New Super Mario Bros. Wii (2009)

New Super Mario Bros. Wii (2009)

Wii-Review: Itse me again, Mario!

Über den Wolken...
Über den Wolken... © Entwickler / Publisher

Das von den Fans lang ersehnte New Super Mario Bros kommt, pünktlich zur Weihnachtszeit, in die Läden. Für viele Mario-Fanatiker ist dies ein frühes Weihnachtsgeschenk, denn im neusten Mario-Spiel können erstmals bis zu vier Spieler gleichzeitig durch das Mario-Universum hüpfen. Die Story von New Super Mario Bros ist schnell erzählt, und wie schon bei früheren Teilen eigentlich eher nebensächlich. Prinzessin Peach wurde wieder einmal, und das auch noch ausgerechnet an ihrem Geburtstag, vom bösen Bowser entführt. Mario, Luigi sowie der gelbe und der blaue Toad machen sich gemeinsam auf, die Prinzessin aus den Fängen Bowsers zu befreien...

Es fällt einem wirklich nicht leicht, etwas an dem neuen Mario-Platformer auszusetzen. Zu liebevoll und sorgfältig wurde das altbewährte Spielprinzip auf die Wii übertragen. Das Spiel macht sowohl alleine, als auch mit Familie und Freunden noch genauso viel Spass wie damals das Vorbild auf dem Super Nintendo. Die Levels sind einfallsreich und immer wieder überraschend ausgefallen. Etwas meckern könnte man über einen fehlenden Online Co-Op-Modus. Na ja, vielleicht in der (sicheren) Fortsetzung...

Story

Lava... oder war es Magma?
Lava... oder war es Magma? © Entwickler / Publisher

Dass Mario noch nie gross bekannt für seine ausgeklügelten Storylines war, ist ja nichts Neues. Obwohl gerade heutzutage immer mehr Wert auf eine gute Spiel-Story gelegt wird, sucht man diese hier vergebens. Dies mag sicherlich einen der wenigen Minuspunkte des Spiels darstellen. Schade, denn das Mario-Universum sollte doch genügend Stoff bieten. Ebenso bleibt der Humor auf weiten Strecken aus, und so bleibt nur noch Marios italienischer Charme.

Gameplay

Pingu Mario
Pingu Mario © Entwickler / Publisher

Welcher SNES-Besitzer kennt (und liebt) es nicht: Super Mario Bros World. Der damalige Jump'n'Run-Spielehit begeistert bis zum heutigen Tag noch Jung und Alt. Ein guter Grund, dem spassigen Spielprinzip eine zeitgemässe Aufmachung zu verpassen. Ihr könnt das Spiel wahlweise mit der Wii-Mote/Nunchuk-Kombination oder mit waagrecht gehaltener Wii-Mote spielen. Wobei Letzteres dem klassischen Spielgefühl am nächsten kommt. Leider wird der Classic Controller nicht unterstützt. Die Controllerfrage aus dem Weg geräumt, kann es auch schon losgehen. Als Einzelspieler hat man leider nur den Storymodus zur Auswahl. Dieser ist gewohnheitsgemäss in einzelne "Welten" eingeteilt. Insgesamt sind es acht Welten mit etlichen Levels. Sie reichen von Schneewelt über Wüste, Dschungel bis hin zur obligaten Lavawelt. Kenner der Spiele werden sicherlich einige bekannte Themen und Gegner wiedererkennen. Nostalgie pur!

Zwei Überflieger
Zwei Überflieger © Entwickler / Publisher

In jeder Welt gilt es den Koopa Scherge im Schloss zu besiegen. Bis dahin müsst ihr euch aber erst durch eine Reihe Levels durchkämpfen. In diesen gilt es jeweils, innerhalb einer bestimmten Zetlimite bis ans Ende zu kommen. Natürlich warten jede Menge Überraschungen auf euch. Schwebende Plattformen, Schildkrötenpanzer, Warp-Röhren, Fragezeichenblöcke sind darunter und wecken alte Erinnerungen. Um die Levels zu bestehen, müssen die Powerups geschickt eingesetzt werden. Zu den Klassikern Pilz, Feuerblume und Stern kommen nun einige neue Powerups hinzu. Dazu gehören die Eisblume, mit der sich Gegner in Eisblöcke verwandeln und umherwerfen lassen sowie das Propeller-Powerup, mit welchem Mario in luftige Höhen aufsteigen kann. Weitere Powerup-Ergänzungen sind der Pinguinanzug und der Schrumpfpilz. Mit dem Pinguinanzug könnt ihr, wie mit der Eisblume, mit Schneebällen werfen. Aber damit nicht genug: Mit dem Anzug schwimmt Mario fast wie ein Fisch, und das schlipfrige Eis ist auch kein Problem mehr. Der Schrumpfpilz ist ebenfalls ein spassiger Neuzugang. Nehmt ihr den Pilz auf, schrumpft ihr auf die halbe Grösse und könnt nun nicht nur höher und kontrollierter springen, sondern sogar Jesus Konkurrenz machen und über Wasser rennen. Bevor ihr die Levels aus dem Kartenmenü startet, könnt ihr zuvor gesammelte Powerups einsetzen um besonders schwere Levels zu meistern. Solche Vorspiel-Powerups lassen sich in gelegentlichen Minispielen verdienen.

Sightseeing: Ägypten
Sightseeing: Ägypten © Entwickler / Publisher

Mit den klassischen Powerups bleibt alles gleich. Mit dem Pilz werdet ihr grösser und habt sozusagen ein Extraleben, die Feuerblume lässt euch Feuerbälle schiessen, und der Stern lässt euch für eine kurze Zeit unverwundbar werden. Auch das sonstige Gameplay hat sich nicht gross verändert. Ihr rennt durch die Levels, weicht Feuerbällen aus, erledigt Gegner durch Draufhüpfen, missbraucht Schildkrötenpanzer als Wurfgeschosse, sammelt Powerups und möglichst viele Münzen um Extraleben zu erhalten. Neu als Pick-ups hinzugekommen sind die Sternenmünzen. In jedem Level sind drei solcher Münzen versteckt. Diese dienen als Zahlungsmittel in Peachs Schloss. Die dort erwerblichen Bonusfilme zeigen euch coole Tricks und Tipps zu den Levels. Yoshi ist übrigens auch wieder von der Partie und kann wie eh und je als Reittier benutzt werden. Gelegentlich findet auch der Bewegungssensor der Wii-Mote eine Verwendung. So könnt ihr zum Beispiel, wenn ihr auf speziellen Balken steht, die Neigung des Balkens durch Neigen des Wii-Controllers kontrollieren. Die sonstigen Einsatzmöglichkeiten des Controllers sind nicht gerade sehr zahlreich, dafür aber umso sinnvoller ausgefallen.

Multiplayer

Guter alter Kartenbildschirm
Guter alter Kartenbildschirm © Entwickler / Publisher

Lange hatten Tausende von Spielern auf der ganzen Welt darauf gewartet: einen Mario-2D-Platformer mit einem Mehrspielermodus, bei dem bis zu vier Spieler gleichzeitig durch die bunte Mariowelt hüpfen. Spieler Nummer Eins muss sich leider mit Mario als Spielfigur abfinden. Die restlichen Spieler haben die Wahl zwischen Luigi, dem gelben oder blauen Toad. Im Mehrspieler-Modus habt ihr neben dem Storymodus noch der "Freies Spiel"-Modus und die Münzjagd. Im freien Spiel könnt ihr, wie der Name es schon sagt, frei ein Level auswählen und dieses dann mit euren Kumpels spielen. Dabei ist euch freigestellt, ob ihr einander helft oder euch lieber gegenseitig Steine in den Weg legt. Spielt ihr den Storymodus mit ein paar Freunden, habt ihr entscheidende Vorteile. Unter anderem kann man Mitspieler hochheben und so neue Bereiche erreichen.

Technik

Klar wurde die Grafik etwas auf Vordermann gebracht. Trotzdem wurde viel Wert darauf gelegt, dass man die Grafik nicht zu sehr modernisiert. Dies ist definitiv gelungen: Die Atmosphäre sowie auch das Spielgefühl ist absolut intakt geblieben. Die Grafik sieht dabei einfach grossartig aus und versprüht den typischen Nintendo-Charme. Die Musik und die Soundeffekte tun den Rest und vollenden das Old-School-Mario-Feeling.

/ seb