Tales of Monkey Island (2009)

Tales of Monkey Island (2009)

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PC-Review: Retro-Helden sind lustig

Darf ich mich vorstellen: Pirat Nummer eins!
Darf ich mich vorstellen: Pirat Nummer eins!

Es ist schon eine ganze Weile her, seit die Spielreihe Monkey Island gestartet wurde. Die Abenteuer-Games mit dem Piraten Guybrush Threepwood konnten sehr schnell ihre Fangemeinde finden und waren überaus erfolgreich. Knapp 20 Jahre nach dem ersten Spiel wird nun die Serie im Episodenformat für den PC und später auch für Konsolen umgesetzt. Ab Juli 2009 gehen die lustigen und abenteuerlichen Geschichten vom Piraten weiter. Total sollen fünf Episoden erscheinen, wobei jeden Monat ein neues Kapitel veröffentlicht wird. Geleitet wird die Neuauflage vom Produktionsstudio Telltale Games, welches auch schon für Spiele wie Sam & Max verantwortlich war.

Das neue Abenteuer von Monkey Island beginnt auf dem Schiff vom Bösewicht LeChuck. Dieser hält die Frau von Guybrush Threepwood gefangen und will die ganze Karibik mit einem Fluch belegen. Jedoch gelingt es Guybrush, das Schiff aufzuspüren, und nun will er LeChuck ein für alle mal besiegen und seine Frau befreien. Doch leider misslingt diese Aktion und der tollpatschige Pirat bringt das ganze Schiff zum Explodieren.

Später erwacht unser Held wieder am Strand der Flotsam Island. An diesem bizarren Ort herrscht allerdings ein spezielles Phänomen. Der Wind bläst nämlich permanent gegen die Insel und somit ist eine Ausfahrt der Schiffe unmöglich. Guybrush muss sich allerdings so schnell wie möglich auf den Weg machen um seine Frau zu retten und seinen Erzfeind auszulöschen. Doch dies scheint mit diesen Bedingungen alles andere als einfach zu sein...

Keine Frage, der Beginn der Wiedergeburt von Monkey Island ist absolut geglückt. Das Teil macht Spass, sorgt für gute Unterhaltung und macht definitiv Lust nach mehr. Während des Spiels trifft man sowohl auf einfache Aufgaben wie auch auf etwas schwierigere Herausforderungen. Somit werden auch die grossen Abenteuerfans einige Zeit an den einen oder anderen Problemen zu grübeln haben. Auf jeden Fall wird das erste Kapitel der Neuerscheinung die Fans absolut zufriedenstellen.

Gameplay

Buuuuhh!
Buuuuhh!

Das neue Spiel der Monkey-Island-Serie ist eigentlich nichts anderes als ein typisches Point-and-Click-Abenteuer mit schon lang bekannten Charakteren. Jedoch unterscheidet sich das Game in einigen Punkten von seinen Genre-Kollegen. Man merkt nämlich gleich zu Beginn, dass die Macher eine Art Retro-Eigenschaft in das Spiel eingebunden, diese aber gekonnt mit modernem Inhalt verbunden haben. Gerade die coolen Witze in den Dialogen der Personen fallen sofort auf. Solche Sprüche hätte man sich vor gut 20 Jahren kaum erdenken können. Dies ist sicherlich ein entscheidender Spassfaktor in diesem Game, denn wirklich langweilige Diskussionen sind keine vorhanden und einige Schmunzeln garantiert.

Die Geschichte an sich ist ebenfalls typisch für unseren tollpatschigen Piraten Guybrush. Diesen hat es nämlich auf eine Insel verschlagen, von der er nur sehr schwierig wegkommt. Unser Held muss nämlich einen Weg finden, mit dem Schiff "Screaming Narwhal" von der Insel wegzukommen. Nach einigen Dialogen mit verschiedenen Personen und der Aufnahme unterschiedlicher Gegenstände ist aber schnell klar, wie man vorgehen muss.

Rück deine Auge raus!
Rück deine Auge raus!

Das Spiel ist grundsätzlich einfach gehalten, und um die verschiedenen kleinen Aufgaben zu erledigen, muss man eigentlich nur ganz genau aufpassen, was die Mitmenschen zu sagen haben. Vielleicht wurde auch darum auf eine Tutorial-basierende Einführung verzichtet, da man sich sehr schnell ins Spiel einfindet. Manchmal ist aber sicherlich auch Pröbeln gefragt, doch prinzipiell findet man schon nach wenigen Augenblicken den richtigen Weg. Einzig die Suche nach einem bestimmten Ziel zu einem Loch ist etwas anspruchsvoll. Doch alle Abenteuer-Fans unter euch werden sicher keine Mühe haben, den richtigen Weg zu finden. Allen anderen ist gutes Gehör empfohlen. Mehr sei hier aber nicht verraten.

Vom Spielprinzip ist dieses Game also nicht viel anders als andere ähnliche Spiele wie zum Beispiel Jack Keane. Gerade aber Fans von Guy und seinen Kollegen werden hier sicher Freude haben. Ansonsten ist die erste Episode der neuen Serie ein einfaches, aber gutes Abenteuerspiel mit ein paar witzigen Sprüchen und vor allem einem unterhaltenden Hauptdarsteller.

Technik

Piraten-Gangsters, ahoi
Piraten-Gangsters, ahoi

Die getestete Download-Version besticht durch satte Farben, erkennbare Gesichter und detailreiche Umgebung. Grafisch wird man hier sehr gut bedient, auch wenn man sich nicht auf einem Toplevel befindet. Auch die Soundgeräusche wurden sauber integriert und passen zur schrillen Umgebung, können nach einer Weile aber etwas auf den Wecker gehen. Wie weiter oben schon erläutert, sind diese aber auch für einen kleinen Teil des Spiels sehr wichtig und somit unverzichtbar.

Gespielt wird mit der Tastatur und Maus, wobei man die Bewegungen von Guybrush entweder mit dem Steuerkreuz der Tastatur oder aber mit Drücken und Ziehen der Maus betätigen kann. Die Anzeige des Inventars ist am rechten Bildschirmrand zu finden und genug gross, um alles auf einen Blick zu erkennen. Auch die gut lesbaren Untertitel werden lang genug angezeigt.

/ daw

Gameplay Englisch, 03:04