PC-Review: Am Fernsehen schauen macht mehr Spass

Ich seh das Ziel...
Ich seh das Ziel... © Entwickler / Publisher

Doping ist das wohl meist gebrauchte Wort in Kombination mit dem Wort Radsport. In Tour de France 2009 ist es nun der Job des Spielers, als Manager von einem der 65 Teams Skandale zu verhindern und das Team mit finanziellem Geschick und taktischer Brillanz zum Gelben Trikot zu führen. Hier sind ganz klar die Manager-Fans gefragt!

Managerspiele sind so eine Sache. Sie werden jedes Jahr neu aufgesetzt und bieten meistens nicht wirklich brauchbare Neuerungen. Dasselbe gilt auch für Tour de France 2009. Es ist eher ein sehr schlechtes Update als ein wirkliches Spiel. Ein Update müsste ein Spiel besser machen, doch das gestrichene Tutorial und die gleichbleibend schlechte Grafik sowie das Fehlen jeglichen Komforts in den Menüs machen das Spiel zu einer herben Enttäuschung. Wer die neuesten Lizenzen und die neue Tour will, kann sich das Spiel kaufen. Besitzer der 2008er-Version können aber genauso gut darauf verzichten.

Gameplay

Um die Zusammenhänge des Radsports zu begreifen, muss man entweder selber involviert oder ganz einfach nur Fan sein. Wer dies ist, wird mit dem Radsportmanager 2009 seinen Spass haben. Denn ein Tutorial fehlt völlig, sowohl für den Managerbereich als auch für die hässlichen 3D-Echtzeitrennen.

Wo bleibt mein Maillot Jaune?
Wo bleibt mein Maillot Jaune? © Entwickler / Publisher

Als Manager kann man Entscheidungen betreffend der Mannschaftsaufstellung, der Renntaktik oder der finanziellen Aspekte des Radsports fällen. Es ist auch möglich, ein eigenes Team zu gründen. Gefallen hat die spanische "Vuelta", welche neu im Spiel und komplett lizensiert dabei ist.

Die Bahnrad-Minispiele wurden etwas überarbeitet. Dabei gibt es zwei neue Stadien, und die KI ist etwas intelligenter geworden. Trotzdem bleiben die Minispiele doch eher langweilig und wenig anspruchsvoll. Weiter fehlen leider Komfortfunktionen und sinnvolle Querschaltungen. So ist man gezwungen, alle Details im Kopf zu behalten und immer wieder zwischen den Menüs zu wechseln.

Technik

Jetzt aber hoch den Berg!
Jetzt aber hoch den Berg! © Entwickler / Publisher

Von so einem Spiel darf man heute eigentlich schon etwas Durchschnittliches erwarten. Leider sind sowohl Grafik als auch Sound alles andere als zeitgemäss. Die Bilder wirken doch sehr kantig, und man sollte sich von den gerenderten Bildern und schönen Trailers nicht täuschen lassen. Nur weil es ein Managerspiel ist, heisst es nicht unbedingt, dass es auch hässlich sein muss. Hier trifft dies aber leider zu.

/ mih