Batman: Arkham City (2011)

Batman: Arkham City (2011)

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PS3-Review: Die Rückkehr des dunklen Ritters

Ice Ice Baby
Ice Ice Baby © Entwickler / Publisher

Mit Batman: Arkham Asylum haben die Rocksteady Studios wohl das beste Superheldenspiel aller Zeiten veröffentlicht. Zwei Jahre sind vergangen, seit Fans des dunklen Ritters in diesen Hochgenuss kamen, doch jetzt ist es endlich so weit: Batman: Arkham City verspricht in allen Belangen mehr: mehr Gadgets, mehr Bösewichte und das noch authentischere Batman-Feeling.

Seit dem Vorgänger sind auch im Spiel gut zwei Jahre ins Land gezogen. Der ehemalige Leiter des Arkham Asylum, Quincy Sharp, ist jetzt Bürgermeister von Gotham und hat seinen Masterplan in die Tat umgesetzt: Er hat einen ganzen Teil der Stadt in eine Gefängnisstadt verwandelt, in der es nur so von Mördern und Superschurken wimmelt. Bruce Wayne erkennt schon früh die Gefahr, die von diesem Hexenkessel ausgeht und versucht alles, um die Pläne von Sharp zu durchkreuzen. Doch es geht nicht lange, und Mr. Wayne wird mundtot gemacht, indem er selbst in die Arkham City geworfen wird.

Die saubere Steuerung, die tolle technische Umsetzung und das unvergleichliche Batman-Feeling sorgen dafür, dass Batman: Arkham City mindestens gleich gut ist wie sein Vorgänger. Egal ob in den Kämpfen, in den Erkundungs-Abschnitten oder den Rätsel-Passagen, hier passt einfach alles. Fans des dunklen Ritters oder von Action-Adventures können bedenkenlos zugreifen.

Story

Arkham City ist kein schöner Ort, um zu leben. Verschiedene Gruppierungen, angeführt von Schurken wie Two-Face oder dem Joker, kämpfen um die Kontrolle über das Gebiet. Ganz zuoberst steht Hugo Strange, Psychiater und selbst ziemlich verrückt, welcher einen eigenen heimtückischen Plan verfolgt und offensichtlich die geheime Identität von Batman kennt.

Auch er hat seine besten Tage schon hinter sich.
Auch er hat seine besten Tage schon hinter sich. © Entwickler / Publisher

Geschichtlich ist Batman: Arkham City sehr unterhaltsam. Man wird mit unzähligen Feinden aus der ganzen Geschichte von Batman konfrontiert. Es sind schon fast zu viele bekannte (oder auch weniger bekannte) Schurken, die einem gegenüberstehen, aber nur fast. Glücklicherweise ist Batman nicht ganz auf sich alleine gestellt. Per Funk stehen ihm Alfred und Oracle zur Seite, zudem trifft man im Spiel z.B. auf Catwoman oder Bane, die dem dunklen Rächer nicht zwangsläufig feindlich gesinnt sind.

Gameplay

Eines gleich zum Anfang: Das Batman-Feeling kommt noch einmal eine Ecke besser rüber als im Vorgänger. Die Nahkämpfe gegen mehrere Handvoll einfacher Schergen sind von Anfang an enorm unterhaltsam. Ein Schlag zum Angreifen, einer zum Kontern und einer zum Ausweichen reichen hier für Spass und Unterhaltung. Gegner, die unterschiedlich gepanzert und mit verschiedenen Waffen ausgerüstet sind, müssen auf unterschiedliche Arten angegangen werden, wodurch die Kämpfe nie zur Routine werden.

Sowohl im Kampf als auch bei den Rätseln kommen Batman seine unzähligen Gadgets zu Gute. In Schlägereien wirft man einem Gegner einen Batarang entgegen, um ihn abzulenken, verschlossene Türen werden mit dem kryptografischen Sequenzer geknackt, und mit dem Explosiv-Gel lassen sich verschlossene Pfade freisprengen. So gut der Vorgänger in diesen Bereichen war, Arkham City setzt noch einmal eine Schippe drauf mit neuen oder verbesserten Gadgets.

Wer wohl gewinnen wird?
Wer wohl gewinnen wird? © Entwickler / Publisher

Obwohl die Gefängnisstadt als offene Spielwelt konzipiert wurde, ist sie das nicht wie in richtigen Open-World Spielen. Vielmehr dient sie als Oberwelt, denn wirklich zur Sache geht es in den verschiedenen Gebäuden, die man betreten kann. Zwar kann man in Arkham City viele Nebenmissionen erledigen und Riddler-Rätsel lösen, in den Verstecken der Superschurken geht es jedoch erst richtig los. Rätsel, Schleichabschnitte und Bosskämpfe bieten eine super ausgewogene Mischung in Sachen Gameplay, die nie langweilig wird. Egal, ob man einen Informanten verhören, Geiseln befreien oder Störgeräte suchen muss, das Batman-Feeling tropft schon fast aus dem Bildschirm hinaus und kann sowohl Batman- als auch Action-Adventure-Fans überzeugen.

Während die Hauptgeschichte an sich in gut zehn Stunden beendet werden kann, gibt es noch viel mehr zu tun. Einerseits gibt es ganze 400 Rätsel zu lösen, die vom Riddler gestellt werden. Andererseits darf man sich in mehreren Dutzend Challenge-Maps vergnügen. Dort muss man entweder gegen mehrere Wellen an Gegnern antreten oder eine bestimmte Anzahl an Feinden lautlos erledigen, ohne entdeckt zu werden. Es gibt viel zu tun für den vermummten Flattermann, und wer alles sehen will, wird sicher gute 50 Stunden oder mehr damit beschäftigt sein.

Technik

Komm her du süsses Kätzchen
Komm her du süsses Kätzchen © Entwickler / Publisher

Der technische Aspekt von Batman: Arkham City ist unglaublich gut gelungen. Das realistisch flatternde Cape von Batman, die Animationen in den Kämpfen, die heruntergekommene Stadt und die vielen Details, die eingebaut wurden, sind einfach nur spitze. Dank einem optionalen 3D-Modus kann man sich sogar noch besser in die Welt hineinversetzen. Der Soundtrack passt perfekt und verleiht dem Spiel einen sehr filmischen Eindruck. Die deutschen Sprecher, bekannt aus den Filmen und Serien, machen eine tolle Arbeit. Die ebenfalls vorhandene englische Sprachausgabe ist trotzdem noch einen Tick besser.

/ flt

Kommentare Total: 5

ale

Musste gerade meine Wertung von 5 auf 6 Sterne korrigieren. Inzwischen habe ich New Game + beendet, alle Nebenmissionen gelöst und alle Riddler-Sachen geholt. Mache mich jetzt an Riddlers Revenge, um alle Herausforderungen zu meistern.

Der schiere Umfang des Spiels ist überwältigend. Sowas kennt man eigentlich nur von Rollenspielen wie Fallout 3. Zwar gibt es auch hier manche Dinge, die man nur blöd abklappern muss (Geschichtenerzähler-Trophy), aber wirklich langweilig wird es einem nie.

Die Korrektur der Wertung deshalb, weil ich Games eigentlich nie auf 100% bringe, da die meisten blöde Sammelaufgaben bieten (Sammle 100 Federn???). Arkham City treibt mich aber stets dazu an.

daw

So, hab es endlich fertig gespielt. Wobei doch nicht ganz. Die Nebenmissionen sowie die Riddler-Rätsel haben es in sich! Wer also ein Game will, bei dem man auch länger dran bleibt und man viel tüffteln muss, der soll sich dieses Spiel unbedingt zulegen!

Die düstere Atmosphäre, das Kampfsystem sowie die genial gemachte Welt sind einfach spitze. Es lässt kaum Wünsche offen, sondern kann von Beginn weg begeistern. Mir persönlich hat zwar der nächste grosse Sprung vom ersten Teil gefehlt, aber alles in allem ein wirklich sehr gutes Spiel.

Auch für alle Nicht-Batman-Fans absolut empfehlenswert!

ale

Wirklich geiles Spiel. Tolles Kampfsystem, motivierende Gadgets, super Story. Viel mehr braucht man eigentlich nicht. Um überhaupt etwas zu bemängeln, werde ich sagen, dass die Unreal Engine bereits deutliche Alterserscheinungen besitzt. Rocksteady konnte dies aber durch Artdesign grösstenteils wettmachen.

Mir fehlen zudem die "Text-Rätsel" des Riddlers. Da musste man sich in Arkham Asylum noch richtig den Kopf zerbrechen. Bisher habe ich in Arkham City noch nichts dergleichen gesehen. Die bisherigen Riddler-Herausforderungen sind hauptsächlich auf Geschicklichkeit ausgelegt. Kommt da noch was?

Edit: Ich habe sie gefunden, die "Text-Riddles". Die sieht man, wenn man Riddlers Nebenmissionen nachgeht. Der Text leuchtet kurz mitten auf dem Bildschirm auf. Was ich nicht herausgefunden habe, ist, wo man diesen Text nachlesen kann. Oftmals reicht die Zeit nicht einmal, um ihn richtig zu lesen.

Wirklich cool ist, je länger man sich mit dem Spiel beschäftigt, desto mehr Finessen hat man raus und desto besser wird das Game. Sehr gut durchdacht!

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