Thief (2014)

Thief (2014)

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Xbox One-Review: Stehlen? Ich doch nicht!

Und weg ist das Portmonnaie!
Und weg ist das Portmonnaie! © Entwickler / Publisher

Bereits 2009 wurde ein neuer Ableger der Thief-Serie angekündigt. Doch das eher kleine Team hatte mit vielen Änderungen am Konzept sowie am Design zu kämpfen. Unter anderem mit der Portierung für die aktuellste Konsolengeneration dauerte es dann schliesslich ganze fünf Jahre, bis es Thief nun zu uns geschafft hat.

Garrett ist ein Meisterdieb schlechthin. Er hat noch nie für etwas bezahlt, denn schliesslich kann man ja alles stehlen. Mit Erin befindet er sich auf dem Weg, etwas ganz Spezielles zu stehlen. Doch irgendetwas stimmt damit nicht und Erin wird bei dieser Aktion getötet. Zurück in seiner Heimatstadt muss Garrett feststellen, dass eine krasse Zweiklassengesellschaft herrscht und die armen Menschen sehr unter dem Einfluss der Superreichen leiden müssen. Nebenbei scheint eine seltsame Krankheit in der Stadt ihr Unwesen zu treiben. Um dies alles wieder ein wenig zu korrigieren, will Garrett sich einen schwerreichen und gefährlichen Mann vorknöpfen. Doch dieser scheint gegen solche Diebe bestens gerüstet zu sein.

Schleichen, stehlen, Weg finden. Diese drei Aktionen sind die Hauptpunkte von Thief. Wer dies gerne tut und auch eine Portion Geduld mit sich bringt, wird dieses Game auf jeden Fall mögen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade und Wege erhöhen auch den Wiederspielwert. Doch irgendwie fehlt dem Spiel das gewisse Etwas, um in der ganz grossen Liga mitzuspielen. Auch gibt es für die Action-Freunde nicht wirklich eine Chance, ihre Vorlieben auszuspielen. Alles in allem ist Thief ein gutes Schleich-Spiel geworden, welches aber wohl nicht lange von sich reden machen wird. Mal schauen, ob es so zu einem weiteren Titel der Serie reichen wird. Verbesserungsmöglichkeiten wären auf jeden Fall vorhanden.

Story

...uuund hoch mit mir
...uuund hoch mit mir © Entwickler / Publisher

Garrett hatte seinen letzten Auftritt vor gut zehn Jahren. Damals waren die Geschichten um den Meisterdieb schon passend und hatten für die damalige Zeit eine gewisse Spannung. In der heutigen Zeit, wo man ab und zu auch grosse Film-Autoren für eine Game-Story unter Vertrag nimmt, sind die Erwartungen der Geschichte bei so einem Spiel natürlich hoch. Diese werden dann auch zu einem gewissen Grad erfüllt und ein wenig Spannung ist auch vorhanden. Doch so wirklich packen kann Thief leider nicht. Das düstere und dunkle Setting wäre aber dazu prädestiniert gewesen.

Gameplay

Im Vergleich zu Tomb Raider und Deus Ex wird dieses Game aus der Firstperson-Perspektive gespielt. So sieht man Garrett niemals als ganze Person, sondern steuert seine flinken Hände aus der typischen Shooter-Perspektive. Dies ist ein wenig schade, zumal die Drittperson-Ansicht bei solchen Spielen gefällt. Wie dem auch sei, auch aus der Erstpersonen-Optik gewinnt man schnell Freude am Stehlen wertvoller Gegenständen. Wobei dies leider nicht mal gross im Mittelpunkt steht.

Das ist meins!
Das ist meins! © Entwickler / Publisher

Vielmehr kämpft man im Spiel darum, nicht von den Wachen gesehen zu werden und den richtigen Weg zum Ziel zu finden. Das Erbeuten der Gegenstände wird somit zur Nebensache. Ganz auslassen soll man dies aber nicht, denn hie und da finden sich dann doch nützliche Gegenstände, die man zu seinen Gunsten einsetzen kann.

Der Fokus in Thief liegt ganz klar beim Schleichen. Wer also auf Stealth steht, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Spieler, welche lieber mit einer Waffe in der Hand alles schlagen und töten, was ihnen in den Weg kommt, werden mit diesem Game wohl nicht ganz zufrieden sein. Denn einen gewalttätigen Modus bietet das Spiel nicht. Töten kommt für Garrett schlichtweg nicht in Frage.

Technik

Jim Carrey wird's freuen
Jim Carrey wird's freuen © Entwickler / Publisher

Die Stadt wurde mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. So macht's Spass, sich durch die tolle Welt zu bewegen. Allerdings wurde alles sehr dunkel und düster eingepflegt. So muss man wohl Helligkeit und Kontrast optimal einstellen, um auch in den schattigen Momenten alles zu erkennen. Die dann auftauchenden scharfen Details hinterlassen aber einen guten Eindruck.

Passend in Thief sind auch die Hintergrundmusik sowie die kristallklaren Soundeffekte. Beides hätte man aber ruhig mehr in den Vordergrund rücken können. Der eigentlich sehr gute Score kommt nur selten wirklich zur Geltung, hätte aber mehr Präsenz verdient.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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