Dead or Alive 5 (2012)

Dead or Alive 5 (2012)

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PS3-Review: Die Rückkehr der kämpfenden Brüste

Mit diesen schlagfertigen Damen ist nicht zu spassen.
Mit diesen schlagfertigen Damen ist nicht zu spassen. © Entwickler / Publisher

Mal von Dead or Alive: Paradise und Dimensions abgesehen, ist eine Ewigkeit vergangen, seit sich die Fans dieser Beat'em-up-Serie an einem echten DoA erfreuen konnten. Das lange Warten hat jetzt aber ein Ende, denn Dead or Alive 5 ist endlich da und diesmal sogar gleich doppelt, weil der neuste Ableger im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht mehr exklusiv für die Xbox erscheint.

Zehn Jahre nachdem DOATEC erst zerstört und dann wieder von Grund auf neu aufgebaut wurde, herrscht noch immer Unklarheit über den Verbleib des perfiden Victor Donovan und seines entflohenen Projekts, Klon Alpha- 152. Als die Tochter des verstorbenen DOATEC-Gründers ihm zu Ehren das nächste Dead-or-Alive-Turnier ins Leben ruft und immer mehr bekannte Gesichter ihren Weg zum Turnier einschlagen, werden im Hintergrund Intrigen gesponnen und geheime Pläne geschmiedet. Der nächste Showdown ist bereits vorprogrammiert.

Dead or Alive 5 ist kein Spiel nur für eingefleischte Fans, vielmehr stellt es einen Versuch dar, sowohl der erwachsenen Fangemeinde als auch den jungen Wilden das unverfälschte DoA-Erlebnis nahe zu bringen.

Dank abwechslungsreichen Spielmodi, einer guten Anzahl an klassischen Charakteren, den vielen tollen Schauplätzen sowie der stets motivierenden und herausfordernden Kampfmechanik gelingt dies auch. Der Spassfaktor kommt nicht zu kurz, so dass am Ende - ungeachtet gewisser Unsauberkeiten - sowohl Fans als Neulinge sich an einem kurzweiligen und dynamischen Beat'em-up alter Schule erfreuen dürfen.

Story

Hält man jetzt so um die Hand einer Dame an?
Hält man jetzt so um die Hand einer Dame an? © Entwickler / Publisher

Der Story-Modus von Dead or Alive 5 beginnt gegen Ende etwas Sinn zu ergeben, fühlt sich dennoch über weite Strecken wie ein überlanges mit Zwischensequenzen und Charakter-Einführungen geschmücktes Tutorial an. Aufgrund der stark aufgesplitteten Erzählweise mit massenweise Überschneidungen und vielen sinnfreien Zusammenhängen ist es äusserst schwierig, alle Handlungen nachzuvollziehen oder gar zu verstehen. Immerhin kriegt man so einen guten Überblick über die bisherigen Geschichten und alle relevanten Figuren und Charaktere.

Gameplay

Auch im neusten DoA kämpfen sowohl Feinde als auch Freunde.
Auch im neusten DoA kämpfen sowohl Feinde als auch Freunde. © Entwickler / Publisher

Nebst dem Story-Modus stehen drei weitere kurzweilige Spielmodi (Arcade, Survival und Time-Attack) zur Auswahl, wobei natürlich bei allen die rasanten Einzel- oder Tag-Team-Kämpfe im Vordergrund stehen. In dieser Hinsicht macht das Spiel eine tolle Figur, da es auf eine gute Anzahl an Charakteren sowie auf ein äusserst ausgeklügeltes und dynamisches Kampfsystem zurückgreifen kann.

Das Spiel ist zwar zugänglich und der Schwierigkeitsgrad so angesetzt, dass der Einstieg leicht fällt - will man jedoch alle Tritte, Schläge, Kontermanöver und Spezialangriffe gekonnt einsetzen, braucht es reichlich Übung. Dead or Alive 5 brilliert diesbezüglich mit einem unglaublich umfangreichen Trainingsmodus, der allerhand Einstellungen und Optionen zulässt, so dass wirklich jeder Schlagabtausch, jeder Konter und jede Sonderattacke ausgiebig trainiert und perfektioniert werden kann. Dies ist auch bitter nötig, denn alle Kämpfer sind einzigartig und haben eine ganze Reihe an unterschiedlichen Fähigkeiten in ihrem Repertoire, welche ohne Übung kaum sinnvoll eingesetzt werden können.

Multiplayer

Lokal macht es enorm Spass, sich gegenseitig zu verprügeln oder mal zur Abwechslung gemeinsam in einem Tag-Team einzigartige Team-Attacken auszuprobieren. Online kämpft das Spiel zwar mit ein paar Problemen mehr, was aber nicht bedeutet, dass der Unterhaltungswert geringer ausfällt. Trotzdem muss man sich mit etwas Geduld wappnen, nicht zuletzt weil das Timing, das eine fundamentale Rolle spielt, aufgrund gelegentlicher Lags schon mal gehörig drucheinandergeraten kann. Ein flüssigerer Online-Modus wäre durchaus wünschenswert gewesen.

Technik

Feuer und Flammen - da wird wirklich geprügelt, bis die Feuerwehr kommt.
Feuer und Flammen - da wird wirklich geprügelt, bis die Feuerwehr kommt. © Entwickler / Publisher

Die Kämpfer selbst sehen wirklich toll aus, wären da nicht die viel zu reizvoll dargestellten weiblichen Kämpferinnen und ihre ständig wackelnden Brüste. Obwohl diese voyeuristische Darstellung durchaus zur Serie gehört, würde man sich zwischendruch mal wünschen, es gäbe eine Möglichkeit, dieser pubertären Darbietung zu entfliehen.

Nebst den Kämpfern macht das Spiel mit der guten Steuerung, den tollen Soundeffekten und den abwechslungsreichen und äusserst dynamischen Kulissen eine ansehnliche Figur. Sicher, die Zwischensequenzen sind nicht auf dem besten Niveau und auch die Kulissen hätten etwas sauberer umgesetzt werden können, da aber in der "Arena" alles passt, kann man ohne Weiteres darüber hinwegsehen.

/ Antonio Prosperati [pan]

Trailer: Hot Zone Englisch, 01:39