The Elder Scrolls Online (2014)

The Elder Scrolls Online (2014)

Angesiedelt vor den Ereignissen in Skyrim, bietet der erste MMORPG-Ausflug ins Elder-Scrolls-Universum bis zu acht speicherbare Charaktere, drei unterschiedliche Fraktionen, eine riesige erkundbare Welt, zahlreiche sammelbare Items und unzählige Einzel- und Mehrspielermissionen.

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Trailer: Exploring Tamriel Englisch, 03:13

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Massenschlachten im Elder Scrolls Universum

Angesiedelt vor den Ereignissen in Skyrim, bietet der erste MMORPG-Ausflug ins Elder-Scrolls-Universum bis zu acht speicherbare Charaktere, drei unterschiedliche Fraktionen, eine riesige erkundbare Welt, zahlreiche sammelbare Items und unzählige Einzel- und Mehrspielermissionen.

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Kommentare Total: 3

pan

PS4-Review: Massenschlachten im Elder Scrolls Universum

db

Rund zwei Monate nach Launch zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Mit inzwischen Vet12 ist der Levelcap erreicht und nun sollte eigentlich das ominöse Endgame losgehen. Am Build schrauben, bestes Gear sammeln und seinen Char optimieren - oder so sollte es sein - Dummerweise humpelt Zinemax zurzeit mit dem Nerfhammer durch die Gegend und versucht verzweifelt sein Game zu balancieren und die verschiedenen Klassen zu retten. So sind plötzlich Fähigkeiten - und seih es auch nur debuff - plötzlich wertlos oder durch Folgefehler steht man plötzlich vor der Situation, dass ein ganzes Build nicht mehr Funktioniert. Also hat man primär ein Build-of-the-Week, erschrickt ab jedem weiteren Patch und fragt sich, wann sein Charakter gänzlich unspielbar wird...

Überhaupt hat ESO ein gewaltiges Motivationsproblem, denn ein Erfolgserlebnis bleibt durch die Bank aus. Nach dem unspektakulären Finale der Hauptstory steht man vor dem Katastrophal balancierten Veteran-Content, der so gut wie jedes Build das für Level 1-50 noch tauglich war, nutzlos macht und man wieder von forne beginnt. Passt man sich an den enorm hohen Schwierigkeitsgrad an, merkt man jedoch, dass - ob jetzt Level 30 oder Veteran 12 - es von den Skills her gibt es nur wenig Unterschiede gibt und von den Zahlen her noch weniger. Während sich ein ausgelevelter Charakter in Borderlands 2 noch komplett anderst spielte wie ein Level 10 frischling, nutzt man in ESO beinahe noch die gleichen Fähigkeiten nur in vielleicht etwas anderen Synergien oder combos. Also warum beschäftigen die uns mit leveln, wenn der Mehrwert gleich null ist?

Deshalb muss ich sagen, womöglich kann man sich in den Gruppendungeons innerhalb einer Guilde noch eine Weile unterhalten, doch letztendlich bietet ESO zurzeit schlichtweg keinen Endcontent sondern nur witzloser Grind, der wegen dem immer schlechter werdenden Zustand des Spieles, den Servern in Amerika und den daraus folgenden reaktionsproblemen primär ein Frust ist. Selbst mit der Argumentation "ist ja noch jung" kann man elementare Designfehler nicht mehr von der Hand weisen und wenn sie nicht Rasch an der Situation etwas ändern, wird kaum noch einer bereit sein, die monatliche Gebür für dieses halbgare Produkt zu zahlen.

db

ESO hat viele gute Ansätze und will auch viel bieten. Drei ziemlich verschiedene Fraktionen, viele Charaktermöglichkeiten und tonnenweise Skills die man ausleveln und nutzen / kombinieren kann. Dazu gesellt sich Crafting in die man auch viel Zeit versenken kann und natürlich die 50 normalen und 12 Veteranlevels. Wenn man wirklich wieder einmal ein Game sucht, in das man viel Zeit versenken kann, ist man hier definitiv richtig.

Als Game muss man sich eines bewusst sein, das ist nicht Skyrim mit Multiplayer, das ist eine Mischung aus MMO und Singleplayer. Sprich - viele der Storymissionen muss man doch alleine durchprügeln und dazwischen wuseln irgendwelche andere Spieler um einen rum, mit denen man wenig zu tun hat, ausser sie stehlen einem die Spawns oder blockieren die Quests. Zudem ist das Gruppieren kaum nötig um Sub-50 - Quests abzuschliessen und wegen dem Phasing kann es sogar sein, dass man gar nicht mit seinen Freunden spielen kann, da diese Quests noch offen haben, welche ich bereits beendet habe - weshalb ich diese gar nicht sehen oder unterstützen kann. Ein Punkt an dem Sie arbeiten, doch es ist fraglich, dass sie solche elementare Schwächen in nächster Zeit beheben können.

ESO hat an sich viel Potential und wenn man die Story anschaut ist die auch wirklich gut. Jede der drei Fraktionen hat ihre eigenen Gründe die Kaiserstadt zu erobern und den Kampf gegen die Herren von Oblivion und Coldharbor ist auch durchaus gelungen. Leider hören da auch die positiven Punkte auf, denn an der Kiste gibt es noch sehr viele Baustellen, welche nicht nur auf den Spielspass drücken, sondern auch zum Teil schlichtweg frustrierend sind. Dies beginnt schon mit dem Kauf der Game-Version, denn die Imperial Edition schlägt rund 120.- zu Buche und ermöglicht als einzige Version alle Rassen in allen Fraktionen inklusive der Imperial Fraktion zu spielen, welche nunmal die besten Tanks im Spiel sind. Zudem ist es so die einzige Möglichkeit in einer vernünftigen Zeit zu einem Pfed zu kommen - welches man mit jedem Charakter für 1 Gold kaufen kann. Klar ist es nicht das beste, aber immer noch besser als 40 000 Gold anzusammeln - soviel kostet nämlich der einzige wirklich brauchbare Gaul. Solche Paywalls sind enorm einschränkend und fordern dem Spieler schon sehr viel Kohle ab, bevor es überhaupt mit dem Game losgeht. Vor allem wird dies zum Frust, wenn das spiel dann in einem - in den ersten Wochen - beinahe unspielbaren Zustand und auch vielen Wartungsfenstern - ausgeliefert wird.

Weitere Probleme sind schnell gefunden: Das Balancing ist ziemlich zerschossen. Quest werden als Level 20 angeschrieben und am Ende steht man vor einem Level 23 Boss und wenn man den Charakter noch nicht ganz ausgebaut hat oder auf CrowdControll spezialisiert hat, hat man kein Brot gegen diese Gegner. Später kann man dann einfach seinen Ultimate-Skill aktivieren und die Geschichte überleben, aber bis dahin stirbt man viele Tode. Das gleiche gilt ebenfalls auch für das PVP, denn einige Skills sind derart verbugged, dass der gegnerische Spieler unverwundbar wird (Vampire) oder Veteranspieler haben einen enormen Level-Vorteil, das sub 50 Spieler einfach weggehämmert werden, was natürlich primär für Frustration sorgt.

Im Spiel selber stört primär das Kampfsystem. Dieses ist nämlich, auch weil die Servers in den US stehen - enorm träge. Waffenwechseln, Skill auslösen und zur Seite rollen zündet zum Teil einfach nicht und dann plötzlich rauscht man von voller Gesundheit auf Null runter. Solche Lag-Kills nagen arg an der Spielfreude und machen auch Storymissionen wo man auf NPCs angewiesen ist entsprechend frustig. Bugs, Probleme und ständiges hängenbleiben an der Karte drücken ebenfalls auf das Spielerlebnis. Viele der Quests waren selbst einen Monat nach dem offiziellen immer noch zerschossen dass man diese nur dank zum Teil bizarr anmutenden Workarrounds oder erst spät in der Nacht abschliessen konnte, wenn keine Spieler mehr auf der Karte rumeierten. Dies führte zum Teil dazu, dass Spieler stundenlang in einer Reihe standen, um ein Quest abgeben zu können, was so amüsant wie tragisch aussah.

Das Endgame haben sie, wie schon bei Borderlands, sehr einfach gelöst: Um die Veteran-Levels (51-62) zu erreichen, muss man einfach die Kampagnen der anderen beiden Fraktionen durchspielen und kann dann pro Zone ein Level aufsteigen. Was natürlich zu den bizarren Situationen führt, dass man wieder auf Charaktere trifft, die man bereits getötet hat, oder wieder als Seelenloser Wanderer angesprochen wird, welbst wenn man die Seele schon lange wieder erhalten hat. Sehr billige und einfache Variante mehr Content zu liefern und motiviert auch nicht unbedingt, Charaktere in den anderen Fraktionen anzufangen. Leztendlich hat dies jedoch einen vorteil: Auf der ganze Zone sind die Gegner auf dem gleichen Level und man kann deshalb die Gebiete deutlich freier erkunden als beim sub 50 Leveling, wo man immer aufpassen muss, dass man nicht auf +3/+4 Gegner trifft.

Fazit: Nach Beta und einem Monat Spielzeit kann man zu dem Fazit kommen. ESO mag eine gute Geschichte erzählen und auch sehr viel Content bieten, aber die Grafik ist so steril wie veraltet, viele der Levels/Dungeons sind Copy/Paste, weshalb man sie auch schnell gesehen hat und viele Bugs und balancing Probleme drücken auf den Spielspass. Zudem ist die Immersion kaum vorhanden, da die Welt einfach nicht lebendig wirkt, sondern primär riesig ist und in der zwischendurch umnotiviert irgendwelche strunzdofen Mobs rumstehen. Zudem stellt sich die Frage, wie sich die Langzeitmotivation entwickeln wird. Klar kann man viel Zeit in Tamriel verbraten, doch letztendlich bewähren sich nur wenige Klassen, vieles ist noch verbuggd und soviel gibt die Story auch nicht her, dass man sie mehrmals durchwürgen muss. Von dem her wird sich zeigen, wie die neuen Adventurezonen noch motivieren am Build sowie am Gear zu schrauben, aber in dem mässigen Zustand wie das Game jetzt ist, müssen sie sich schwer ins Zeug legen, um die Massen auf längere Dauer zu halten.

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