LEGO Rock Band (2009)

LEGO Rock Band (2009)

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Xbox 360-Review: Wie musikalisch sind Bauklötze?

We Will Rock You!
We Will Rock You! © Entwickler / Publisher

Achtung, die LEGOs sind überall! Nach Indiana Jones und Star Wars muss jetzt auch das Musikspiel Rock Band für die LEGO-Figuren herhalten. Wer soll nun mit diesem Spiel angesprochen werden? Die ganz jungen Fans der Bauklötze oder doch die Teenie-Generation, die von den interaktiven Musikspielen total angefressen ist? Diese Frage ist im ersten Moment schwierig zu beantworten, zumal die Reihe um Rock Band eigentlich immer versucht hat, ein möglichst realistisches Musikvergnügen in die eigenen vier Wänden zu bringen. Kann dies auch in Kombination mit den herzigen LEGO-Männchen funktionieren?

Was den Inhalt und die Darbietung betrifft, würde sich das Spiel eigentlich für Neulinge in diesem Genre optimal eignen. Doch auch erfahrene Spieler können von einer umfangreichen Musik-Palette profitieren. Wirklich Neues bringt das Spiel allerdings auch nicht, und für den einen oder anderen wird es aufgrund der LEGO-Figuren vielleicht etwas lächerlich wirken. Doch LEGO Rock Band bietet eigentlich genau das, was es soll: aktiven Spielspass gepaart mit guter und fetziger Musik. Für Fans solcher Spiele könnte sich also ein Blick in das Game durchaus lohnen.

Gameplay

Wer dieses Spiel genauer betrachten möchte, muss dafür schon einmal ein ähnliches Game gespielt haben. LEGO Rock Band kommt nämlich nur als Single-Software daher und wird nicht noch zusätzlich mit einem Gitarren-Controller angeboten. Schade eigentlich, denn nach den ersten paar Eindrücken würde sich das Spiel optimal für ein jüngeres Publikum eignen, das zuvor noch kein Game dieses Genres gespielt hat.

Wie ging der Text gleich noch?
Wie ging der Text gleich noch? © Entwickler / Publisher

Es kommen also nur Besitzer von Guitar Hero oder Rock Band in den Genuss der musikalischen LEGO-Figuren. Und für diese Spieler bietet der Titel leider wenig Neues. Die üblichen Möglichkeiten, wie ein schnelles Spiel oder der Karriere-Modus, sind auch in diesem Spiel enthalten. Zwar haben die Macher bei der Story ein paar nette Features eingebaut, doch wirklich revolutionieren tun diese das Genre nicht. So ist der Tour-Bus natürlich aus LEGO-Steinen gebaut, und man hat bei der Zusammenstellung der Band viele Möglichkeiten, diese kreativ aussehen zu lassen.

Doch alles in allem bietet LEGO Rock Band nicht wirklich etwas, was man zuvor noch nicht gesehen hat. Auch bei der Song-Auswahl werden Fans solcher Spiele sicher das eine oder andere Stück wiedererkennen, zumal es schon beim Hersteller-Konkurrenten (Guitar Hero 5) oder als Download-Inhalt gespielt werden konnte. Man erkennt, dass die Macher eher populäre und ruhigere Rockmusik eingebaut haben. Trotz allem macht dieses Spiel natürlich eine Menge Spass, und es kommt so richtig Freude auf, wenn man bei Liedern wie Kung Fu Fighting (Carl Douglas), The Final Countdown (Europe), Ghostbusters (Ray Parker Jr.) oder Summer of '69 (Bryan Adams) so richtig abrocken kann.

Freddie und Brian wieder vereint
Freddie und Brian wieder vereint © Entwickler / Publisher

Von der Anzeige her ist auch alles sehr ähnlich aufgebaut wie die anderen Rock-Band-Spiele. Statt Strichen oder Buttons sind es nun kleine LEGO-Steine, die einem auf dem Laufband entgegen kommen und die man treffen muss. Fehlen tut eigentlich nur eine Anzeige, bei welcher Anzahl Notenschläge man sich gerade befindet. Dies fällt aber nicht allzu stark ins Gewicht, da sonst alle nötigen Informationen genug gross und deutlich angezeigt werden. Den Überblick verliert man also sicher nicht, und erfahrene Spieler können gleich von Beginn an auf der mittleren Schwierigkeitsstufe beginnen. Die ersten beiden Stufen sind nämlich etwas gar einfach geraten und eignen sich wohl nur für absolute Neulinge.

Multiplayer

Im Vergleich zu verwandten Spielen vermisst man einen Online-Multiplayer-Modus. LEGO Rock Band kann nämlich nur offline gespielt werden. Hier können ganze vier Teilnehmer am Musikfestival Spass haben. Wer also nicht immer nur alleine spielen will, kann ohne weiteres mit seinen Freunden eine Band gründen und den lustigen LEGOs beim Musizieren zuschauen.

Technik

Ich mach jetzt krach!
Ich mach jetzt krach! © Entwickler / Publisher

Ein grosses Kriterium ist hier sicherlich der Sound. Denn was wäre schon so ein Spiel ohne gute musikalische Darbietung? Auf jeden Fall kommt LEGO Rock Band locker an seine Genre-Kollegen ran. Die Lieder kommen glasklar rüber und vermitteln bei entsprechender Anlage das Gefühl eines kleinen Konzertsaals. Etwas laut ist das Publikum bei den Standard-Einstellungen, dies stört aber kaum, sondern bringt gute Stimmung in die Stube. Visuell ist das Spiel ebenfalls gut gelungen und präsentiert sich sehr farbenfroh und kontrastreich. Zwar darf man hier nicht allzu viel erwarten, aber für dieses Game reicht es allemal.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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Trailer: Launch Englisch, 01:46