EA Sports Active 2 (2010)

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Xbox 360-Review: Virtueller Fitnessknecht

Thera-Band in der Hand und los geht's!
Thera-Band in der Hand und los geht's! © Entwickler / Publisher

EA Sports Active erschien vor rund einem Jahr und mauserte sich innert kürzester Zeit zum meistverkauften Wii-Titel von [publisher]EA[/publisher]. Keine Frage, dass da eine Fortsetzung folgen muss. EA Sports Active 2 ist im Vergleich zum Vorgänger aber nun für alle gängigen Konsolen erhältlich und nicht mehr Wii-exklusiv. Dem Spiel ist wie schon beim ersten Teil ein Thera-Gummiband beigelegt. Neu hinzugekommen ist allerdings der Pulsmesser, welcher das Trainingsprogramm noch individueller gestalten soll. Zusammen mit der Bewegungserkennung von Kinect sollte dem erfolgreichen Workout auf der Xbox ja eigentlich nichts mehr im Wege stehen, oder?

EA Sports Active 2 ist ein spassiges Fitnesstraining geworden. Dies ist besonders den vielen Sportaktivitäten zwischendurch zu verdanken, welche das Training abwechslungsreich machen und immer wieder auflockern. Leider wird der Spass durch die zickige Bewegungserkennung und die teilweise fehlende Interaktivitat etwas getrübt. Trotzdem ist das Spiel ein Muss für Fitnessfreaks. Aber auch alle anderen, die etwas in Form kommen wollen und den hohen Anschaffungspreis nicht scheuen, können beruhigt zugreifen.

Gameplay

EA Sports Active 2 enthält nicht nur das Thera-Trainingsband wie im Vorgänger, sondern neu dazu noch einen Pulsmesser. Dieser hat leider gelegentlich die Tendenz, einen zu hohen Herzschlag anzuzeigen. Da der gemessene Herzschlag aber keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat, ist dies nicht allzu tragisch. Nachdem man die beiden Griffe noch am Thera-Band angebracht hat, kann's auch schon losgehen. Der Spieler erstellt sein rudimentäres virtuelles Ebenbild und darf nachher zwischen dem 9-wöchigen Trainingsprogramm und dem 3-wöchigen Intensivprogramm wählen.

Greif nach den Sternen!
Greif nach den Sternen! © Entwickler / Publisher

Die einzelnen Trainingseinheiten lassen sich selber zusammenstellen, oder man nimmt eine vom Trainer vorgefertigte Einheit. Die Trainingsübungen reichen von Aufwärmeübungen über Dehnübungen bis hin zu den standardmässigen Liegestützen, Kniebeugen und Sit-ups. Leider wird euer virtuelles Ebenbild nicht bei jeder Übung angezeigt, und so wirkt das Spiel gelegentlich mehr wie ein Fitnessvideo. Zwischen den einzelnen Übungen werden immer wieder spassige Minispiele wie etwa Torschiessen, Basketball-Wurf oder Mountain Bike eingeschoben.

Wer sich sein Training selbst zusammenstellen will, sollte aber noch gleich einen Controller zur Hand haben, denn die Menüpunkte sind so klein geraten, dass man mit der Kinect-Steuerung nur Frust erntet. Ganz allgemein haut es nicht immer ganz hin mit der Bewegungserkennung des Kinect-Sensors. Besonders bei den Übungen am Boden verliert das Spiel oftmals den Spieler aus den Augen, und man muss neu einloggen. Neben den fast schon obligatorischen Ernährungstips gibt es die Möglichkeit, über die EA-Website an globalen Trainingsprogrammen mitzumachen.

Multiplayer

Run, Forrest, run!
Run, Forrest, run! © Entwickler / Publisher

Ein Grossteil der Fitnessübungen lässt sich sich auch zu zweit durcharbeiten. Dies ist nicht nur spassiger, sondern bietet auch noch zusätzlichen Trainingsansporn. Ansonsten sind hier keine weiteren Features vorhanden, was aber nicht weiter tragisch ist, denn alleine trainieren ist oftmals effektiver.

Technik

EA Sports Active 2 setzt sicherlich keine neuen Massstäbe, wirkt aber absolut angemessen und besticht vor allem durch die abwechslungsreichen und schön gestalteten Trainingsumgebungen. Die Bewegungen der Charaktere wirken jedoch gelegentlich etwas steif und hölzern, also nicht unbedingt so, wie man es von einem Fitnessspiel erwarten würde. Die Musik ist zu monoton ausgefallen und wirkt schon nach kurzer Zeit ziemlich nervig.

/ seb

Trailer: E3 2010 Englisch, 02:14