Mario & Sonic at the Olympic Winter Games (2009)

Mario & Sonic at the Olympic Winter Games (2009)

Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
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Wii-Review: Zeit für Sport!

On your marks!
On your marks! © Entwickler / Publisher

Nach der ersten erfolgreichen Kooperation der beiden Videospiel-Ikonen Mario und Sonic beschert uns Sega diesen Winter den zweiten Streich aus seiner Sportreihe. Die beiden Protagonisten und ihre zahlreichen Freunde verschlägt es diesmal ins winterliche Vancouver, wo sie an den Olympischen Winterspielen 2010 teilnehmen.

In zahlreichen Disziplinen heisst es für den Spieler also wieder Rütteln, Schütteln und und ganz schön viel Schwitzen. Von Skispringen über Snowboardfahren bis hin zu Eishockey und Schneeballschlachten ist so ziemlich alles dabei, was sich ein Wintersportfan wünschen könnte.

Mario und Sonic bei den Olympischen Winterspielen bietet genau das, was man von dem Titel im Voraus erwarten durfte. Knuffige Charaktere, witzige Disziplinen und kurzweilige, dafür aber umso spassigere Spielabende zusammen mit Freunden und Familie. Sitzt man aber nur alleine vor der Konsole, wird das Spiel seinem Potenzial in keinster Weise gerecht, wodurch es schnell bei den vor sich hin gammelnden Sommerklamotten im Schrank verschwinden wird.

Gameplay

Das Damen-Ensemble!
Das Damen-Ensemble! © Entwickler / Publisher

Wer den Vorgänger Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen kennt, wird keine lange Eingewöhnungszeit brauchen, denn das Spielkonzept ist gewohnt simpel. Ihr tretet alleine oder mit bis zu vier Freunden in einer der zahlreichen, teilweise auch abgedrehten Disziplinen an und versucht mit einem der 20 verfügbaren Charaktere den Highscore in der jeweiligen Disziplin zu knacken. Die angesprochenen Charaktere verfügen jeweils über verschiedene Attribute in den Kategorien Geschwindigkeit, Kraft, Ausdauer und Technik, was sie für bestimmte Sportarten geeigneter macht als für andere. Trifft man also die richtige Charakterwahl, kann man sich schon zu Beginn einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

Hat man sich eine Disziplin ausgesucht, werden einem die zur erfolgreichen Bewältigung benötigten Bewegungsabläufe kurz in einem Tutorial erklärt, bevor es dann richtig ernst wird. Die Steuerung ist dabei, wie man es von besseren Wii-Spielen gewohnt ist, sehr eingängig und innerhalb von Sekunden verinnerlicht. Neuerdings unterstützen Mario und Co. auch das Wii Balance Board, welches für einige Disziplinen eingesetzt werden darf. Es kommt beispielsweise beim Bobfahren zum Einsatz, wo man sitzend mittels Gewichtsverlagerung von links nach rechts seinen Schlitten steuert. Der Einsatz des Balance Boards bringt eine gute Portion Abwechslung mit sich, die das sonst so handgelenkstrapazierende Treiben auflockert. Nur schade, dass das Balance Board noch ziemlich teuer ist, denn zum Spielen mit Freunden benötigt man fast immer zwei Boards.

Eishockey wie zu NES-Zeiten!
Eishockey wie zu NES-Zeiten! © Entwickler / Publisher

Die verschiedenen Disziplinen machen bis auf einige kleinere Ausnahmen einen Heidenspass. Besonders die Traumdisziplinen, in denen man mit aus Mario Kart bekannten Objekten auf seine Mitkonkurrenten schiesst oder sich in einer Schneeballschlacht beweisen muss, haben es mir angetan. Ebenfalls ganz witzig sind die vereinzelten Bosskämpfe, in denen man sich beispielsweise dem fiesen Metalsonic in einem 1-gegen-1-Match stellen muss.

Schnee auf dem Donkey Kong Mountain!
Schnee auf dem Donkey Kong Mountain! © Entwickler / Publisher

Ganz ohne Schelte schafft es der Titel aber leider nicht über die Ziellinie, denn gerade was die Langzeitmotivation und den Schwierigkeitsgrad angeht, mag der Titel nicht so recht überzeugen. Die verschiedenen Disziplinen sind zwar alle ziemlich spassig ausgefallen, doch der Widerspielwert hält sich sehr stark in Grenzen, da man zumeist viel zu einfach als Sieger vom virtuellen Eisfeld geht, ohne dabei richtig gefordert zu werden. Ein weiterer Minuspunkt ist die Tatsache, dass man sich kein eigenes Turnier zusammenstellen kann, in welchem man nur seine favorisierten Disziplinen durchspielt. So bleibt einem nur die Möglichkeit, entweder den gesamten 17-tägigen Wettbewerb am Stück durchzuackern oder auf den Einzelwettkampf auszuweichen.

Multiplayer

Mario und Sonic bei den Olympischen Winterspielen ist ein typischer Mehrspieler-Fun-Titel geworden, von denen es auf der Wii mittlerweile einige gibt. Wo der Solopart des Spiels längst zu langweilig geworden ist, macht die Jagd nach Punkten zusammen mit Freunden wieder richtig Spass. Besonders die Coop-Disziplinen wie Bobfahren, wo alle Teammitglieder gleichzeitig den Schlitten lenken müssen, um ihn schnellstmöglich über die Ziellinie zu fahren, sorgen für gut gelaunte, wenn auch teils verschwitzte Gesichter. Leider gibt es aber keinen Onlinemodus,

Technik

Ist das nicht Simon Ammann?
Ist das nicht Simon Ammann? © Entwickler / Publisher

Auf der technischen Seite hat sich Sega bestimmt kein Bein ausgerissen. Die Charakter-Modelle und ihre Animationen sind zwar hübsch anzusehen, dafür trüben die teils sehr kargen Landschaften und die gelegentlich auftretenden Ruckler den Spielspass. Was die Musik angeht, so erwartet einen die gewohnte Nintendo- und Sega-Musik mit ihren nervösen Melodien und lautstarken Zwischenrufen, die den einen wohl ein nostalgisches Lächeln auf die Lippen zaubern und den anderen den letzten Nerv rauben.

/ Andreas Mutzner [am]

Kommentare Total: 2

muri

Bin erst seit ein paar Tagen am gamen, aber bislang macht Skispringen, Eishockey oder Snowboarden richtig guten Spass. Vor allem, wie im Review erwähnt, natürlich mit Kollegen oder der Familie. Das gibt richtig gute Laune in die Stube.

am

Wii-Review: Zeit für Sport!

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