zu müssen, ist dann doch etwas absurd.

Ist das aber geschafft und der eigene Spielstil gefunden, beginnt das Spiel zu gefallen. Die Steuerung ist trotz teilweise vorhandenem Input-Lag präzise, und die Basics wie Schläge und Kicks sind schnell erlernt. Eine simplifizierte Variante der Steuerung für Neulinge wäre angebracht gewesen, dafür gibt's aber den Beginner-Schwierigkeitsgrad, auf welchem selbst die Schwächsten einen KO-Schlag landen können.

Dieses Mädel haut zurück.

Dieses Mädel haut zurück.

Im Karriere-Modus wird stets zwischen einem Kampf und einer Trainingseinheit abgewechselt. In beiden erhält man Evolution Points und Erfahrungspunkte, um die eigene Figur aufzuleveln. In Sachen Fähigkeiten ist die Auswahl gross, und der Fokus auf eine Spielart ist sehr empfohlen. Etwas weniger gross ist die Auswahl im Editor. Ein paar voreingestellte Gesichter und Körperbauarten, erweitert mit Haaren und Kleidung ergeben den etwas mageren Erstellungsteil des Spiels.

Multiplayer

Im Multiplayer stehen kurze 1-gegen-1-Fights oder aber längere Meisterschaften zur Verfügung. Die Ladezeiten sind - wie im gesamten Spiel - lange, vor allem für ein Sportspiel. Zudem scheinen die Server nicht die besten zu sein, denn in praktisch jeder Onlinepartie schleichen sich kleine bis grosse Lags ein.

Technik

The dude's ripped!

The dude's ripped!

Die von EA für jedes Sportspiel verwendete Ignite-Engine lässt in EA Sports UFC ihre Muskeln spielen. Die Kämpfer sehen toll aus, vor allem die Profis. Wenn diese Kämpfer dann aufs Maul kriegen, sieht man das auch. Sitzt man auf einem Gegner und feuert ein Fäuste-Stakkato auf des Gegners Gesicht, spritzt schon einmal etwas Blut.

Die Bewegungen sind mehrheitlich sehr flüssig und wissen zu gefallen. Allerdings leiden die Soundeffekte etwas. Zwar sind die Zuschauer in ihren Reihen sehr stimmig, aber die Faustschläge und Tritte scheinen nicht wirklich zu sitzen. Am besten merkt man dies bei den sogenannten Submissions, also den Kämpfen am Boden. Da fühlen sich Faustschläge an, als ob die Kämpfer sich einfach die Händ auf die Nase drücken, anstatt zuzuschlagen.


Fazit

EA Sports UFC ist eine durchaus gelungene MMA-Simulation und ein solides UFC-Debüt von EA Sports. Die Steuerung könnte zugänglicher sein und die Kicks und Punches könnten etwas mehr Power vertragen, ansonsten macht das Spiel aber vieles richtig. Schicke Animationen, schöne Grafik und an sich gute Spielbarkeit gehören dazu. Das Spiel ist zwar ganz klar an UFC-Enthusiasten gerichtet, mit etwas Geduld findet sich aber jeder Neuling auch ein.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

27.07.2014 / nna

Community:

Bewertung: 4.5 (1 Bewertung)

 

 

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