Dragon Ball Z for Kinect (2012)

Dragon Ball Z for Kinect (2012)

Xbox 360-Review: Drachenkugel geschüttelt, nicht gerührt

Guckst du hier oben die Sonne!
Guckst du hier oben die Sonne! © Entwickler / Publisher

Mit der Bewegungsteuerung Kinect scheinen keine Grenzen gesetzt. So ziemlich jedes Genre ist dabei spielbar, vor allem diejenigen, bei denen man sich viel bewegen muss. Da gehören Kampfspiele auch dazu, und so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die bekannte Anime-Serie Dragonball einen exklusiven Titel für die Xbox in Verbindung mit Kinect kriegen würde. Die Entwicklung übernahm das japanische Studio Spike ChunSoft, welches bei uns eher unbekannt ist, in Japan aber schon etliche Spiele produziert hat.

Treu nach den Büchern, beginnt man das Spiel mit Geschichte von Dragonball Z. Also zu jenem Zeitpunkt, als der Hauptcharakter Son-Goku erwachsen ist. Vom ersten Kampf gegen Vegeta auf der Erde bis zum finalen Kampf gegen den bösen Freezer ist alles dabei. Werden unsere bekannten Helden auch in diesem Spiel erfolgreich sein?

Es ist zwar nicht der erhoffte kurzweilige Titel geworden, doch Dragonball Z for Kinect ist ein überdurchschnittlich gutes Kampf-Spiel für die Bewegungssteuerung der Xbox. Allerdings trüben die Eintönigkeit sowie die schwachen Modi das Gesamtbild ein wenig. Dazu kommen noch die nicht überzeugenden akustischen Eigenschaften, welche das Game halt doch nicht zum einem Top-Titel machen. Wer alleine vor dem Fernseher mal so richtig mit den Armen, Händen und Füssen zuschlagen will, ist damit sicherlich gut bedient. Wer Umfang und einen Mehrspieler-Part will, muss das Spiel dann vielleicht doch wieder zurück ins Verkaufsregal stellen.

Story

Mist, ich hab die Winterklamotten vergessen!
Mist, ich hab die Winterklamotten vergessen! © Entwickler / Publisher

Wer die Geschichte von Dragonball schon kennt, wird hier keine Überraschungen erleben. Im Gegenteil: Viel zu viele Details wurden weggelassen und die Sequenzen arg verkürzt. Hier hätte man definitiv mehr machen können. Alle anderen, welche die Serie nicht kennen, werden sich sowieso nur über die Dialoge aufregen. Kein roter Faden ist da vorhanden. Eigentlich schade, denn man hätte genügend Möglichkeiten gehabt, die Story möglichst detailgetreu einzubauen. Fans werden sich aber trotzdem über die verschiedenen Gesichter freuen, wenn halt auch nur beschränkt.

Gameplay

Oftmals hat man Angst, dass die Steuerung mit Kinect nicht so funktioniert, wie man es gerne möchte. Tatsächlich haben die Macher es aber ziemlich gut hingekriegt, die Befehle des Spielers an das Game weiterzugeben. So spielt sich Dragonball Z for Kinect dann auch recht gut und einfach. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass nicht genau das gemacht wird, was man möchte. Vor allem beim Blocken von Angriffen hapert es ein bisschen an der Steuerung.

Von wegen Laser sind verboten...
Von wegen Laser sind verboten... © Entwickler / Publisher

Neben dem Story-Modus kann das Spiel nicht viel bieten. Zwar gibt es zusätzlich noch einen Modus, in dem man frei kämpfen und einfach Punkte sammeln kann, aber man hätte sich da schon mehr Abwechslung gewünscht. Auch kann man das Game nur alleine spielen. Es gibt tatsächlich keine einzige Art von Multiplayer in diesem Spiel. Bei der Sprachausgabe kann man zwischen Englisch und Japanisch wählen. Dazu wurden aber noch deutsche Untertitel eingebaut, die es erleichtern, die dann doch nervigen, aber zum Glück überspringbaren Kommentare zu verstehen.

Technik

Optisch sieht Dragonball Z ganz nett aus. In farbenfroher Cel-Shading-Grafik wird ohne spürbare Verzögerung gekämpft bis zum Gehtnichtmehr. Zwar hätte man hier etwas mehr Details einbauen können, aber alles in allem gefällt der etwas spezielle Look. Hörbare Effekte sind auch dabei, wobei die sich dann mit der Zeit etwas oft wiederholen und auch sonst ist die musikalische Untermalung etwas schwach umgesetzt. Die Ladezeiten sind dafür relativ kurz, und so steht einem schnellen Spiel nichts im Wege.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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Trailer: E3 2012 Englisch, 01:42