Winter Stars (2011)

Winter Stars (2011)

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PS3-Review: Der Aufstieg vom Team "Nobody"

Ab auf die virtuelle Piste!
Ab auf die virtuelle Piste! © Entwickler / Publisher

Der Start der Wintersportsaison hat wetterbedingt etwas auf sich warten lassen, glücklicherweise dürfte dieses Problem aber bei Winter Stars nicht bestehen. Insgesamt elf Sportarten, unter anderem Biathlon, Curling, Eiskunstlauf, Skispringen, Viererbob, diverse weitere Ski- und Snowboard-Disziplinen sowie eine Vielzahl an herausfordernden Events und Turnieren stehen bereit, damit man sich vom warmen Wohnzimmer auf den Schnee wagen und sich in halsbrecherischen Disziplinen messen kann.

Der Karrieremodus erzählt die Geschichte des einstigen Topteams, das nach der schweren Verletzung seines Vorzeigeathleten Jack einen kompletten Neuanfang wagen muss. Obwohl die finanziellen Mittel fehlen und man auch sportlich vor dem Abgrund steht, will der zusammengewürfelte Haufen nichts vom Aufgeben hören und versucht, sich Wettkampf für Wettkampf zurück an die Spitze zu kämpfen.

Winter Stars ist kein revolutionäres oder sonderlich innovatives Spiel, macht jedoch seine Sache trotzdem mehr als nur gut. Die Sportarten wurden mehrheitlich gut umgesetzt, die Geschichte hat Charme und Humor, und auch sonst wird einiges an Inhalt und Abwechslung geboten. Der gelungene Mehrspieler macht die Mankos der Technik praktisch wieder wett, so dass unter dem Strich ein rundum gelungenes Wintersport-Paket für die gesamte Familie herausschaut.

Story

Vorsicht, hier wird rasante Action geboten.
Vorsicht, hier wird rasante Action geboten. © Entwickler / Publisher

Anders als viele Konkurrenztitel im Sportbereich bietet Winter Stars nicht bloss eine Karriere im klassischen Sinne, sondern versucht die Action mit einer Story aufzupeppen. Der Versuch gelingt. Denn obwohl die Thematik banal und die Präsentation simpel ist, dient die Geschichte als Klebstoff zwischen den verschieden Sportarten und sorgt mit viel Humor für einige amüsante Momente zwischen den sonst so ernsten Wettkämpfen.

Gameplay

Die unterschiedlichen Sportarten wurden relativ gut eingefangen und entsprechend positiv umgesetzt, auch wenn natürlich je nach Vorliebe gewisse Disziplinen mehr Spass machen als andere. Nebst diversen Herausforderungen (z.B. Zeitfahren, Sammelherausforderungen usw.) gibt es viele Turniere mit Events aus verschiedenen Disziplinen. Bei Winter Stars steht der Spass eindeutig an erster Stelle, wie die arcadegerichtete Spielweise beweist.

Nicht nur Speed, auch Spass muss sein.
Nicht nur Speed, auch Spass muss sein. © Entwickler / Publisher

Durch die gleichzeitige Präsenz aller vier Athleten während eines Rennes werden die Vorzüge dieser actionorientierteren Vorgehensweise schnell deutlich. Ebenfalls gelungen sind die Upgrades (u.a. Fähigkeiten, Cheats oder Wild Cards, um Rennen wiederholen zu können), welche sich mit Hilfe von Erfahrungspunkten freischalten lassen. Diese sind nicht nur motivierend, sondern sorgen dafür, dass man sich im späteren Spielverlauf spürbare Vorteile verschaffen kann.

Trotz all dem Lob sind auch Schwachstellen vorhanden: Lange Ladezeiten, der Zwang, die Turniere zu gewinnen, um weitere Events freizuschalten und der unausgewogene Schwierigkeitsgrad können das Spielvergnügen schon mal trüben. Alles in allem ist jedoch Winter Stars ein rundum gelungener Titel, der zwar nicht aus den Socken haut, nichtsdestotrotz eine gute Portion unkomplizierter Unterhaltung und viel Abwechslung bietet.

Multiplayer

Auch Curling kann durchaus Spass machen.
Auch Curling kann durchaus Spass machen. © Entwickler / Publisher

Das Spiel ist zugänglich genug und enthält genügend Arcade-Elemente, um auch im Mehrspieler langfristig zu gefallen. Vor allem lokal macht es eine gute Figur. Dies aufgrund der interessanten Option, die es dem Spiel ermöglicht, sich an die einzelnen Spielerfähigkeiten anzupassen. Dadurch wird in der Familie für ein ausgewogenes Erlebnis gesorgt, das den Frust minimiert und den Spassfaktor deutlich maximiert.

Technik

Voll ins Schwarze...
Voll ins Schwarze... © Entwickler / Publisher

Abgesehen von den langen Ladezeiten enttäuscht insbesondere die magere Gesamtpräsentation mit den kantigen Charaktermodellen, den ständig jubelnden Zuschauern und der unbeholfenen Atmosphäre. Die Pisten hätten ebenfalls besser und vor allem abwechslungsreicher gestaltet werden können. Wobei man aber sagen muss, dass die Landschaften sehr schön dargestellt wurden. Im Endeffekt gibt es hier zwar keine echten Schwachstellen, aber auch keine Highlights - leider.

/ Antonio Prosperati [pan]