3DS-Review: An die Wand geklatscht!

Mit The Legend of Zelda: A Link Between Worlds veröffentlicht Nintendo ein Zelda-Abenteuer, das exklusiv für den 3DS entwickelt wurde. Der Titel ist der geistige Nachfolger des von den Fans geliebten SNES-Klassikers A Link To The Past.

Trautes Heim, Glück allein!
Trautes Heim, Glück allein! © Entwickler / Publisher

Eines Morgens erwacht Link schweissgebadet aus einem fürchterlichen Albtraum und muss feststellen, dass er wieder einmal verschlafen hat. Nach einer ordentlichen Standpauke durch seinen Ziehvater, den hiesigen Schmied, wird er auf einen Botengang geschickt. Ein Hauptmann der königlichen Garde hat sein Schwert vergessen, das er kurz zuvor zum Schärfen vorbeigebracht hat. Auf seinem Weg ins Schloss begegnet der junge Held einem bösen Magier, der damit begonnen hat, die Bewohner von Hyrule in Wandmalereien zu verwandeln. Auch Link bleibt von diesem fiesen Trick nicht verschont und findet sich kurzerhand als Kritzelei an der Schlossmauer wieder. Dank eines mysteriösen Schmuckstücks, das Link bei sich trägt, schafft er es, sich aus seinem Kreidegefängnis zu befreien und eilt kurzerhand dem bösen Magier nach. Dieser hat nämlich - Achtung, Story-Spoiler - die Prinzessin entführt. Der dunkle Magier ist hinter den Nachfahren der Sieben Weisen her, die einst vor vielen Jahren den bösen Ganon bezwangen.

Was macht den Reiz der Zelda-Spiele eigentlich aus? Ist es der naive Held? Das seit Jahren unveränderte Spielkonzept? Oder profitiert der Titel in erster Linie von den verklärten Kindheitserinnerungen, die für jeden Spieler beim ersten Ton der klassischen Zelda-Hymne omnipräsent werden? Eine schlüssige Antwort auf diese Frage bietet Nintendo mit beinahe jedem Zelda-Titel aufs Neue. Kaum ein Spiel profitiert von einer derart hohen Produktionsqualität wie die Abenteuer von Link. Auch A Link Between Worlds profitiert von einem exzellenten Spieldesign, liebenswürdigen Charakteren und einer tollen Spielwelt. Kurzum, ein Must-have für jeden 3DS-Besitzer.

Gameplay

Auf dem Weg nach Lorule!
Auf dem Weg nach Lorule! © Entwickler / Publisher

A Link Between Worlds ist in der gleichen Welt angesiedelt wie damals A Link to The Past, dies merkt man nicht zuletzt beim Anblick der Karte. Auch die Kameraperspektive ist dem Original von 1992 nachempfunden und zeigt das Geschehen aus der Vogelperspektive. Diese Ansicht wirkt in keiner Weise altbacken und wird durch gelegentliche 3D-Einlagen und clever eingesetzte Tiefeneffekte aufgelockert. Auch im Spieldesign haben sich die Entwickler an die altbewährte Zelda-Formel gehalten, schicken den Spieler durch verwinkelte Dungeouns, lassen Monster auf ihn los und stellen ihn vor diverse Rätsel, die nur mit Hilfe verschiedener Gegenstände gelöst werden können.

Während man sich in allen bisherigen Zelda-Teilen jeden Gegenstand einzeln verdienen musste, hat Link in seinem neuesten Abenteuer bereits schon zu Beginn des Spiels Zugriff auf diverse nützliche Utensilien, wie auf den Greifhaken oder auf einen Hammer. Diese können beim Händler entweder gemietet oder gekauft werden. Die Vorteile der Miete liegen auf der Hand, kann man sich so doch bereits für wenig Geld einen grossen Vorteil gegenüber seinen Gegnern verschaffen. Segnet man im Verlauf des Abenteuers allerdings das Zeitliche, was aufgrund des knackigen Schwierigkeitsgrads durchaus mal vorkommen kann, so fordert der Händler seine Ware wieder ein, und die Ausrüstung muss von neuem beschafft werden. Besonders in komplexeren Dungeons kann es ganz schön nerven, wenn man den gesamten Weg zum Händler erneut antreten muss, nur um auf dem Absatz kehrtzumachen und wieder ins Dungeon hinabzusteigen. Gleichzeitig führt dieses Feature aber auch dazu, dass man sich nicht kopflos in eine Schlacht stürzt und vorher seine Chancen sorgfältig abwägt.

Mittendrin statt nur dabei!
Mittendrin statt nur dabei! © Entwickler / Publisher

Highlight des Spiels sind wie so oft die vor Kreativität strotzenden Dungeons und die darin wohnhaften Bösewichte. Erstmals spielt es dabei keine Rolle, in welcher Reihenfolge man die Dungeons angeht. Sämtliche Levels sind von Beginn an spielbar. Eine zentrale Rolle spielt dabei Links neue Fähigkeit, sich in eine Wandmalerei zu verwandeln, um so unüberwindbare Passagen zu meistern, Schalter zu aktivieren und Fallen zu umgehen. Aufgrund dieser Fähigkeit ist es Link zudem auch möglich, an bestimmten Stellen im Spiel in eine garstige Parallelwelt namens Lorule einzutreten. An Stelle von Freunden macht sich Link dort hauptsächlich Feinde und muss zahlreiche dimensionsübergreifende Rätsel lösen.

Technik

A Link Between Worlds erhält durch die isometrische Kameraperspektive einen Touch Retro im modernen Gewand. Auch wenn es sich hier um einen Handheld-Titel handelt, so haben die Entwickler ihr Möglichstes aus der beschränkten Power des 3DS rausgeholt. Das Spiel sieht gut aus und punktet mit diversen gut gemachten 3D-Effekten und dem typisch nostalgischen Zelda-Soundtrack.

/ Andreas Mutzner [am]

Kommentare Total: 2

ale

Ich habe dieser Tage A Link Between Worlds als mein erstes Zelda beendet. Tragisch, ich weiss, gehöre ich doch nun zu den grössten Zelda-Fans. Den Grund dafür liefert ausschliesslich dieses kleine grosse Juwel. Das Spielprinzip ist so einfach wie genial, und das Design der Dungeons grenzt an Perfektion. Die Rätsel sind sehr gut austariert, so dass immer Köpfchen verlangt, es aber nie frustrierend wird. Kopfloses Stürmen wird ebenso bestraft wie simples Button Mashing. Hinzu kommt eine innovative Spielmechanik, die das Ganze auf eine neuartige Dimension hievt.

23:49h habe ich gebraucht, um dem Abspann zu sehen. Keine Sekunde bereue ich. 3DS-Besitzer müssen zuschlagen!

am

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