Halo 4 (2012)

Halo 4 (2012)

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Xbox 360-Review: Totgeglaubte leben länger

Ihr stört ja immer noch!
Ihr stört ja immer noch! © Entwickler / Publisher

Fünf Jahre ist es her, seit die Halo-Fans eine Geschichte um den Master Chief bekommen haben. Mit dem Ende der Trilogie wurde auch eine Generation Halo beendet. Nachdem vor zwei Jahren mit Halo: Reach auch das letzte Halo-Spiel von Bungie entwickelt wurde, haben sich nun die Damen und Herren von 343 Industries ans Werk gemacht und wollen die Geschichte um den Master Chief weiterführen. Doch wo ist der Chief überhaupt geblieben?

Knapp fünf Jahre seit den letzten Ereignissen erwacht der Master Chief in einer Kapsel auf der UNSC-Fregatte. Seine immer treu gebliebene künstliche Intelligenz Cortana beginnt die Schicksale der letzten Zeit zu erzählen, als urplötzlich wieder böse Kreaturen der Allianz auf den Master Chief treffen. Der Chief und Cortana stellen bald fest, dass sie sich in der Nähe des Planeten Requiem befinden und von diesem angezogen werden. Und wenn sie schon nicht genug um die Ohren mit den vielen Gegnern hätten, müssen sie auch noch so schnell wie möglich Doktor Halsey aufsuchen. Denn die Lebenszeit von Cortana ist mehr als überschritten, und ohne ihr Wissen wäre der Master Chief absolut hilflos. Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit.

Es gibt nichts zu diskutieren: Halo 4 macht dort weiter, wo Halo 3 aufgehört hat. Es tut gut, den Master Chief wieder mal selber zu spielen und aus dessen Sicht die dramatischen Ereignisse der Halo-Geschichte zu erleben. Am beliebten Gameplay der letzten Spiele hat sich nichts geändert. Aussehen tut es ebenfalls hervorragend, und auch der Soundtrack ist sehr stark. Die neuen Spartan-Ops-Missionen sind sicher eine gute Abwechslung, müssen in Zukunft aber vielleicht noch etwas abwechslungsreicher und spannender gestaltet werden.

Alles in allem ist Halo 4 ein sehr guter Shooter, und man kann als Action-Fan bedenkenlos zugreifen. Es ist ein bisschen wie beim aktuellen James-Bond-Streifen Skyfall: Altbewährtes gepaart mit einigen neuen Elementen aus einer neuen Generation. Nicht absolute Weltklasse, aber doch recht amüsant und spannend. Spartaner steht Spalier, der Master Chief ist zurück. Und wie!

Story

Wo ist mein Game-Pad?!
Wo ist mein Game-Pad?! © Entwickler / Publisher

Schon die letzten Spiele von Halo wiesen eine durchaus interessante und spannende Geschichte auf. Wer Fan der Serie ist und vielleicht schon das eine oder andere Buch gelesen hat, wird auch bei Halo 4 voll auf seine Kosten kommen. Die bekannten Figuren sind wieder dabei, das "Look&Feel" ist auch gleich geblieben, und die Zwischensequenzen tragen sehr viel zur guten Story bei. Wenn teilweise auch ein wenig vorhersehbar, macht die Geschichte doch Lust, die Kampagne durchzuspielen. Hier merkt man eine Änderung bei der Entwicklung also überhaupt nicht.

Gameplay

Wenn auch viele Angst davor hatten: Halo 4 ist nach wie vor ein Halo. Es spielt sich immer noch genial, die Steuerung ist einfach und logisch, und die verschiedenen Kapitel sind ziemlich abwechslungsreich. 343 Industries hat es verstanden, die Philosophie der Geschichte in einen tollen Shooter umzusetzen. Man darf sich also unbedingt auf das neue Game der Halo-Serie freuen.

Endlich Sonne
Endlich Sonne © Entwickler / Publisher

Die bösen Kreaturen wurden allesamt ein wenig überarbeitet. Abgesehen davon, dass sie ein wenig anders aussehen, sind sie nicht mehr ganz so dumm. Vor allem die kleinen und in einer Vielzahl vorkommenden Grunts rennen nicht mehr einfach so auf den Master Chief los. Vielmehr nutzen sie die ganze Kraft ihrer Plasmawaffe aus und sind kurz nach Verlassen der Deckung bereit zum Feuergefecht. Man darf zwar nicht die ultimative Änderung der Gegner erwarten, doch wird man hier trotzdem ein bisschen mehr gefordert als auch schon.

Nebst dem vielen Rumschiessen kommen natürlich auch ruhigere Passagen mit Scharfschuss-Einlagen dazu. Obendrein wurden ein paar Quicktime-Events eingebaut. Zwar haben die Macher es immer noch nicht geschafft, ein anständiges Deckungssystem einzubauen, doch so haben sie wahrscheinlich versucht, das Bild von Halo nicht zu gross zu trüben.

Die Kampagne wird von versierten Spielern schnell mal durchgespielt sein. Auf normaler oder schwieriger Stufe hat man das Spiel in gut acht bis zehn Stunden durch. Für die verrückten Fans unter euch darf natürlich der "Legendär"-Modus nicht fehlen. Hier ist es quasi unmöglich, sich gegen die starken Gegner zu wehren - eine grosse Herausforderung, welche hauptsächlich den erfahrenen Gamern gewidmet ist.

Multiplayer

Bist du blau? Dann tschüss!
Bist du blau? Dann tschüss! © Entwickler / Publisher

Man hat nicht nur die Möglichkeit, die Kampagne mit Freunden durchzuspielen, sondern sich natürlich auf den vielen verschiedenen Maps mit seinen Kollegen zu messen - entweder gegeneinander oder miteinander. Der Firefight-Modus wurde nicht mehr eingebaut, dafür bekommt man nun den "Nachfolger". Spartan Ops heisst der neue Modus, welcher auch alleine gespielt werden kann. Ähnlich wie in der Kampagne wird ein bestimmtes Ziel (meist Zerstörung von Gegenständen oder allen Gegnern) verfolgt. Dabei hat es eine Unmenge an Gegnern, welche besiegt werden müssen. Obwohl der Modus ganz nett ist, überzeugt er doch nicht vollends.

Sonst sind natürlich die vielen Gefechten gegen andere Spartaner eingebaut worden. Online sowie auch offline können bis zu 16 Spieler auf Jagd nach anderen Zockern gehen. Mit gewonnen Erfahrungspunkten steigt der Levelgrad des Spielers, welcher es erlaubt, neue Waffen und Ausrüstungen freizuschalten. Hier wird man definitiv ganz viel Zeit verbringen und seine Halo-Künste unter Beweis stellen.

Technik

No Woman No Cry
No Woman No Cry © Entwickler / Publisher

Keine Frage, Halo 4 ist das wohl bisher bestaussehende Halo-Spiel ever. Viele Details wurden eingebaut, und es sind keine Verzögerungen beim Bildaufbau festzustellen. Die Weitsicht ist für einen Egoshooter schon fast grandios, und die unterschiedlichen Welten wurden farbenfroh gestaltet. Dazu kommen noch geniale Zwischensequenzen, die wohl zum aktuell Besten gehören, was man sehen kann.

Der Score ist ebenfalls extrem Halo-typisch. Man wird grad wieder in die alten Spiele zurückversetzt. Die Soundeffekte sind auch sehr gut umgesetzt worden und passen sich der Umgebung an. Allerdings hätten die Entwickler hier aber ruhig ein bisschen mehr "Wumms" einbauen und vorallem die hinteren Kanäle der Surroundanlage mehr beanspruchen können.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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Kommentare Total: 10

db

Ja in letzter Zeit haben sich die Shooter immer mehr auf das Multiplayer ausgerichtet, wobei das nicht wirklich eine gute Entwicklung war. Siehe Call of Duty oder Battlefield, primär ist dies zum Klonkrieg degenriert, wo man eine symbolische Single-Player-Kampagne hinwurstelte und die primäre Energie in Multyplayer investierte...

Dadurch mag ich Mass Effect oder Deus Ex, wo sie sich wirklich bemühten ein coole Story zu bieten, die man auch gerne nochmals durchspielt. Bei Mass Effect, der inzwischen auch mehr Action-Shooter ist, hat man Multiplayer zwar "schon lange vorgehabt", doch das gebotene war ja zu Beginn äussert dürftig. Inzwischen nach etwa 6 DLCs ist es ganz OK... aber immer noch Beta ^^

Halo hat IMO eine enorm vielseitige Geschichte, aber sieben Stunden Spielzeit ist mir zu wenig und nur für Multiplayer-Grind kaufe ich mir ein Game nicht. (zudem falsche Plattform) Naja letztendlich müssen sie eben auch immer bessere Grafiken bieten und dadurch geht dafür soviel Energie verloren, dass es scheinbar nicht mehr für eine ordendliche Geschichte reicht...

th

sind die "Halo 4: Spartan Ops" missionen eigentlich noch brauchbar? offenbar kommen jetzt ja demnächst weiter 5 zu den bereits erhältichen 5 hinzu...

daw

Hä? Von was reden wir hier eigentlich?!

Also,
Mass Effect 3 (und beispielsweise auch Deus Ex) ist ein Rollenspiel.
Halo 4 (und beispielsweise auch Call of Duty) ist ein First-Person-Shooter.

Diese Genres wird dir jeder bestätigen können!

Bei den First-Person-Shootern kann man (leider) keine Kampagne erwarten, die mehr als deine besagten 7h dauert. Und jeder, der in letzter Zeit auch nur einen AAA-FPS gespielt hat, weiss das. Vielmehr fokussieren sich die Gamer bei solchen Spielen in letzter Zeit auf den Multiplayer. Was bei Mass Effect 3 vielleicht mittlerweile auch der Fall ist. Dort geht's aber primär um den Einzelspieler.

So, und meine Aussage ist folgende: Jeder der auch nur mal hin und wieder ein grosser First-Person-Shooter zockt, weiss dass die Kampagne nicht allzu lange dauert. Aber darum werden die Spiele eigentlich auch nicht mehr gekauft, sondern eben, vielmehr wegen dem Multiplayer.

Oder sollen wir das in lieber in einem anderen Forum disktuieren?

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