Max Payne 3 (2012)

Max Payne 3 (2012)

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daw

Xbox 360-Review: Alkohol und Tabletten am Morgen bringen viele Sorgen

ale

Hab's dieses Weekend zu Ende spielen können und es hat mir grösstenteils Spass gemacht. Leider hat das Spiel drei grosse Mankos, die es nicht immer wettmachen kann:

1. Der Beginn ist zu träge, da der Spielfluss ständig von Skripts und Videos unterbrochen wird. Bis weit ins 2. Kapitel hat man die Steuerung dadurch nicht inne.
2. Das Missionsdesign basiert grösstenteils auf das Prinzip: Geh in den Raum, Gegner rein, töte alles was sich bewegt, geh weiter. Funktioniert meistens aufgrund der grossartigen Schauplätze und durchaus spannenden Shootouts recht gut, aber von Abwechslung ist nicht die Spur!
3. Gegen Ende des Spiels liegt die Herausforderung darin, dass dir die Entwickler Gegnerwelle um Gegnerwelle nachschmeissen, so dass die Bullettime nicht richtig einsetzbar ist. Stattdessen geht ihr irgendwo in Deckung und erschiesst Gegner um Gegner in einem mühsamen Abarbeitungsprozess.

Davon abgesehen ist Max Payne 3 ein sehr guter 3rd Person Shooter mit Bombastgrafik. Die Umgebungen sind sehr detailiert und sehr schön gestaltet, das Leveldesign ist meistens sehr gut, und auch die Story - obwohl mich das Brasilien-/Panama-Setting nicht sonderlich zusagt - wurde brilliant inszeniert. Der Zerfall von Max ist eindrücklich und deprimierend zugleich und letztendlich setzt keiner die Bullettime so cool in Szene wie der gefallene Cop aus New Jersey.

db

So Max Payne zum Dritten. Ich hielt mich mit den Erwartungen zurück. Zum einen war gut, dass man nach zwei sehr düsteren Spielen etwas Neues probieren wollte, weshalb ich mit dem neuen Setting und dem glatzköpfigen Max auch weniger probleme hatte. Eine Weiterentwicklung eines Charakters tut niemals weh. Allerdings ist der Weg dahin äusserst zäh. Bis kurz vor Schluss muss man sich durch viele Dialoge hören, in denen er in Selbstmittleid versäuft und dies mit Alkohol gründlich runterspühlt. Dies ging mir jedenfalls bald auf die Nerven, denn in keinem Moment erreicht das ganze annähernd die Intensität wie im ersten Spiel, wo der Alptraum erst begonnen hat. Wenigstens ist die Geschichte gut geschrieben und grossartig vertont. (im englischen jedenfalls)

Die Geschichte selber hat einen schweren Einstieg. Durch die verschachtelte Erzählweise, die sich zum Teil zu drei verschiedenen Zeiten abspielt, ist es zu Beginn schwer sich in der Story zu orientieren und wegen den vielen Mitspielern kann man sich auch kaum eine Übersicht verschaffen. Irgendwie wirkt das ganze auch gesucht, denn einige Rückblenden ins verschneite Noir York City wirken so gesucht, dass der Verdacht nahe liegt, dass man hier primär die Fans ruhig stellen wollte, denen Max im knallbunten Shirt zu bunt war. Zudem kann die Story auch nie einen solchen Spannungsbogen aufbauen wie einst Max Payne 1 und wird nach einigen Kapiteln zu meinen Erstaunen dann doch sehr Transparent.

Grafisch ist das Game natürlich auf dem neusten Stand der Technik und brilliert mit detailierten Charakteren und einem Leveldesign, das man zwischendurch gerne länger erkunden würde. Allerdings bewegt man sich während der Spielzeit dann doch viel zu oft in abgewrakten Kellergeschossen und Gebäuden rum, das dann die Wau Momente doch eher rar sind.

Doch selbst wenn die Geschichte, Vertonung und auch das Leveldesign ganz gut sind, letztendlich verschenkt Max Payne den Spielspass mit dem eigendlichen Gameplay. Wie schon bei Resident Evil 5 gibt es viele Situationen die so nervend sind, das man sich fragt, die das überhaupt durch die Tests kam. Der Charakter ist enorm träge und viele der Spieltode gehen aufs Konto von Max, der erstmals Sekunden im Raum herumsteht, bis er endlich in Deckung geht. Regelmässig verliert man alle gesammelten Waffen und steht wieder mit einer Pistole da oder kann wegen einer Script-Sequenz keine Munition aufsammeln, weshalb die nächste Gegnerwelle mit nur acht Kugeln angegangen werden kann. Wenigstens erhält man nach mehreren Fehlversuchen etwas Munition und Painkillers geschenkt, aber all dies wäre nicht nötig gewesen. Zudem wirkt das ganze mit der Zeit zu repetiv, denn primär läuft man von Checkpoint zu Checkpoint und metzelt Heerscharen von Gegner ab, die irgend etwas auf Spanisch brüllen und auf einen zu rennen. Das macht das eigentliche Gameplay mehr zu einem Grind als zu Spass und kann bei einigen fummligen Sequenzen primär nur nerven. Wenigstens haben sie sich wirklich bemüht, einen realistischen Schaden zu erfassen, denn oft muss man den Gegner wirklich in den Kopf schiessen, dass sie endlich sterben.

Fazit: Max Payne 3 ist ein sehr zweischneidiges Schwert, das viele gute Ansätze hat und in der Story auch etwas frischen Wind in die Saga bringt. Doch leider wirkt das ganze durch viele äusserst gesuchte Rückblenden und dem wiederholenden Aufbau recht schnell öde und selbst wenn es einem interessiert, wie das ganze Ausgeht, prügelt man sich primär durch die Levels und hofft, dass man schnell bei der nächsten Zwischensequenz ist, denn da wird es wieder interessant.

3.5

th

endlich auch noch durchgespielt - die 5.- im xbox sommerausverkauf waren's durchaus wert. mit der zeit hat man aber der dreh durch, und dann wirds ein bisschen gar repetitiv.

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