Tomb Raider (2013)

Tomb Raider (2013)

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Kommentare Total: 15

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daw

Sodeli, ist vorbestellt. Wer hat's auch noch auf dem Radar?

Freu mich tierisch! :-)

th

hier hier hier!

db

hab's auf dem Radar, doch ich fürchte mich etwas von dem Jump n' Run gedöns... das ist primär der Grund, weshalb ich die Vorgänger nicht gespielt habe. Von der Story her fürde mich das ganze jedoch reizen...

ale

Anfänglich war ich noch ein wenig skeptisch, doch die tollen Video-Featuretten zu Skills und Gameplay haben mich schon ein wenig heiss gemacht auf Lara. Jetzt frage ich mich, ob ichs auch vorbestellen soll. Bis Bioshock kommt bleibt ja auch noch ein wenig Zeit... 😊

daw

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ale

Nachdem ich das Game nun mehrere Stunden gespielt habe, muss ich doch sagen, dass es mich nicht vom Hocker haut. Zweifellos ist es ein gutes Spiel mit tollen Actionszenen und einer grandiosen Inszenierung. Doch die Cutscenes stimmen öfter nicht mit dem Spielgeschehen überein. Das kann ich dem Spielfluss zuliebe aber noch verschmerzen.

Mich stören vielmehr die penetranten Extra Special Bonus XP, die bei einem Headshot auf dem Bildschirm erscheinen. Einmal kam ich nach einem heftigeren Shootout erleichtert in einem Camp an, untersuchte einen Gegner auf Loot und promt Stand in grossen Buchstaben "SHOTGUN PART 3/3 FOUND". Das reisst mich total aus dem Erlebnis!

Dann wäre noch diese stereotype multikulti Crew, die aufjubelt, wenn Lara einem Gegner einen Pfeil in den Kopf schiesst, oder die Tatsache, dass eine vermeintlich unaufindbare Insel eine mittelgrosse Armee beherbergt. Warum schraubt man den Schwierigkeitsgrad nicht ein wenig nach oben und verringert die Anzahl Gegner? Immerhin ging es doch einmal um Survival...? Doch bereits zu Beginn liegen überall im Wald Pfeile herum. Da bekommt das Wort "littering" eine neue Dimension.

Doch wie gesagt, als reines Spiel unterhält mich Tomb Raider ganz gut, und die Inszenierung motivert mich zum Weiterspielen. Emotional sind mir Lara und ihre Crew jedoch egal. Miss Croft muss hier zwar viel einstecken, doch ansonsten ist sie immer noch intelligent, gut aussehend, hart im nehmen, mitfühlend... unmenschlich perfekt! Vom Charisma eines Nathan Drake kann sie derzeit nur träumen.

daw

Dann wäre noch diese stereotype multikulti Crew, die aufjubelt, wenn Lara einem Gegner einen Pfeil in den Kopf schiesst, oder die Tatsache, dass eine vermeintlich unaufindbare Insel eine mittelgrosse Armee beherbergt. Warum schraubt man den Schwierigkeitsgrad nicht ein wenig nach oben und verringert die Anzahl Gegner? Immerhin ging es doch einmal um Survival...? Doch bereits zu Beginn liegen überall im Wald Pfeile herum. Da bekommt das Wort "littering" eine neue Dimension.

Das ist mir auch aufgefallen! Aber bei Uncharted hat sich auch niemand daran gestört 😉 Aber ja, ist sicher unschön.

Ich denke da kann man aber übers Ganze gesehen schon drüber hinweg sehen. Immerhin klappt das Klettern ganz gut, was mich bei Assassin's Creed immer mal wieder zurück geworfen hat. Oder wie seht ihr das?

ale

Bei Uncharted hat mich in Teil 3 vor allem der Wüstenabschnitt genervt. Warum hat es in jenem verlassenen Dorf Bösewichter? Aber Uncharted versucht auch nicht, mehr zu sein, als es ist. Bei Tomb Raider hat der ganze XP-Kram nichts zu suchen. Es passt nicht zur Art Spiel. Man kann Laras Entwicklung auch anders einbetten. Bioshock macht es beispielhaft vor - ohne nervige Zahlen auf dem Bildschirm, die dich aus der Spielerfahrung reissen!

th

der XP-kram nervt einiges weniger als die sprachausgabe, die auf der x360-version nur in deutsch und französisch vorhanden ist... die ist zum teil mal wieder so katastrophal schlecht, dass das ganze spielvergnügen darunter leidet.

ale

Game durch. Alles in allem wurde meine Meinung bestätigt. Laras Persönlichkeit bleibt trotz vieler Stürze, Schnitte, Schläge... relativ flach, doch bekommt sie noch halbwegs gute Dialoge hin, was man von ihren Freunden nicht sagen kann, reihen sie doch einfach pathetische Einzeiler aneinander.

Das verbirgt jedoch nur die Sicht auf das Spiel an sich, und das ist wirklich gut gelungen. Zwar wird der Schwierigkeitsgrad nur von der Anzahl Gegner hochgeschraubt (die Rätsel sind zu einfach), doch die Mechanik funktioniert, und die Motivation ist stets vorhanden. Technisch ist das Spiel über alle Zweifel erhaben, man sieht dem Spiel den Produktionswert deutlich an. Da ist es schade, dass Crystal Dynamics es sich in vielen Belangen so einfach machte und das Ganze auf Feierabend-bloss-kein-Anspruch-Gamer trimmte.

th

naja, das mit den schwierigkeitsgraden ist aber nicht zwingend ein tombraider-problem, sondern eher das, was die gamers heutzutags erwarten. wenn man nicht gleich die lösung in 5min findet, wird ins internet gerannt und walkthroughs durchgemacht.

früher, da war alles noch anders. da könnte man sogar in games sterben OHNE auf auto-savepoints im 10-sekunden-rhythmus zugreiffen zu können. oder man macht irgendwann am anfang mal eine entscheidung, die dann gegen schluss des games ein weiterkommen verhindert. jaja... früher... 😊

ale

Das ist schon richtig, was du sagst, aber wozu dienen dann die Schwierigkeitsgrade? Ich kam fast ohne Sterben durchs Spiel. Meistens brachte mich ein unerwarteter Quick Time Event um, weil ich die Taste zu spät drückte. Ich habe Tomb Raider auf hart durchgespielt und trotzdem durfte ich mich keine Minute umschauen, ohne dass gleich die Taste des Survival Instincts aufpoppte. Warum wird das auf Schwer nicht abgeschaltet?

Dann wiederum stand ich vor einem Rätsel, das keines war. Da war nur eine Tür geöffnet und ich wurde schnurstracks zur Lösung gelotst (Stichwort: Lift). Besonders die in der Story integrierten Verschnaufpausen (a.k.a. Rätsel) waren idiotensicher. Wenigstens waren die optionalen Gräber etwas - wenn auch nur leicht - anspruchsvoller.

Ein weiterer Kniefall ist die automatische Deckung. Warum gibt es dazu keinen Knopf? Genauso wie fürs Ducken. Das kann man doch bestens kombinieren! So drücke ich auf meinem Pad einfach nur den linken Stick nach vorne, hin und wieder die Sprungtaste und auf dem Bildschirm passieren die unglaublichsten Sachen: eine Brücke stürzt ein und Lara rennt davon; gefährliche Abgründe werden überwunden; enge Höhlen mit Blutseen werden durwatet, schwierige Sprung- und Kletterpassagen gemeistert. All dies ohne irgendwelche Aktionen (geschweige denn Anstrengung) meinerseits. Genauigkeit beim Springen? Fehlanzeige. Die richtigen Stellen der Brücke betreten, damit das Holz nicht bricht? Näh, woll'n wir nicht! Tauchen, und darauf achten, dass die Luft nicht ausgeht, während man die richtige Richtung einschlägt? Zu schwierig für den Sesselfurzer.

Der einzige Unterschied in den Schwierigkeitsgraden liegt darin, dass die Gegner mehr oder weniger einstecken können. Und selbst da, wenn man zu oft stirbt, erscheinen einfach weniger Gegner auf dem Bildschirm. Ich will ja nicht 2h Spielzeit wiederholen müssen, weil ich eine Milisekunde zu früh abgesprungen bin, aber es gibt genügend Beispiele, wie man ein Spiel zugänglich macht, ohne dass daraus gleich ein interaktiver Film wird.

th

ich bin genau deiner meinung. es ist einfach keine challenge mehr, sondern ein durchlaufen. was ich meinte ist: das ist leider ein genereller trend, die aufmerksamkeitsspanne der spieler ist viel zu kurz geworden, als dass man sie noch mit hohen schiwerigkeitsgraden richtig fördern darf/kann/muss. ich kann mich an kein spiel der letzten monate erinnern, das nicht auch in höheren schwierigkeitsgraden ein durchlaufen gewesen wäre.

will ja kein original prince of persia mehr, aber bisschen mehr anspruch darfs schon sein. so ist tomb raider aber wie du's geschrieben hast halt "nur" ein interaktiver film (und ein sehr gut gemachter). und als solchen habe ich es letzten endes auch gespielt.

db

Tomb Raider - oder Archäologie mit Abrissbirne

Die ersten Tomb Raider haben mich nie wirklich gereizt, zu viel Jump n' Run gedöns, schlechte Steuerung und da konnte auch Lara's stetig wachsender Vorbau nicht darüber hinwegtäuschen. Das Reboot habe ich mir jedoch gegönnt, es hiess mehr actionlastig, eher Covershooter und nachdem mir bereits Deus Ex 3 sehr gut gefallen hat, klang dies nach einem ähnlichen Gameplay. Was es letztendlich auch war, denn die beste Überlebenschance hat man eher mit schleichen und stealth vorgehen, als frontalem Angriff und die einigen leichten Rätsel sowie Jump-Einlagen haben sich auch gut ins Spiel eingefügt.

Von der Story her schafft es Tomb Raider mit schönen Tempelanlagen sowie den vielen Dokumenten die man auf der Insel entdecken kann - welche die Geschichte einiger Schlüsselfiguren auf der Insel erzählen - eine vielschichtige Saga aufzubauen, welche sich über mehrere Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende ersteckt. Diese kann man schrittweise erkunden und wie einst bei den ersten Staffeln von Lost, kommt immer wieder diese unheilvolle Drohung auf - was geschieht auf dieser Insel, was sind dies für Einrichtungen und was geschieht hier wirklich. Diese Fragen treiben einem voran und machen das Game nicht nur sehr faszinierend, es gibt einem auch das Gefühl eine in sich funktionierende und auch "reale" Welt zu erkunden.

Leider deckt sich aber die Hintergrundgeschichte nur bedingt mit der Realität. Während Deus Ex 3 eine komplett durchdachte und auch nachvollziehbare Welt bot, gibt es bei Tomb Raider viele Situationen wo einfach die Effeckthaschrei wichtiger war als glaubwürdigkeit. Da kann Lara noch so über einige Tempel staunen "Oooch die sind sicher mehere Tausend Jahre alt" - nachdem Lara durch ist und das Level abgeschlossen hat, liegt sowieso alles in Schutt und Asche. Das wird konsequent durchgezogen und gipfelt darin, dass man gefühlte 10 Minuten über die Dächer eines brennenden Palastes hüpfen muss, der notabene seit vielen hundert Jahren da gestanden hat. Klar sieht es spektakulär aus, wenn man eine Fassade hochklettert die langsam auseinander bricht, aber he das Teil steht seit Ewigkeiten am gleichen Ort, mit dieser Verfallrate wär das Teil schon lange weg.

Aber letztendlich geht man mit Lara auf eine Reise, welche sie von der naiven Studentin bis hin zum knallharten Survivor formt, und dies bringt die übertriebene Action mit der sehr gut ausgearbeiteten Hintergrundgeschichte zusammen. Dies und auch wegen der grossartigen Grafik kann man über einige Schnitzer hinwegschauen und die zum Teil sehr wiederholend ablaufenden Missionen hinnehmen. (Anruf "Lara ich hab ein Problem" - in Tempel/Palast/Boot/Bunker schleichen - ein paar leute Killen - aus dem brennenden/explodierenden/zerfallenden Gebäude wieder abhauen). In die gleiche Kategorie fallen auch einige Challenges, welche wohl die Spielzeit verlängern sollen. Geocaching auf einer verlassenen Insel - WTF? Hätte man lieber noch etwas mehr Content hinein gepackt, denn mit 19h Spielzeit ist das Spiel wie auch Bioshock in der unteren Grenze.

Fazit: Das Reboot Tomb Raider ist ein visuell grossartiger Cover-Shooter geworden, der interessante Hintergrundgeschichte mit zum Teil völlig übertriebener Action kombiniert und versucht mit dem üblichen Challenges die Spielzeit noch etwas zu heben. Dies macht das ganze aber auch etwas Zweischneidig, was auch bei näherem Hinschauen eher für Stirnrunzeln als Begeisterung sorgt. Dennoch bleibt es eine empfehlenswertes Abenteuer.

4.5

ale

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