Fable 3 (2010)

Fable 3 (2010)

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Xbox 360-Review: Ich möcht' auch mal Geschichte schreiben

Darf es Frauen-Power sein?
Darf es Frauen-Power sein?

Wenn [publisher]Microsoft Game Studios[/publisher] an Spielen mitwerkelt, dann kommt meistens was für die Xbox raus. Wenn dann noch Lionhead Studios um den Game-Designer Peter Molyneux am Projekt beteiligt ist, dann verbindet man damit den Namen Fable. Schon sechs Jahre ist es her, seit der erste Teil der Rollenspiel-Serie auf den Markt gekommen ist. Dieser konnte auf Anhieb gute Kritik ernten. Vier Jahre später machte dann auch Fable II eine sehr gute Falle und konnte wiederum positiv punkten. Nun kommt Nummer drei in die Verkaufsläden, und die Entwickler lassen es noch offen, ob man in Zukunft weitere Sequels produzieren wird oder nicht. Aber ist die Serie nicht langsam am Ende und ein weiterer Teil überhaupt noch nötig?

50 Jahre sind seit Fable II vergangen. Albion hatte unter dem damaligen Monarch eine sehr schöne und wirtschaftlich gute Zeit. Als dieser allerdings verstarb und sein Erbe seinem Sohn Logan weitergab, ging es zu Beginn noch gut. Seit einiger Zeit hat sich Logan aber ziemlich verändert und tyrannisiert das ganze Volk in Albion. Armut ist zum Standard geworden, und viele Dörfer müssen hungern. Das Wort "Revolution" macht sich im Volk langsam breit, doch braucht es endlich jemanden, der diese Revolution auch führen könnte. Die Person dafür scheint schon bald gefunden zu sein und könnte vielleicht bald schon in die Fussstapfen ihres Vaters treten...

Ohne Zweifel, Fable 3 ist ein starkes Rollenspiel geworden, welches sehr gut in die Serie passt. Allerdings kann es den sehr abwechslungsreichen zweiten Teil nicht toppen. Es fehlt halt diesbezüglich die grosse Neuerung, die man vielleicht hätte erwarten dürfen. Nichtsdestotrotz bekommt man mit diesem Game ein buntes Abenteuer geboten, bei dem es ungemein Spass macht, wichtige Entscheidungen selber zu treffen. Dazu gesellt sich ein wirklich sehr gelungener Soundtrack, der die Fable-Atmosphäre richtig gut in die heimische Stube bringt. Wir warten gerne auf weitere Ableger der Serie!

Story

Jetzt bleib hier, du Pirat!
Jetzt bleib hier, du Pirat!

Die Geschichte knüpft mehr oder weniger an Teil zwei an. Zwar ist schon eine Weile vergangen, doch geht die Story in Albion weiter. Da es sich bei Fable 3 um ein Entscheidungsspiel handelt (man kann den Verlauf der Geschichte mehr oder weniger beeinflussen), nimmt das Spiel manchmal etwas mehr an Fahrt auf und manchmal halt auch weniger. Was man aus den verschiedenen Situationen macht, kann man oft selber entscheiden. Die Basis des Plots bleibt dabei aber immer gleich und passt doch recht gut in die Fable-Serie.

Gameplay

Ein neuer Held wird in diesem Spiel geboren. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, kann man bereits am Anfang selber entscheiden. Ja, richtig gelesen: Auch eine Prinzessin darf da ein ganzes Land aufmischen und auf ihre Seite bringen. Wer also die Schnauze allmählich voll hat von diesen männlichen Helden, kann sich hier für eine weibliche Hauptrolle entscheiden.

Von der Lila-Armee umzingelt
Von der Lila-Armee umzingelt

Die Steuerung ist recht simpel, und so spielt sich der dritte Fable-Teil ziemlich einfach. Schnell hat man die Belegung der Tasten inne. Als reines Rollenspiel ist dieses Game wohl nicht zu bezeichnen. Es darf dann auch mal schön mit Schwert gekämpft werden, und Magie hat auch öfters ihre Finger im Spiel. So ist dies ein guter Mix aus Action, Rollenspiel und Abenteuer geworden.

Der Beginn von Fable 3 ist schön aufgebaut und für Neulinge sicher willkommen. Kenntnisse der ersten beiden Spiele braucht es nicht, vieles wird am Anfang bereits erzählt, so dass man dann auch gleich mit dem Abenteuer starten kann. Dieses ist bereits nach wenigen Minuten actionreich, und die ersten Entscheidungen sind alles andere als einfach zu treffen. So bekommt man von Beginn weg einen Eindruck, wie das Spiel sich im weiteren Verlauf verhalten wird. Gute Sache.

Wo bleibt die musikalische Unterstützung?
Wo bleibt die musikalische Unterstützung?

Ob man sich im Spiel als grosses A...loch anstellt oder halt doch lieber den armen Bürgern grosszügig helfen will, kann man also selber entscheiden. Dies ist sicher einer der starken Punkte im neusten Fable-Ableger. Wenn man sich aber sonst an die älteren Spiele von Peter Molyneux erinnert, die meist etwas Spezielles zu verzeichnen hatten, bleibt hier eine wirkliche Neuerung aus. Games, die durch Entscheidungen vom Spieler beeinflusst werden, haben wir in der jüngsten Vergangenheit schon einige gehabt. Aber auch ohne grossen neuen Fortschritt bricht bei diesem Spiel der sonst grosse Spass zu keiner Zeit ein.

Multiplayer

Es ist ungewöhnlich, doch Fable 3 bietet einen lokalen Kooperationsmodus. Einfach einen zweiten Controller anschliessen, auf Start drücken, und schon geht das Abenteuer zu zweit weiter. Dabei muss man aber darauf achtgeben, sich nicht zu weit voneinander zu entfernen. Spass macht es also auch mit einem Partner, doch liegt das Kernspiel klar im Einzelspieler. Auch ist es möglich, online mit anderen Teilnehmern zu interagieren. Dabei kann man anderen Spielen von Freunden beitreten oder diese in sein eigenes Spiel einladen.

Technik

Ein Hauch Erotik
Ein Hauch Erotik

Die Anfangssequenz ist sehr schön gemacht und toll anzusehen. Leider bleibt das Spiel danach optisch nicht mehr ganz auf diesem Level. Oft sind vereinzelte Details etwas unscharf und bei schnellen Bewegungen kann das Bild auch etwas undeutlich wirken. Allerdings nie mit groben Rucklern oder wahrnehmbaren Verzögerungen. Die Welt ist dafür sehr farbenfroh und gross gestaltet worden. Der Höhepunkt im technischen Bereich ist aber klar der Soundtrack, der stark komponiert und sauber ins Spiel integriert wurde. In Verbindung mit einer Surround-Anlage hat man aufgrund der vielen Effekte auch oftmals das Gefühl, so richtig dabei zu sein.

/ daw

Kommentare Total: 6

euros

Zitat th (2010-11-07 22:43:07)

enttäuschend langweilig und unspektakulär.

als kleiner tip für die, die's trotzdem durchspielen: vor dem finale hat man 365 tage vor der schlacht zeit, geld zu scheffeln. was aber nicht gesagt wird ist, dass nach tag 121 bereits tag 1 kommt. wer sein geld nicht bereits in der schatzkammer hat, ist am a... - mir sind alle 6.5mio einwohner deshalb gestorben 😕 😄

Mir auch, aber wenn du mit der vielen Knete die Infrastruktur gut in Schuss hälst, bevölkert sich alles wieder in Rekordzeit.😄.

Markus

Ich hab mal nach den Waffen gegoogelt...Muss es wohl nochmals spielen 😄

Markus

Zitat th (2010-11-07 22:43:07)

enttäuschend langweilig und unspektakulär.

Mir hat's Spass gemacht. Sehr witzig gemacht und die Plotideen waren wirklich durchdacht. Fantasyrollenspiel in der Wüste gab's noch nie (okay, vielleicht Might and Magic 3...dort gab's eine Insel)...

Ab dem Zeitpunkt, an dem man 2 Handschuhe gebrauchen kann und den Vortex aktiviert hat, wird das Spiel aber massiv einfach. Feuerball mit Vortex verknüpfen und die Horden fliegen und brennen, was das Zeug hält. Ausser den Sentinels, die einfach BRUTAL zu stark sind, ist der Käse gegessen.

Die Idee mit den Waffen und deren Powerups war witzig. Wo allerdings 50 Waffen sein sollten, da bin ich überfragt. Ich habe etwa 20 gesehen.

Zitat th (2010-11-07 22:43:07)

als kleiner tip für die, die's trotzdem durchspielen: vor dem finale hat man 365 tage vor der schlacht zeit, geld zu scheffeln. was aber nicht gesagt wird ist, dass nach tag 121 bereits tag 1 kommt. wer sein geld nicht bereits in der schatzkammer hat, ist am a... - mir sind alle 6.5mio einwohner deshalb gestorben 😕 😄

Nun ja....Sie mussten es ja so machen. Andernfalls hätte man '10 Tage vorher' einfach alle Ländereien verschachert und mal schnell 2'000'000 Leute mehr gerettet. Ich konnte wenigstens 1.5Mio Schäfchen retten. Aber es scheint völlig egal zu sein, ob man 1000 oder 1.5Mio rettet...Das war etwas strange.

Der Fehler aus Fable 2 haben sie leider korrigiert (dort konnte man via Xbox-Datum nach vorne setzen...SEHR VIEL Geld machen 😄) und das die Häuser sich abnutzen und deshalb immer weniger Miete geben, war auch clever... Nun, dann hab ich halt alle Läden zusammengekauft (50K pro 5 Minuten rockt).

Aber irgendwie fehlte etwas. Die Quests waren irgendwie etwas einfach...Geh den grössten Diamanten ever holen...Hinlaufen, Tussis metztlen (stehenbleiben und FeuerVortex-Kombo aktivieren, weitergehen und wieder zaubern), Stein nehmen, Tussis metzlen und wieder heim. Da hätte man sich schon etwas mehr Mühe geben können.

Die Gnome ware sehr witzig 😄

[Editiert von Markus am 2010-11-08 07:53:55]

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