God of War: Ghost of Sparta (2010)

God of War: Ghost of Sparta (2010)

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PSP-Review: Kleiner Kratos zweite Runde

Perfect Storm
Perfect Storm © Entwickler / Publisher

Kürzlich wurde bekannt, dass [publisher]Sony[/publisher] keine Developer Kits für die PSP an Entwicklerstudios mehr verkauft. Damit scheint das Ende des schmucken Handhelds besiegelt. Doch bevor es soweit ist, erwartet uns der eine oder andere hochkarätige Titel: Zwei Jahre nach Chains of Olympus kommt ein weiterer Teil der God-of-War-Reihe auf die Playstation Portable. Ghost of Sparta soll rund 25 Prozent umfangreicher sein als sein Vorgänger. Zudem werden wir endlich erfahren, wie Kratos zu seinem Tattoo gekommen ist.

Ares ist tot. Kratos hat ihn besiegt und ist jetzt neuer Kriegsgott bei den Olympiern. Noch immer von Visionen geplagt, stillt der Geist Spartas seinen Blutdurst mit Schlachten und Eroberungen. Doch eine spezielle Vision hat es ihm plötzlich angetan. Diese kann er verändern. Gegen den Rat der Göttin Athene macht er sich auf den Weg nach Poseidons Tempel inmitten der Stadt Atlantis. Doch wie Athene schon sagte: Diese Vision verbirgt mehr, als Kratos ahnt...

God of War: Ghost of Sparta erfindet das Rad nicht neu, schafft es aber, das Niveau der Vorgänger auch im fünften Teil zu halten. Nach der Veröffentlichung der God of War Collection, God of War III und manch einem Nachahmer innerhalb eines Jahres können sich aber dennoch gewisse Abnutzungserscheinungen zeigen. Bezogen auf die PSP ist es zusammen mit Metal Gear Solid: Peace Walker das Highlight des Jahres.

Story

I'm the man!
I'm the man! © Entwickler / Publisher

Endlich spielt Kratos' Familie eine grössere Rolle. Der Spieler erfährt zuvor unbekannte Details vom familiären Hintergrund des charismatischen Anti-Helden. Allerdings passt die manchmal übertriebene Gefühlsduselei nicht ganz zum Konzept des harten Kriegers. So driften manche Dialoge leicht ins Pathetische ab. Trotz der durchaus interessanten Informationshäppchen wirkt die Geschichte nicht mehr so frisch und dürfte wohl hauptsächlich Fans wirklich befriedigen. Die Story, die sich zwischen dem ersten und zweiten God of War abspielt, vermag dennoch bis zum Schluss zu motivieren.

Gameplay

Ghost of Sparta ist unverkennbar ein Ableger von God of War. Das weiterhin grandiose Kampfsystem in Verbindung mit Charakter-Upgrades und abgestimmten Rätseln kann auch im fünften Teil überzeugen. Die kolossalen Bosse und epische Inszenierung lassen leicht vergessen, dass man gerade an einem Handheld spielt.

Schaurig schönes Spektakel
Schaurig schönes Spektakel © Entwickler / Publisher

Trotz neuer Moves und frischer Schauplätze hat sich das das Basisgameplay seit dem ersten Teil nicht wesentlich verändert. Auch Ghost of Sparta bringt nichts Neues in die Serie ein und verlässt sich auf das bewährte aber ewiggleiche Spielprinzip. Etwas mehr Abwechslung hätte der Reihe schon lange gut getan, und Kratos' neuestes Abenteuer verpasst ebenfalls die Chance, God of War aufzufrischen.

Technik

ReadyAtDawn (RAD) hat bereits mit Daxter und dem oben erwähnten God of War: Chains of Olympus bewiesen, dass sie [publisher]Sonys[/publisher] Handheld technisch bestens unter Kontrolle haben. Grafisch hat sich seit dem letzten Mal zwar nicht unheimlich viel getan. Trotzdem ist Ghost of Sparta eins der schönsten Spiele auf der Playstation Portable. Kratos ist sogar etwas detaillierter dargestellt und wird beim Kämpfen mit Blut bespritzt.

Hau' den dicken!
Hau' den dicken! © Entwickler / Publisher

All dies erfolgt mit einer ordentlichen Bildrate und praktisch ohne Ladezeiten. Respekt, RAD!

Orchestrale Töne und bekannte Soundeffekte begleiten den Geist Spartas auf seinen Weg nach Atlantis und schaffen zeitweise epische Momente. Da vergibt man auch ein paar müde Sprecher im sonst einwandfreien technischen Abschnitt.

Alejandro Garcia [ale]

Alejandro schreibt und redigiert im Games-Bereich seit 2009 für OutNow. Sein Einflussbereich ist die Konsole, wo er Militär-Shooter und Racer mit Erfolg vermeidet. Dafür verschlingt er alles, was FromSoftware ihm vorsetzt.

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Trailer: E3 2010 Englisch, 01:11