Defense Grid 2 (2014)

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Xbox One-Review: All along the Watchtower

Light 'em up!
Light 'em up! © Entwickler / Publisher

Defense Grid: The Awakening etablierte sich schnell zu einem ganz Grossen im Tower-Defense-Business. Sowohl von Spielern als auch von der Presse durchs Band positiv wahrgenommen, überzeugte es mit seiner grundsoliden Mechanik und schicker Grafik. Nun soll Defense Grid 2 genau dort ansetzen, wo der erste Teil aufgehört hat. Der zweite Ableger wartet demnach mit 21 neuen Maps, einigen neuen Spielmodi und einem Multiplayer auf. Ein Couch-Koop-Modus fand zudem seinen Weg ins Spiel. Was kann ein Spiel, in dem man Türme aufstellt, um Gegnerwellen abzuwehren, denn Neues bringen? Aber wie sagt man so schön: Never change a running system.

Defense Grid 2 steht seinem Vorgänger in nichts nach. Schicke Visuals, zahlreiche Herausforderungen und eine sehr gut balancierte und funktionierende Spielmechanik machen auch den zweiten Teil zu einem Tower-Defense-Genuss. Wer eine tiefgründige Story oder viele neue Features erwartet, wird enttäuscht. Ansonsten gibt das Spiel sowohl Strategie-Veteranen wie auch -Greenhorns die nötigen Instrumente in die Hand, um die Energiekerne zu schützen und die Menschheit zu retten.

Story

Hier kommt ihr nicht vorbei
Hier kommt ihr nicht vorbei © Entwickler / Publisher

Von einem simplen Tower-Defense-Game eine ansprechende Geschichte zu erwarten, ist beinahe schon absurd. Der einfache Plot dient demnach auch bei Defense Grid 2 als Mittel zum Zweck, wenn überhaupt. Während ein paar Kommandanten einander anstacheln oder sogar miteinander flirten, ist man selbst viel zu sehr damit beschäftigt, die fiesen Aliens von den eigenen, lebenswichtigen Kernen abzuhalten.

Gameplay

Denn genau darum geht es: Energiekerne von Ausserirdischen zu beschützen. Dabei kommen die Horden von bis zu vier Punkten, und es liegt am Spieler, genügend Abwehrtürme aufzubauen. Die Levelstrukturen wechseln sich dabei gekonnt zwischen offen und linear ab, was nach jeder Mission ein taktisches Umdenken verlangt. Taktik ist in einem Strategie-Spiel selbstverständlich das A und O. Da kommen die neuen Boost-Türme gerade recht. Während hintereinander platzierte Türme bisher durcheinander durchschiessen konnten oder einfach blockiert waren, können sie nun mit den Boost-Towers angehoben werden und verschaffen den daraufgestellten Abwehrvorrichtungen den nötigen Höhenvorteil.

"Meins! Meins! Meins!"
"Meins! Meins! Meins!" © Entwickler / Publisher

Diese willkommene Abwechslung sorgt für einen zusätzlichen taktischen Kniff, ansonsten bleibt vieles beim Alten. Alle Türme haben immer noch drei Stufen, wobei man Aliens töten muss, um Ressourcen zu erhalten, womit man wiederum die Türme aufleveln kann. Die Gegner sind mehrheitlich sehr ähnlich, und die Unterschiede zu analysieren, lohnt sich erst auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Dann erfordert das Spiel erst richtig Feingefühl, und auch das grösste Mastermind wird noch gefordert. Dank den tiefen Schwierigkeitsgraden und der simplen und effektiven Steuerung ist Defense Grid 2 aber auch für Anfänger sehr zugänglich.

Multiplayer

Komplett neu ist der kompetitive Multiplayer. Dabei spielen zwei Spieler dieselbe Karte zur selben Zeit, und wer zuerst keine Kerne mehr hat, hat verloren. Allerdings kann man da die Zeit nicht verschnellern, und aufgrund der riesigen Masse von Aliens, die teilweise auf die Kerne zustürmen, verliert man den Überblick ziemlich schnell. Etwas angenehmer ist der Koop-Modus. Da werden die Platzhalter der Türme in zwei Farben aufgeteilt, und jeder Spieler kann nur auf seiner eigenen Farbe Türme platzieren. So muss genau koordiniert werden, wer wo was platziert, was die Zusammenarbeit der zwei Strategen effektiv fördert.

Technik

Pew-pew...
Pew-pew... © Entwickler / Publisher

Grafisch macht Defense Grid 2 einiges her. Bei weitem kein Meilenstein, aber nett anzusehen sind die in vielfältigen Szenarien angesiedelten Levels durchaus. In den schwereren Levels sieht man davon aber nicht mehr viel, ist doch der ganze Bildschirm mit Aliens, Projektilen und knallbunten Farben gefüllt. Sind es dann zuviele Elemente auf einmal, kommt es gelegentlich zu Rucklern. Scheint, als ob die Power der Next-Gen noch nicht ganz ausgenutzt worden sei.

Nicolas Nater [nna]

Nicolas schreibt seit 2013 für OutNow. Er moderiert seit 2017 zusammen mit Marco Albini den OutCast. Ausser für Geisterbahn-Horrorfilme, überlange Dramen und Souls-Games ist er filmisch wie spielerisch für ziemlich alles zu haben. Ihm wird aber regelmässig vorgeworfen, er hätte nichts gesehen.

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Trailer: Launch Englisch, 01:02