Dark Void (2010)

Dark Void (2010)

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PS3-Review: Fasten your seatbelts, please!

Gib das zurück!
Gib das zurück! © Entwickler / Publisher

Zwar wurde das neuste Science-Fiction-Spektakel von [publisher]Capcom[/publisher] ins neue Jahr verschoben, das hindert den Publisher aber nicht, mit stolzer Brust sein neustes Werk zu präsentieren. Der Trailer sah cool aus, und auch die bunten Bilder stiessen bei Videospielfreunden auf grosses Interesse. Nun ist Dark Void auf dem Markt und muss natürlich dafür sorgen, der grossen Vorfreude gerecht zu werden.

Wir schreiben das Jahr 1938: Der Flugzeug-Pilot Will muss routinemässig eine Strecke hinterlegen und dabei einen Kurier mitnehmen. Zu seinem Erstaunen ist der Kurier seine alte Freundin Ava, welche von der Präsenz Wills ebenfalls ziemlich überrascht ist. Als in der Luft aber ein heftiges Gewitter über dem Bermuda-Dreieck das Flugzeug zum Absturz bringt, müssen die beiden Freunde nunmehr einen Weg finden, um von der Insel zu verschwinden, auf der sie gelandet sind. Denn sie scheinen nicht die einzigen auf diesem kleinen Fleck zu sein. Die Anderen haben sie bereits entdeckt...

Avatar meets Gears of War. In etwa so könnte man Dark Void auch beschreiben. Entsprechend fällt dann auch die Bewertung aus. Zwar sind viele gute Ansätze in diesem Spiel dabei, doch auf der ganzen Linie kann es auch nicht überzeugen. Trotzdem wird es den Abenteuer-Fans, die nicht auf Action und ein wenig Humor verzichten wollen, viel Spass machen, dem Helden bei seinen Missionen zu helfen um ans Ziel zu kommen. Also, alle Werkzeuge anschnallen und ab die Post!

Story

Das Auge ist das Ziel
Das Auge ist das Ziel © Entwickler / Publisher

Es braucht ganz klar eine Weile, bis man endlich einen direkten Handlungsstrang in diesem Spiel erkennen kann. Dies ist aber nicht unbedingt schlecht, denn die Macher haben es verstanden, den Aufbau der Story gleich von Beginn weg spannend und zugleich interessant zu gestalten. So ist es dann auch die Story, welche den Spieler (vor allem am Anfang) dazu bringt, das Game gleich nach dem Kauf längere Zeit am Stück zu spielen. Zwar bleibt schlussendlich ein grosser Wendepunkt aus, doch erfüllt die Geschichte auf jeden Fall seinen Zweck.

Gameplay

Dark Void startet actionreich und auch unübersichtlich, beginnt nach einer kleinen Einführung aber wie viele andere Abenteuerspiele. Sehr gut und schematisch erzählt, wird dem Spieler die Steuerung vorgeführt, die einfach und absolut logisch aufgebaut ist. Sowohl das Schiessen mit den Waffen als auch das Deckungssystem kann absolut überzeugen und ist nicht unerwartet ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Doch die grosse Stärke von Dark Void liegt ganz klar in den abwechslungsreichen Levels. Beginnt man am Anfang noch zu Fuss die farbenfrohe Insel zu erkundschaften, geht es dann bald schon mal mit Jetpack ausgerüstet in die Luft.

Fly High!
Fly High! © Entwickler / Publisher

Gespielt wird aus der Perspektive der dritten Person, wobei man von der Sicht her selten Einschränkungen hat. Erst in der Luft ist das Spiel nicht mehr ganz so übersichtlich wie noch am Boden. Spass macht's aber zu jeder Zeit, egal, ob man nun den vielen Gegnern auf der Insel oder eben in der Luft hinterher jagen muss. Perfekt ist Dark Void aber auch nicht. Die KI der Böswichte ist nicht gerade top, und so ist es dann schnell einmal nicht mehr ganz so herausfordernd, seine Gegner auszulöschen.

Das Spiel lebt aber klar auch von seiner genialen Atmospähre. Es macht echt Laune, durch diese Landschaften zu laufen und die vielen Ecken zu erkunden. Nicht umsonst soll sich ja die Filmproduktionsfirma Plan B Entertainment (gehört Brad Pitt) die Rechte an diesem Game gekrallt haben. Gerade die Zwischensequenzen, die sauber animiert und hie und da von witzigen Sprüchen gespickt sind, würden sicher gut in einen Film passen. Tönt auf jeden Fall sehr interessant.

Technik

Hab dich!
Hab dich! © Entwickler / Publisher

Im technischen Bereich haben die Macher wirklich tolle Arbeit geleistet. Nicht bei allen auf der Unreal Engine 3 programmierten Spielen kriegen wir schöne Bilder, doch Dark Void kann visuell absolut überzeugen. Bunte Landschaften und scharfe, erkennbare Gesichter sind ebenfalls Faktoren, die dem Spiel eine rundum gute Noten verleihen. Nur ganz selten sind kurze Ruckler festzustellen, doch die vielen Physik-Effekte (die bei der PC-Version noch deutlicher zum Zuge kommen), machen auch diesen kleinen negativen Punkt wieder wett. Auch tontechnisch kriegen die Spieler gute Effekte geboten und können es bei den wilden Schiessereien so richtig krachen lassen in der Stube.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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Kommentare Total: 2

th

die AI der gegner ist recht stupide, und folgen immer dem gleichen schema. so hat man das spiel auch als gelegenheitsgamer in der normalen schwierigkeitsstufe ohne grosse probleme in wenigen stunden durch.

ebenfalls hat mich gestört, dass man sich nicht wirklich frei in der welt bewegen kann. der jeweilige level hat unsichtbare grenzen, an denen die figur dann einfach nicht mehr weiterläuft - erinnerte mich stark an frühere games.

und mein letzter kritikpunkt betrifft die steuerung des rocketpacks. da braucht man viel zu lange, um damit wirklich zurecht zu kommen und die gegnerischen flugis zu treffen. nett hingegen die möglichkeit, die ufos zu entern!

die geschichte ist nicht der rede wert, bildet aber einen brauchbaren rahmen für die verschiedenen levels. besonders gefallen haben mir dann die späteren levels, in denen man auch mit hilfe rocketpack die gegnerischen gebäude durchforsten muss, und so zb. sich durch riesige reaktoren angeln muss oder durch tunnelsysteme fliegt.

daw

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