Wii U-Review: Dabei sein ist alles!

Abfahrt!
Abfahrt! © Entwickler / Publisher

Im Februar 2014 finden in der russischen Stadt Sotschi die Olympischen Winterspiele statt. Diesen Anlass macht sich Entwickler Sega zu Nutze und schickt sein Maskottchen Sonic sowie den Nintendo-Liebling Mario ebenfalls auf Medaillenjagd. Rund 20 Charaktere aus dem Sega- und Nintendo-Universum treten in Sotschi in den verschiedensten Disziplinen gegeneinander an.

Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen: Sotschi 2014 ist kein Überflieger von einem Spiel, macht aber besonders im Multiplayer tierisch Spass. Auch wenn das Steuerungskonzept etwas Einarbeitungszeit und gelegentlich ganz viel Geduld benötigt, funktioniert es letztlich ganz gut und macht das Spiel zu einem tollen Partytitel für zwischendurch. Mit 16 verschiedenen Olympia-Disziplinen und 8 Traumdisziplinen bietet der Titel genug Abwechslung, um nicht nach nur wenigen Versuchen schon wieder in der Versenkung zu verschwinden.

Gameplay

Speed-Skating!
Speed-Skating! © Entwickler / Publisher

Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich für eine Nation, für die man künftig antreten will und für die man in den verschiedenen Spielmodi Medaillen sammelt. Insgesamt bietet der Titel 24 verschiedene Disziplinen, wovon 16 tatsächlich olympisch sind. Bei den weiteren 8 handelt es sich um sogenannte Traumdisziplinen, in denen alles etwas unkonventioneller vonstattengeht. An Abwechslung fehlt es bei den gebotenen Disziplinen nicht. Von der klassischen Abfahrt über Bobfahren bis hin zu Curling oder Eiskunstlauf ist alles dabei, was für einen gescheiten Wettkampf in der heimischen Stube nötig ist.

Neben dem olympischen Wettbewerb gibt es auch den Legendären Modus, in dem die 20 Charaktere gegen ihre Schatten antreten müssen, um diese in unterschiedlichen Sportarten zu besiegen. Am Ende jedes Wettkampfes wartet zudem ein etwas herausfordernder Bossgegner. Ein weiterer Modus ist Geschick & Grips, wo euch während den verschiedenen Disziplinen kleine Denkaufgaben gestellt werden, die es zu lösen gilt. So besteht eine Aufgabe darin, einen Geist zu finden, der Aufnahmen von einer Strecke macht, die gleichzeitig auf dem Wii U Gamepad Display angezeigt werden. Den Entwicklern gelingt es dadurch auf sinnvolle Weise, eine Prise Abwechslung in den Olympia-Alltag zu bringen.

Bäsalaaaa!
Bäsalaaaa! © Entwickler / Publisher

Die verschiedenen Disziplinen verlangen unterschiedliche Eingabemethoden, wobei nicht alle gleich gut funktionieren. Oftmals wird die Steuerung auf ein wildes Gefuchtel reduziert. Besonders mühsam gestaltet sich in diesem Zusammenhang das Steuern der Charaktere mittels Neigung des Wii U Pads oder der Wii Remote. In puncto Präzision reicht diese Steuerungsvariante nicht an den Analogstick oder das Digipad ran. Dies kann vor allem für Neuanfänger zu Startschwierigkeiten führen. Dafür macht aber besonders der Skisprungwettbewerb Spass, bei dem man sich in der Hocke kauernd vor dem Fernseher widerfindet und zur richtigen Zeit den Absprung schaffen muss.

Multiplayer

Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen lässt euch online wie auch offline gegen andere Spieler antreten. Online ist dies komischerweise aber in nur 4 Disziplinen möglichen, was nach einiger Zeit ziemlich langweilig wird. Offline können sich bis zu 4 Spieler in allen verfügbaren Disziplinen messen, wobei man je nach Sportart im Team oder gegeneinander antritt. Der Multiplayerpart hält, was er verspricht und macht besonders zusammen mit ein paar Freunden auf der Couch tierisch Spass.

Technik

Trendsportart Biathlon!
Trendsportart Biathlon! © Entwickler / Publisher

Grafisch fallen besonders die Charaktere positiv auf. Alle Spielfiguren sind gut animiert und sehen dank frischer HD Optik genauso gut aus. Einen kleinen Gastauftritt legen zudem die Miis hin, die ebenfalls an gewissen Disziplinen teilnehmen und für die es auch zahlreiche Kostüme freizuschalten gibt. Diese Kostüme sind allerdings nur auf Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen begrenzt. Negativ fällt besonders der Sound auf, wobei der Kommentator besonders mühsam ist. Immer wieder unterbricht er das Spielgeschehen mit seinem Gebrüll und schrillen Zwischenrufen. Das zehrt auf Dauer ganz schön an den Nerven, genauso wie die nervösen Stücke, die im Hauptmenü wiedergegeben werden.

/ Andreas Mutzner [am]

Trailer: Launch Englisch, 02:15